Archiv
Open Panel

Foto Piding

Ende Oktober lud die Freie Wählergemeinschaft Piding zum Zukunftsforum. Wie schon der Name verrät, war das Ziel der Veranstaltung, nicht nur über offene Punkte der aktuellen Sachstandsliste zu diskutieren, sondern einen Blick in die Zukunft zu werfen. Zusätzlich zu Gemeinderäten und der FWG-Vorstandschaft hatten diesmal auch wieder einige Interessenten den Weg in die Seminarräume des Heilpädagogischen Zentrums gefunden. Christian Wagner gab das Wort nach einer kurzen Begrüßung an die Gemeinderäte Walter Pfannerstill und Christian Kleinert weiter. Diese gaben einen kurzen Überblick über die aktuelle Situation in der Gemeindepolitik.

Die Agenda ergab diesbezüglich wenig Neues. So ist für das geplante Feuerwehrhaus inzwischen zwar ein Standort gefunden, zu der Planung zur Ausgestaltung des Baus, die im Januar vom Gemeinderat beauftragt wurde, hat der Gemeinderat bisher keine Information erhalten. Ebenso gibt es bei der Planung eines möglichen Rathaus-Neubaus kaum Fortschritte. Zwar wurde im Juni über mögliche Standorte diskutiert. Ein Ergebnis liegt jedoch noch nicht vor. Bis 31.12.2018 soll der Auftrag an einen Planer vergeben werden.

Christian Kleinert brannte die Parkplatzproblematik im Gemeindegebiet unter den Nägeln. So herrscht bei größeren Veranstaltungen in Turnhalle oder Schule wildes Parkchaos, das zu Behinderungen bis in die Berchtesgadener Straße hinein sorgt. Außerdem ist bei den Geschäften an der Lattenbergstraße zu beobachten, dass Kunden bei größerem Andrang freie Parkplätze nur schlecht finden. Seiner Meinung nach sollte versucht werden, Ortsunkundige durch eine intelligente Beschilderung zu leiten. Dies würde wenig Budget verbrauchen und könnte die Situation entschärfen. Eine zugesagte Beleuchtung des Parkplatzes an der Lechsenwiese ist immer noch nicht umgesetzt.

Zum von der FWG mehrfach geforderten Verkehrskonzept an der Lattenbergstraße gibt es auch keine Neuigkeiten. Ein gesicherter Übergang für die Fußgänger wäre dringend geboten. Immerhin wurde eine Regelung für die Toilettenproblematik in Angriff genommen, um Friedhof und Aussegnungshalle in Zukunft vor den nach Erleichterung suchenden Einkäufern zu schützen. Vertreter der Gemeinde und der Outlets trafen sich bereits zu ersten Gesprächen und die Planungen laufen. Auch ein Standort wurde bereits in Aussicht gestellt. Auch die Themen Finanzierung Klettersteig, Planung Bahnhofsvorplatz und Lärmschutz Autobahn wurden kurz angerissen. Jedoch ebenfalls ohne neue Erkenntnisse. Angesichts der vielen offenen Punkte ist es mehr als unverständlich, dass die Gemeinderatssitzung vom 08.10.2018 mangels Themen abgesagt wurde! Anschließend leitete Walter Pfannerstill zum eigentlichen Kern der Veranstaltung über.

Die Teilnehmer wurden ermuntert, eigene Visionen für die zukünftige Gemeindeentwicklung einzubringen. Zunächst hatte man mit Bestürzung festgestellt, dass Piding ab 2019 wohl ohne Postagentur auskommen muss. Die kurze Diskussion zum Thema offenbarte zwar die Brisanz des Themas – Piding ganz ohne Post mochte sich keiner der Anwesenden so recht vorstellen – ergab jedoch keinen Lösungsweg. Die Gemeinderäte versprachen daher, das Thema in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen anzusprechen und für Unterstützung der Gemeinde bei der Suche nach Alternativen zu werben.

Mit dem nächsten Punkt traf Walter Pfannerstill auf offene Ohren. Er hatte sich der Anregungen einiger junger Pidinger Familien angenommen, die aufgrund der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt verzweifeln. Größere, familiengerechte Wohnungen sind rar und teuer. Eigener Baugrund ist für Familien inzwischen nicht mehr finanzierbar. Durch den starken Zuzug werden die Wohnungen knapp. Einheimische Familien sind zunehmend gezwungen aus Piding wegzuziehen. Aufgrund der immer noch steigenden Grundstückspreise, entscheiden sich Grundstückseigentümer immer weniger zum Verkauf.

Schnell sind sich alle Teilnehmer einig, dass bezahlbarer Wohnraum auch in Piding ein zentrales Anliegen sein muss und die Gemeinde hier dringend gefordert ist. Durch eine gezielte Planung zur Innenraumverdichtung, Auswahl geeigneter Grundstücke für ein Einheimischen-Bauprojekt und die frühzeitige Ansprache der Eigentümer könnte hier für Pidinger Familien einiges getan werden. Die Diskussion zeigte, dass hier der Schwerpunkt nicht zwingend auf Einfamilienhäuser gelegt werden sollte, sondern auch Mehrfamilienhäuser in Betracht gezogen werden könnten. Natürlich müsste hier unter Umständen viel Geld in die Hand genommen werden. Trotzdem wäre jetzt die richtige Zeit mit der Sicherung von Bau- oder auch Gewerbegrund zu beginnen. Denn die Geldanlagen der Gemeinde verursachen aufgrund der „Strafzinsen“ hohe Kosten. Nach umfangreichen Gesprächen zum Thema beendete Christian Wagner die Veranstaltung mit dem Fazit, dass insbesondere die Themen bezahlbarer Wohnraum und Bauprojekte für Einheimische durch die FWG Piding in den nächsten Monaten in den Fokus gerückt werden müssen.

Sehr geehrter Herr Polizeioberkommissar Dusch,

wie Sie vermutlich aus der örtlichen Presse entnommen haben, hat sich der Gemeinderat Piding in seiner Sitzung vom 07.05.2018 gegen eine Mitgliedschaft im Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung entschieden. Die Begründung war, dass im Zeittraum August 2017 bis März 2018 lediglich 4,2% der überprüften Fahrezuge die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten haben.

Anders jedoch die Situation im Ortsteil Urwies. Hier hat die Gemeinde in den zurückliegenden Monaten eigene Messungen vorgenommen. Aus der beispielhaften Auswertung der KW 8 diesen Jahres, 19.022018 00:00 Uhr, bis 25.02.2018, 23:59 Uhr, ist zu ersehen, dass in der geschlossenen ORtschaft 15% der Verkehrsteilnehmer schneller als 62 km/h unterwegs waren, Spitzengeschwindigkeit 114 km/h (!). Gemessen wurde in beide Richtungen.

Da meine Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat mehrheitlich der Ansicht sind, dass das Ortsgebiet "sicher" ist, bitte ich Sie, in Anbetracht der vorgelegten Zahlen, zum Schutz der Anwohner künftig Geschwindigkeitskontrollen in Piding auf den Ortsteil Urwies zu konzentrieren und diese regelmäßig durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Walter Pfannerstill

Piding, den 28. Mai 2018

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat die FWG-Fraktion angesichts untragbarer Zustände an der Lattenbergstraße einen Antrag zur Beratung über die Errichtung einer WC-Anlage an der Lattenbergstraße gestellt. Lesen Sie dazu den Antrag im Wortlaut:

 

Antrag auf Beratung über die Errichtung einer WC-Anlage an der Lattenbergstraße

Sehr geehrter Bürgermeister Holzner,

uns FWG-Gemeinderäten und Mitgliedern unserer Gruppierung wurde die letzten Wochen und Monate zunehmend die Problematik zugetragen, dass in den Marken Outlets an der Lattenbergstraße keine WC-Anlagen bestehen. Das Thema war auch Inhalt einer Anfrage im Rahmen der letzten Bürgerversammlung. Die unbefriedigende Situation führt dazu, dass Kunden die Notdurft nicht nur in Nachbarschaft der Geschäfte in freier Natur verrichten, sondern vermehrt den Weg zum nächstliegenden WC im Leichenhaus suchen. Offenbar nutzen die Kunden der Marken Outlets hierbei vielfach nicht den Gehweg, sondern den wiederum kürzesten Weg durch den Gemeindefriedhof. Wie während einer mündlichen Anfrage berichtet, ist uns bewusst, dass bei der Genehmigung der Gewerbeflächen den gesetzlichen Bestimmungen entsprochen wurde. Angesichts der negativen Entwicklung und der voraussichtlichen Zunahme während der Ferienzeit muss die Situation aus unserer Sicht dringend geprüft und Abhilfe geschaffen werden.

Wir beantragen hiermit bis zur Gemeinderatssitzung im Juni

  • die Eröffnung einer Diskussion über diese Problematik,
  • die Prüfung, ob das gemeindeeigene Grundstück 322/1 für die Bebauung einer gemeinschaftlichen WC-Anlage geeignet ist,
  • dass eine Schätzung der Gestehungskosten einer WC-Anlage eingeholt wird,
  • dass mit allen Geschäftsführern der Marken Outlets an der Lattenbergstraße zur Erörterung dieser Herausforderung zu einem runden Tisch eingeladen wird und
  • geprüft wird, ob bis zur Inbetriebnahme als Übergangslösung ein Sanitärcontainer aufgestellt werden kann.

Wir wünschen uns, dass die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden angesichts der nicht hinnehmbaren Umstände – insbesondere im Zusammenhang mit dem Pidinger Gemeindefriedhof – ein WC-Gebäude errichtet. Anteil der Gemeinde könnte die zur Verfügung-Stellung des Grundes sein. Einen Finanzierungsbeitrag für Entstehungs- und/oder laufende Kosten kann außerdem, vergleichbar zur üblichen Praxis bei Autobahnraststätten, jeder Nutzer mit einem Unkostenbeitrag leisten.

Piding 16. März 2018

i.A. Christian Kleinert

Die FWG Piding lud in den vergangenen Jahren regelmäßig im Herbst Mitglieder und Interessenten zur Klausur. Dort wurden Themen der aktuellen Gemeindepolitik diskutiert. Da in den letzten Jahren umfangreiche Themen der Gemeinderatssitzungen nicht öffentlich behandelt werden und die Sachstand-Liste der Gemeinde wenig Veränderungen zeigt, wird es jetzt Zeit für neue Ideen.

Daher lud der 1. Vorsitzende, Christian Wagner, in diesem Jahr zu einem „FWG-Zukunftsforum“. Zunächst gaben die Gemeinderäte Walter Pfannerstill und Christian Kleinert den Anwesenden einen Überblick über die gemeindeeigenen Grundstücke und Gebäude. Danach wurde der aktuelle Zustand der verschiedenen Liegenschaften besprochen. Dabei stellten die FWG-Gemeinderäte fest, dass aufgrund fehlender Investitionen der vergangenen Jahre bei fast allen Gebäuden akuter Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig stehen für Investitionen nach Auskunft der Gemeinderäte 8 Mio. € zur Verfügung. Diese Gelder liegen derzeit ohne jegliche Verzinsung brach und führen letztendlich dazu, dass die Gemeinde Strafzinsen zahlt.

Als wichtigste Bereiche wurden neben dem bekannten Bedarf bei Feuerwehr- und Rathaus, auch Zustand und Lage der Sportanlagen diskutiert. Lösungen für das in die Jahre gekommene Haus der Vereine und die Erweiterung des Kindergartens (die Mietverträge für die bestehende Containerlösung laufen demnächst aus) wurden ebenfalls erarbeitet. Dabei berieten die Teilnehmer über diverse Möglichkeiten den aktuellen Investitionsstau zu beheben.

In angeregter Diskussion fanden die Anwesenden kreative Lösungen. Anschließend wurden jeweils Vor- und Nachteile der verschiedenen Vorschläge ermittelt.

So wurde zum Bespiel auch die Zukunft des Pidinger Rathauses erörtert. Nachdem verschiedene Vorschläge zu möglichen Standorten besprochen waren, wurde das Bahnhofsgrundstück als geeignete Fläche identifiziert. Am Bahnhof hätte das neue Rathaus nicht nur eine optimale Verkehrsanbindung und gute Erreichbarkeit von allen Ortsteilen, es könnte auch den Bereich entlang der Bahnhofstraße beleben. Das Haus der Vereine dagegen kann nach Meinung der FWG-ler gut im Bereich der Freizeitanlage entstehen und Spielplatz und das Eisstockhaus einbinden. Gleichzeitig können so die Pidinger Ortsteile in der Mitte weiter zusammenwachsen.

Christian Kleinert hielt die Ergebnisse schriftlich fest. Diese sollen als Grundlage für neue Anträge im Gemeinderat genutzt werden. Weitere Details inkl. der ermittelten Vor- und Nachteile der verschiedenen Diskussionsbeiträge finden Sie in der nachfolgenden Liste.

PDF-DokumentErgebnisse des FWG Zukunftsforums
PDF-Dokument | ca. 170 kB

 

Impressionen vom Zukunftsforum:

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Impressionen vom Zukunftsforum

Nach dem wetterbedingten Ausfall im letzten Jahr, beteiligte sich die FWG Piding wieder mit einem Stand am Rupertimarkt. Wie schon die Jahre davor führte der Betrieb des „Maßkruagschiams“ zu großem Spaß und bester Unterhaltung bei den Marktbesuchern aller Altersgruppen.

Maßkrugrutschen beim Rupertikirtag

Der günstige Preis die humorvollen und anspornenden Zurufe der Zaungäste veranlassten doch recht viele, ihre Geschicklichkeit zu demonstrieren. Unter Familien und Freunden wurden regelrechte Wettkämpfe ausgetragen, zudem gab es für passgenaue Schübe Brotzeitmarken, die nebenan im Stand des Trachtenvereins eingelöst werden konnten. Da der Reinerlös aus der Gaudi den beiden Pidinger Kindergärten und damit auch noch einem guten Zweck  zu Gute kam, war für viele die Enttäuschung über nicht platzierte Schübe und entgangene Brotzeiten leicht verkraftbar.

Der Reinerlös von 212 € aus der Aktion wurde nun den beiden Pidinger Kindergärten übergeben, die die Spende dankend annahmen.

Bei der Spendenübergabe an den Kindergarten

Ihr Ansprechpartner

Christian WagnerChristian Wagner
1. Vorsitzender
Ahornstr. 61

83451 Piding

E-Mail E-Mail:

Termine

Keine Termine