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Foto Laufen

Auch dieses Jahr hat die Freie Bürgerliste Laufen nach Dreikönig die alten Christbäume in Laufen und Umgebung eingesammelt. Obwohl sich der Beginn der Aktion verzögerte, weil die Bremsen eines Autos eingefroren waren, waren wieder zehn Mitglieder der FBL unterwegs und sammelten an 15 Sammelpunkten in Laufen und Leobendorf 329 Christbäume ein.

Unter den Bäumen waren wieder einige Raritäten, wie eine Tanne originalverpackt im Netz, mehrere Bäume ohne Aste und ein Baum im Topf, schreibt die FBL in ihrem Bericht. Sehr freuten sich einige Sammler über ein kleines Engelchen an einem Baum, das dann als Glücksbringer diente.

Die FBL bedankte sich für die Unterstützung mehrerer einheimischer Betriebe, ohne die diese Aktion nicht möglich wäre, und für die sachgerechte Entsorgung im Laufener Wertstoffhof.

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Auf ein Jahr mit vielseitigem Engangement blickte die FBL in ihrer JHV zurück. Ob es sich um Straßensanierungen, um den Neubau des Feuerwehrhauses, den Wildwuchs beim Plakatieren oder um die Christbaumabholaktion handelt: Die Freie Bürgerliste legt sich ins Zeug.

Die Vorsitzende 2. Bürgermeisterin Brigitte Rudholzer begrüßte die anwesenden zu einem recht familiär anmutenden Abend. Beim Totengedenken wurde vor allem an den, fast genau vor einem Jahr Verstorbenen, langjährigen und um die Bürgerliste sehr verdienten Peter Morawietz erinnert. In einem Rückblick auf das vergangene Jahr erwähnte Rudholzer die von vielen Laufnern geschätzte Christbaumabholaktion. Diese wurde wie immer von Franz Zehentner bestens organisiert.

Kurz danach, vom 10. bis 13. Januar, hätte die Landtagsfraktion der Freien Wähler eine Klausurtagung in Laufen gehalten. Zu einigen Themenpunkten seien Vertreter der FBL eingeladen worden. Diese hätten einige für Laufen wichtige Punkte zur Sprache gebracht, etwa die Verkehrssituation in der Stadt, den Ausbau der Bahnlinie und den Ausbau der Autobahn A8. Über die Flüchtlingsströme, Transitzonen und Grenzkontrollen habe bei der Klausur ebenfalls ein reger Meinungsaustausch stattgefunden.

Sozusagen als Gegenleistung organisierte die FBL für die Freien Wähler eine Führung durch die Altstadt, von deren Geschichte und Erscheinung sich die Besucher sehr beeindruckt zeigten. Natürlich habe auch ein Besuch der Stille Nacht Kapelle auf dem Programm gestanden, was der Bürgerliste die Chance gab, auf die Verkehrsproblematik auf der Salzachbrücke und der B20 hinzuweisen.

Anfang März hätten sie, Rudholzer und Franz Zehentner dann an der Verbandsversammlung der Freien Wähler aus dem Berchtesgadener Land teilgenommen. Im April stattete die FBL dem „Hemei-Hof“ der Familie Haunerdinger in Froschham einen Besuch ab, um sich über die Probleme der Milchbauern zu informieren. Haunerdinger sei einer der wenigen Bauern im Umkreis, die ihren Hof noch im Vollerwerb betrieben, sagte Rudholzer. Besprochen wurden beim Besuch natürlich der niedrige Milchpreis, sowie die Schwierigkeiten beim Erwerb landwirtschaftlicher Flächen durch steigende Preise. In einer doch auch ländlich geprägten Kommune wie Laufen sei es wichtig, meinte Rudholzer, ein offenes Ohr für die Belange der Landwirtschaft zu haben. Im kommenden Jahr werde man wieder Betriebsbesichtigungen organisieren.

Ein großes „Dankeschön“ ging an Karl Schauer und seine Frau Gitti, auf deren Gelände die FBL Ende Juli bei schönstem Wetter wieder ihr Sommerfest feiern durfte. Auch Geburtsgratulationen konnte man wieder aussprechen. Diese waren 2016 an Gerhard Preisser u. Inge Scheucher. Für das kommende Jahr gebe es bisher einen festen Termin, nämlich die Christbaumabholaktion am 7. Januar, ließ Rudholzer wissen, bevor sie sich, ihre Rückschau abschließend, bei ihren Fraktionskollegen, ihrem Stellvertreter und den Vorstandsmitgliedern sehr herzlich für die stets gute Zusammenarbeit bedankte.

In seinem Bericht sagte Fraktionssprecher Dr. Klaus Hellenschmidt, es ginge der FBL nicht so sehr um allgemeine Landes- und Bundespolitik, als vielmehr darum, sich immer um die konkreten Sorgen und Interessen der Bürger von Laufen zu kümmern. Als ein Beispiel nannte Dr. Hellenschmidt den Einsatz der FBL für die Erhaltung der Parkplätze beim Hierzegger Schloss, um die Parkplatznöte in der Altstadt für die nächsten Jahre etwas zu mildern. Auf Initiative der FBL sei eine Plakatierungsverordnung in Kraft gesetzt worden, um den „Wildwuchs“ des Plakatierens vor Wahlen und anderen öffentlichen Ereignissen zu vermeiden. Gleichzeitig seien aber jetzt im Stadtgebiet große Anschlagtafeln bereit gestellt worden an denen Plakate angebracht werden können. Um die Parkplatznöte auf dem Freizeitgelände am Abtsdorfer See zu verringern sei es nun, auf Betreiben der FBL erlaubt auch entlang der Straße zu parken, was durch die Sanierung der dort verlaufenden Straße möglich wurde. Die FBL sei, zusammen mit den anderen Fraktionen im Stadtrat für den Neubau des Feuerwehrhauses gewesen, weil offensichtlich großer Bedarf dafür bestand. Jetzt soll aber auch in Leobendorf ein dringend benötigtes neues Feuerwehrhaus gebaut werden, ebenfalls ein vorrangiges Projekt nach Meinung der FBL. Weitere Punkte, die von der FBL für wichtig erachtet werden seien die Sicherung der Wasserversorgung durch Ausweisung eines Wasserschutzgebietes, der Bau und die Sanierung mehrerer Gemeindestraßen und der Beitritt zur Ökomodellregion. Mit Zustimmung der Stadt soll die Polizeiinspektion Laufen eine sogenannte „Sicherheitswacht“ aufstellen. All diese Absichten und Beschlüsse würden helfen, die Stadt Laufen vorwärts zu bringen und eine gute Zukunft zu haben, meinte Dr. Hellenschmidt.

Dr. Hellenschmidt bei seinem Vortrag

Abschließend gab Dr. Hellenschmidt bekannt, ab Neujahr werde Dr. Dorothea Leistner Fraktionssprecherin der FBL sein.

In der Diskussion nach dem Bericht des Fraktionssprechers wurde vor allem das Problem der Ausweisung von Baugebieten behandelt. Es kämen nicht viele Flächen dafür in Betracht. Brigitte Rudholzer plädierte dafür, intern über Ideen und Vorschläge zu diskutieren, bevor sie im Stadtrat oder in der Öffentlichkeit vorgetragen würden.

In der Versammlung folgte der Kassenbericht des langjährigen, aber jetzt bis zur Findung eines Nachfolgers als kommissarischer Kassier agierenden Bernd Steindorf. Der Bericht Steindorfs zeigte die FBL als finanziell gut aufgestellt. Das wurde von Kassenprüfer Hannes Peschl, der zusammen mit Reinhard Dobrzanski die Kasse geprüft hatte bestätigt. Peschl lobte die akkurate und übersichtliche Kassenführung und schlug die Entlastung der Vorstandschaft vor, die unverzüglich und ohne Gegenstimme gewährt wurde.

Die danach anstehende Neuwahl eines Kassiers verlief ebenfalls sehr effizient. Für diesen Posten hatte sich Ulrike Schmid zur Verfügung gestellt und sie wurde ebenfalls ohne Umschweife per Akklamation gewählt.

Brigitte Rudholzer, Ulrike Schmid, Dr. Dorothea Leistner

Verabschiedung

Im letzten Tagesordnungspunkt, Wünsche und Anträge, plädierte Brigitte Rudholzer dafür die Homepage der FBL regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen um den Bürgern Zugang zu Neuigkeiten aus dem Stadtrat und generell aus dem Stadtgeschehen zu verschaffen.

Abschließend wurden Videoclips und Bilder von der Betriebsbesichtigung, verschiedenen Veranstaltungen und Festen der FBL in 2016 gezeigt, bevor sich Brigitte Rudholzer für die gute Mitarbeit aller Mitglieder und den zahlreichen Besuch der Versammlung bedankte und allen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr wünschte.

Die Mitglieder der Freien Bürgerliste Laufen besichtigten den „Hemel-Hof“ der Familie Hans Haunerdinger in Froschham, einem der wenigen Landwirte in der Gemeinde Laufen, der noch im Vollerwerb steht. Dabei wurden auch aktuelle Themen wie die fallenden Milchpreise oder die Schwierigkeiten der Landwirte mit den steigenden Grundstückspreisen für landwirtschaftliche Flächen diskutiert. Nach der ca. 1 ½ stündigen Führung durch den Hof und die Ställe verabschiedete man sich mit einem kleinen Geschenk und der Zusage immer ein offenes Ohr für die Belange der Landwirtschaft zu haben.

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Die FBL wird am 08.04.16 den Hof von Hans Haunerdinger in Froschham besuchen, einem der letzten Höfe in unserer Gegend im Vollerwerb.
 
Datum:     Freitag, den 08.04.2016
Ort:          Hof Hans Haunerdinger, Froschham 27
Zeit:         17:45 Uhr
 
Wir werden zuerst unter Führung von Herrn Haunerdinger seinen Hof besuchen (Dauer ca. 1,5 h) und anschließend den Abend gemütlich im Cafe Steinbach ausklingen lassen.

Freie Bürgerliste steht ebenso zu Geothermie-Projekt – Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen

Laufen. „Wir sind kein Stimmvieh“. Dr. Klaus Hellenschmidt sieht die Freie Bürgerliste (FBL) als jene Gruppierung im Stadtrat, die etwas voran bringe. Und zu den wichtigen Weichenstellungen stehe. Für den Fraktionsvorsitzenden sind das vor allem die Entscheidungen zur Ortsumfahrung und zum Projekt Geothermie. Unzufrieden ist er mit der Entwicklung in Sachen Salzachbrücke, denn eine solche sei wesentlich für die Lebensfähigkeit der Stadt. In ihrer Jahreshauptversammlung im Kapuzinerhof beleuchtete die FBL ein breites Spektrum an Laufener Themen.

„Die Geothermie ist unser Beitrag zur zwingend notwendigen Energiewende“, betonte Hellenschmidt. Als solitär und für die Region perfekt sieht sie der Sprecher der vierköpfigen Stadtratsfraktion. Den Einwand, das alles geschehe allein für Salzburg, will er nicht gelten lassen. „Wir sind ein gemeinsamer Planungsraum.“ Bernd Schneider gab ihm darin ausdrücklich Recht: „Emissionen halten sich nicht an Grenzen“. Der Laufener Geschäftsmann sieht alle Beteiligten als Profiteure.

„Unerfreulich“ nannte Hellenschmidt den Verlauf des Planfeststellungsverfahrens zur Ortsumfahrung, wo es immer noch keinen konkreten Termin für eine Erörterung gebe und damit ein Planfeststellungsbeschluss nicht abzusehen sei. Die Einwände zur Trasse 4 seien „derart massiv“, dass das Staatliche Bauamt ob der zu erwartenden Klagen auch die Trasse 2a noch einmal prüfe. „Wir stehen wie ein Mann hinter dem Projekt“, so Hellenschmidt, „denn es gibt dazu keine realistische Alternative.“ - „Wir brauchen sie“, unterstützte das Michaela Seichter. Sie forderte Stadt und Bürger auf, Stellung zu beziehen und Druck zu machen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass der neu zu erstellende Bundesverkehrswegeplan völlig überzeichnet sei.

Von einer „Farce“ sprach Hellenschmidt in Sachen Salzachbrücke. Er hätte sich gewünscht, einen Standort dafür im Flächennutzungsplan zu belassen. Stattdessen melde nun das Staatliche Bauamt „die schlechteste Lösung Mitte“ für den Bundesverkehrswegeplan an.

Angesichts der wellenförmigen Entwicklung der Müllgebühren – erst billiger, dann wieder teurer – hofft der Fraktionssprecher auf künftig stabile Beiträge. „Das neue Feuerwehrhaus kostet einen Batzen Geld“, räumte Hellenschmidt ein, sieht aber in einer Sanierung des bestehenden ein „Fass ohne Boden“ und daher keinen anderen Weg. FBL-Vorsitzende Brigitte Rudholzer sprach von einem Pfuschbau und erinnerte daran, dass auch die Leobendorfer Wehr ein neues Gebäude brauche. Die 2. Bürgermeisterin der Stadt ist froh, dass dort auch tagsüber genügend Leute für einen Einsatz zur Verfügung stünden. Die Stadt selbst achte bei Neueinstellungen darauf, dass Bewerber aktiv bei der Feuerwehr sind.

Enttäuscht ist Hellenschmidt über die Nichtreaktion von Landrat Georg Grabner zu einer Initiative von Dr. Thomas Dietl. Der bemüht sich seit langem um eine Verbesserung der Situation für Fußgänger in der Schloßstraße und am Marienplatz. „Irgendwann lebe ich nimmer“, schilderte Hellenschmidt sein Erlebnis vom selben Tag, als er beim Überqueren beinahe überfahren worden wäre.

Ungeklärt ist die Entwicklung bei möglichen Gebühren in der Tiefgarage. Der Fraktionssprecher könnte sich auch ein Angebot an Altstadtbewohner vorstellen, gegen eine monatliche Gebühr dort ihr Auto abzustellen. Bei den Flüchtlingen sieht Hellenschmidt für Laufen derzeit kein Problem. „85, 86 Leute geht noch und funktioniert dank der Helfer gut“, stimmte ihm Dr. Matthias Leistner zu, mehr allerdings vertrage die Stadt wohl kaum.

Dem Ex-Stadtrat waren etliche Dinge in seiner Heimatstadt aufgefallen. Was geschieht mit dem Baywa-Gebäude? Wie geht es weiter an der ehemaligen Aral-Tankstelle? Zu beiden Fragen bekam Leistner spontan keine Antwort. Er beklagte die Parksituation rund um das Wohngebiet Malerfeld, wo man stellenweise nicht mehr durchkomme. Zu einer Meldung der Heimatzeitung über den Einbau teerhaltigen Materials in der Bahnhofstraße meinte Leistner: „Das kenne ich von früher, als wir im Stadtrat auch so manches aus der Presse erfahren haben.“

Heinz Salomon wollte wissen, wie es denn bei der Alten Post weitergehe. „An der Stadt Laufen liegt es nicht“, erklärte Rudholzer. Sie würde sich wünschen, dass man bei den Plänen für ein Hotel im gegenüberliegenden Schifferwirt auch die Alte Post mit einbezöge.

Einbeziehen in die Themen der Region möchte die FBL-Vorsitzende einerseits Gruppierungen aus den Nachbargemeinden, aber auch die Vertreter der Freien Wähler im Kreistag. Rudholzer bedauerte in ihrem Rechenschaftsbericht, dass die Freien als immerhin zweitstärkste Fraktion im Kreistag keinen hauptamtlichen Bürgermeister mehr stellten und insgesamt weniger Kreisräte. Aus Bad Reichenhall etwa säße keiner mehr im Gremium. Um so wichtiger sieht sie die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Und die FBL praktiziere das zum Beispiel mit der ÜPW aus Saaldorf-Surheim, gebe es doch neben den Fragen zum Bahnausbau und zum öffentlichen Personennahverkehr noch andere gemeinsame Interessen und Berührungspunkte.

Etabliert hat sich inzwischen eine FBL-Serviceleistung für Laufens Bürger. Alljährlich bietet die Gruppierung am Samstag nach Heilig-Drei-König eine kostenlose Christbaum-Abfuhr an. „Manche sind von dem Angebot so begeistert, dass sie ihren Baum gleich mit Deko abliefern“, erzählte Rudholzer schmunzelnd. Sie lud ein zu den Stammtischen, die jeweils am Donnerstag vor den Stadtratssitzungen stattfinden.

Zufrieden zeigte sich der kommissarische Kassier Bernd Steindorf, lagen doch die Einnahmen mit 1.570 Euro deutlich über den Ausgaben von 600 Euro, so dass das Guthaben der FBL auf über 4.000 Euro anstieg. Steindorf bedankte sich ausdrücklich bei den vier Stadträten, die 150 Euro ihrer Sitzungsgelder in die Kasse legen.

Mit einer Bilderschau blickten die Mitglieder zurück auf die Aktivitäten des zu Ende gehenden Jahres. Nicht zuletzt auf den „Höhepunkt“: Das Sommerfest bei Gitti und Karl-Heinz Schauer. - höf

 

 

Dr. Klaus Hellenschmidt

Dr. Klaus Hellenschmidt:

„Wir lassen uns nicht vom Mainstream einlullen“, meinte selbstbewusst FBL-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Hellenschmidt.

 

 

Brigitte Rudholzer

Brigitte Rudholzer:

Mit aktiver und gemeindeübergreifender Zusammenarbeit gegen Politikverdrossenheit: FBL-Vorsitzende Brigitte Rudholzer.

Fotos: Hannes Höfer

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1. Vorsitzende Brigitte Rudholzer

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