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Foto Piding

Sehr geehrter Herr Polizeioberkommissar Dusch,

wie Sie vermutlich aus der örtlichen Presse entnommen haben, hat sich der Gemeinderat Piding in seiner Sitzung vom 07.05.2018 gegen eine Mitgliedschaft im Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung entschieden. Die Begründung war, dass im Zeittraum August 2017 bis März 2018 lediglich 4,2% der überprüften Fahrezuge die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten haben.

Anders jedoch die Situation im Ortsteil Urwies. Hier hat die Gemeinde in den zurückliegenden Monaten eigene Messungen vorgenommen. Aus der beispielhaften Auswertung der KW 8 diesen Jahres, 19.022018 00:00 Uhr, bis 25.02.2018, 23:59 Uhr, ist zu ersehen, dass in der geschlossenen ORtschaft 15% der Verkehrsteilnehmer schneller als 62 km/h unterwegs waren, Spitzengeschwindigkeit 114 km/h (!). Gemessen wurde in beide Richtungen.

Da meine Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat mehrheitlich der Ansicht sind, dass das Ortsgebiet "sicher" ist, bitte ich Sie, in Anbetracht der vorgelegten Zahlen, zum Schutz der Anwohner künftig Geschwindigkeitskontrollen in Piding auf den Ortsteil Urwies zu konzentrieren und diese regelmäßig durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Walter Pfannerstill

Piding, den 28. Mai 2018

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat die FWG-Fraktion angesichts untragbarer Zustände an der Lattenbergstraße einen Antrag zur Beratung über die Errichtung einer WC-Anlage an der Lattenbergstraße gestellt. Lesen Sie dazu den Antrag im Wortlaut:

 

Antrag auf Beratung über die Errichtung einer WC-Anlage an der Lattenbergstraße

Sehr geehrter Bürgermeister Holzner,

uns FWG-Gemeinderäten und Mitgliedern unserer Gruppierung wurde die letzten Wochen und Monate zunehmend die Problematik zugetragen, dass in den Marken Outlets an der Lattenbergstraße keine WC-Anlagen bestehen. Das Thema war auch Inhalt einer Anfrage im Rahmen der letzten Bürgerversammlung. Die unbefriedigende Situation führt dazu, dass Kunden die Notdurft nicht nur in Nachbarschaft der Geschäfte in freier Natur verrichten, sondern vermehrt den Weg zum nächstliegenden WC im Leichenhaus suchen. Offenbar nutzen die Kunden der Marken Outlets hierbei vielfach nicht den Gehweg, sondern den wiederum kürzesten Weg durch den Gemeindefriedhof. Wie während einer mündlichen Anfrage berichtet, ist uns bewusst, dass bei der Genehmigung der Gewerbeflächen den gesetzlichen Bestimmungen entsprochen wurde. Angesichts der negativen Entwicklung und der voraussichtlichen Zunahme während der Ferienzeit muss die Situation aus unserer Sicht dringend geprüft und Abhilfe geschaffen werden.

Wir beantragen hiermit bis zur Gemeinderatssitzung im Juni

  • die Eröffnung einer Diskussion über diese Problematik,
  • die Prüfung, ob das gemeindeeigene Grundstück 322/1 für die Bebauung einer gemeinschaftlichen WC-Anlage geeignet ist,
  • dass eine Schätzung der Gestehungskosten einer WC-Anlage eingeholt wird,
  • dass mit allen Geschäftsführern der Marken Outlets an der Lattenbergstraße zur Erörterung dieser Herausforderung zu einem runden Tisch eingeladen wird und
  • geprüft wird, ob bis zur Inbetriebnahme als Übergangslösung ein Sanitärcontainer aufgestellt werden kann.

Wir wünschen uns, dass die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden angesichts der nicht hinnehmbaren Umstände – insbesondere im Zusammenhang mit dem Pidinger Gemeindefriedhof – ein WC-Gebäude errichtet. Anteil der Gemeinde könnte die zur Verfügung-Stellung des Grundes sein. Einen Finanzierungsbeitrag für Entstehungs- und/oder laufende Kosten kann außerdem, vergleichbar zur üblichen Praxis bei Autobahnraststätten, jeder Nutzer mit einem Unkostenbeitrag leisten.

Piding 16. März 2018

i.A. Christian Kleinert

Die FWG Piding lud in den vergangenen Jahren regelmäßig im Herbst Mitglieder und Interessenten zur Klausur. Dort wurden Themen der aktuellen Gemeindepolitik diskutiert. Da in den letzten Jahren umfangreiche Themen der Gemeinderatssitzungen nicht öffentlich behandelt werden und die Sachstand-Liste der Gemeinde wenig Veränderungen zeigt, wird es jetzt Zeit für neue Ideen.

Daher lud der 1. Vorsitzende, Christian Wagner, in diesem Jahr zu einem „FWG-Zukunftsforum“. Zunächst gaben die Gemeinderäte Walter Pfannerstill und Christian Kleinert den Anwesenden einen Überblick über die gemeindeeigenen Grundstücke und Gebäude. Danach wurde der aktuelle Zustand der verschiedenen Liegenschaften besprochen. Dabei stellten die FWG-Gemeinderäte fest, dass aufgrund fehlender Investitionen der vergangenen Jahre bei fast allen Gebäuden akuter Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig stehen für Investitionen nach Auskunft der Gemeinderäte 8 Mio. € zur Verfügung. Diese Gelder liegen derzeit ohne jegliche Verzinsung brach und führen letztendlich dazu, dass die Gemeinde Strafzinsen zahlt.

Als wichtigste Bereiche wurden neben dem bekannten Bedarf bei Feuerwehr- und Rathaus, auch Zustand und Lage der Sportanlagen diskutiert. Lösungen für das in die Jahre gekommene Haus der Vereine und die Erweiterung des Kindergartens (die Mietverträge für die bestehende Containerlösung laufen demnächst aus) wurden ebenfalls erarbeitet. Dabei berieten die Teilnehmer über diverse Möglichkeiten den aktuellen Investitionsstau zu beheben.

In angeregter Diskussion fanden die Anwesenden kreative Lösungen. Anschließend wurden jeweils Vor- und Nachteile der verschiedenen Vorschläge ermittelt.

So wurde zum Bespiel auch die Zukunft des Pidinger Rathauses erörtert. Nachdem verschiedene Vorschläge zu möglichen Standorten besprochen waren, wurde das Bahnhofsgrundstück als geeignete Fläche identifiziert. Am Bahnhof hätte das neue Rathaus nicht nur eine optimale Verkehrsanbindung und gute Erreichbarkeit von allen Ortsteilen, es könnte auch den Bereich entlang der Bahnhofstraße beleben. Das Haus der Vereine dagegen kann nach Meinung der FWG-ler gut im Bereich der Freizeitanlage entstehen und Spielplatz und das Eisstockhaus einbinden. Gleichzeitig können so die Pidinger Ortsteile in der Mitte weiter zusammenwachsen.

Christian Kleinert hielt die Ergebnisse schriftlich fest. Diese sollen als Grundlage für neue Anträge im Gemeinderat genutzt werden. Weitere Details inkl. der ermittelten Vor- und Nachteile der verschiedenen Diskussionsbeiträge finden Sie in der nachfolgenden Liste.

PDF-DokumentErgebnisse des FWG Zukunftsforums
PDF-Dokument | ca. 170 kB

 

Impressionen vom Zukunftsforum:

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Nach dem wetterbedingten Ausfall im letzten Jahr, beteiligte sich die FWG Piding wieder mit einem Stand am Rupertimarkt. Wie schon die Jahre davor führte der Betrieb des „Maßkruagschiams“ zu großem Spaß und bester Unterhaltung bei den Marktbesuchern aller Altersgruppen.

Maßkrugrutschen beim Rupertikirtag

Der günstige Preis die humorvollen und anspornenden Zurufe der Zaungäste veranlassten doch recht viele, ihre Geschicklichkeit zu demonstrieren. Unter Familien und Freunden wurden regelrechte Wettkämpfe ausgetragen, zudem gab es für passgenaue Schübe Brotzeitmarken, die nebenan im Stand des Trachtenvereins eingelöst werden konnten. Da der Reinerlös aus der Gaudi den beiden Pidinger Kindergärten und damit auch noch einem guten Zweck  zu Gute kam, war für viele die Enttäuschung über nicht platzierte Schübe und entgangene Brotzeiten leicht verkraftbar.

Der Reinerlös von 212 € aus der Aktion wurde nun den beiden Pidinger Kindergärten übergeben, die die Spende dankend annahmen.

Bei der Spendenübergabe an den Kindergarten

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Am Dienstag, 30.05.2017, lud die FWG Piding zum 2. politischen Stammtisch ins Palmcafé zum Thema Verkehrsbelastung in unserer Gemeinde ein.

Die Brisanz der Situation zeigt sich in der Auflistung der aktuellen und künftigen Straßenbaumaßnahmen, die unseren Ort bis über die Grenze des Verträglichen belasten.

  1. Sanierung der Autobahnbrücke über die Stoißer Ache:
    Neben der Umweltbelastung durch die Rückstauungen stören entnervte Autofahrer durch lautes Hupen die Nachtruhe der Anwohner.
  2. Erneuerung des Belages auf der A 8 im Bereich Anger:
    Durch die Verengung auf eine Fahrspur in beide Richtungen kommt es zu langen Staus verbunden mit massivem Ausweichverkehr über die St 2103.
  3. Entgegen der Forderung der Gemeinde wurde an der Kreuzung B 20 / St 2103 eine Ampelanlage errichtet:
    Diese Fehlentscheidung führt von Anfang an zu langen Wartezeiten aus Richtung Freilassing. Seit ca. 4 Wochen, mit Beginn der Urlaubssaison, bewahrheiten sich nun unsere Befürchtungen. Rückstauungen aus Richtung Bad Reichenhall mit dem daraus resultierenden Durchgangsverkehr durch unser Ortsgebiet.
  4. Vom 26.06.2017 bis ca. 05.08.2017 wird der Anschluss der A 8 Richtung München neu erstellt und dazu komplett gesperrt:
    Alle Verkehrsteilnehmer, die aus Freilassing kommend nach München wollen, werden dann durch den Kreisverkehr über die St 2103 nach Anger oder Neukirchen fahren und damit die B 20 in diesem Bereich noch höher belasten.
  5. Im August 2017 wird die St 2103 ab der B 20 bis Anger für ca. 4 Wochen komplett gesperrt:
    Die Folge ist massiver Ausweichverkehr über Jechling, den Högl oder die A 8. Und alle müssen wieder durch den Kreisverkehr!
  6. Voraussichtlich in 2018 wird die Saalachbrücke auf der B 20 zwischen Piding und Bad Reichenhall erneuert:
    Ein Verkehrschaos ist unausweichlich. Man erinnere sich nur an den Ausbau des Gablerknotens oder der Anschlussstelle Ahornstr.

Sämtliche Aktivitäten von Straßenbauamt und Autobahndirektion dienen nur dazu, ihre eigenen, überregionalen Probleme zu lösen, ohne die mindeste Rücksichtnahme auf die Pidinger Bevölkerung. Gesundheits- und Umweltschäden werden billigend in Kauf genommen.

Alle Belastungen wären akzeptabel, wenn dafür an anderer Stelle Verbesserungen für unsere Bürger umgesetzt werden:

  1. Warum endet der neue, lärmmindernde Belag auf der A 8 genau an der Pidinger Ortsgrenze?
    Sind wir Pidinger es nicht wert, dass auch in unserem Ortsgebiet der Geräuschpegel reduziert wird?
  2. Wo bleibt der Radweg an der St 2103 zwischen B 20 und Urwies, der uns seit Monaten in Aussicht gestellt wird?
    Alles nur Lippenbekenntnisse?
  3. Die deutlich bessere Lösung für die Kreuzung B 20 / Staatsstraße 2103 wäre ein Kreisverkehr gewesen?
    Es zählen nur die Kosten ohne Rücksicht auf die Pidinger Bevölkerung und die Nutzer der B 20.
  4. Wann wird die unrechtmäßige Tonnagebeschränkung auf der B 21 im Grenzverkehr Richtung Salzburg endlich aufgehoben?
    Hier werden schlichtweg bestehende Gesetzte missachtet.
  5. Wie lange dauert es noch, bis die B 21 an die Autobahn angeschlossen wird um die überbelastete B 20 etwas zu entlasten?
    Laut letztem Schreiben aus dem Verkehrsministerium soll dies zusammen mit dem Ausbau der A 8 erfolgen, also in 15 – 20 Jahren!

Piding wird von den zuständigen Behörden und von den verantwortlichen Politikern auf allen Ebenen im Stich gelassen.

Ihre FWG Piding

Ihr Ansprechpartner

Christian WagnerChristian Wagner
1. Vorsitzender
Ahornstr. 61

83451 Piding

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