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Foto Piding

In der örtlichen Presse wurde wiederholt über die geplanten Straßenbaumaßnahmen Ausbau des Kreisverkehrs B20 und Erneuerung der Autobahnbrücke über die Saalach berichtet. Das beide Vorhaben erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr durch Piding haben werden, ist voraussehbar. Trotzdem sieht Bürgermeister Holzner aktuell keinen Handlungsbedarf, sondern will abwarten, bis das Straßenbauamt Traunstein auf die Gemeinde zukommt.

Kreisverkehr

In einem von den Freien Wählern initiierten, fraktionsübergreifenden Antrag soll nunmehr die Verwaltung durch den Gemeinderat beauftragt werden, zeitnah einen Termin zur Vorstellung der geplanten Maßnahmen u. a. in Bezug auf Umfang, Zeitraum und Auswirkungen durch das Straßenbauamt im Gemeinderat vorzustellen.Dazu sollen auch Vertreter der Polizei und der unteren Verkehrsbehörde (Landratsamt) eingeladen werden.

Ziel des Antrags, über den am 04.06. im Gemeinderat abgestimmt wird, ist es, rechtzeitig und umfassend über die Maßnahmen und deren Auswirkungen informiert zu werden und auf Grundlage der Fakten im Gemeinderat geeignete Maßnahmen im Interesse der Piding Bürger beschließen zu können.

Verkehrs-Chaos droht und Bürgermeister sieht keinen Handlungsbedarf

Auf die Anfrage der FWG Piding zu diversen Verkehrsmaßnahmen informierte Christian Rehm, Leiter des Staatlichen Bauamtes Traunstein, am 20.02. ausführlich per E-Mail. Die Information ging zeitgleich unter anderem an die Gemeinde Piding und an Bürgermeister Holzner persönlich.

Am 12.03.2024 war im Reichenhaller Tagblatt unter der Überschrift „Verkehrschaos droht“ ebenfalls detailliert zu lesen, welche Vorhaben rund um unsere Gemeinde geplant sind.

Zusammengefasst wird

  1. baldmöglichst die Anschlussstelle der A 8 in Piding zusammen mit dem Kreisverkehr um- bzw. ausgebaut und die Linksabbiegespur in Richtung Freilassing in Verbindung mit einer Ampelanlage wieder aktiviert.
  2. ab 2025 die Saalachbrücke auf der A8 vor der Grenze zu Österreich erneuert.

Dies bedeutet für unsere Gemeinde:

  • der Stau aufgrund des Brückenneubaus auf der A8 verursacht dauerhaften Ausweichverkehr über die St 2103. Es kommt dadurch regelmäßig zu Rückstauungen an der Ampelanlage Kreuzung B 20 / St 2103, zu einer Mehrbelastung der B 20 und damit Rückstauungen Richtung Hammerauer Berg
  • die Baustelle an der Autobahnausfahrt und die Umbaumaßnahme am Kreisverkehr führen unausweichlich zum täglichen Verkehrschaos, die Ausweichstrecke führt mitten durch unseren Ort.

Auf eine entsprechende Anfrage in der Bauausschusssitzung am 12.03.2024 sagte Bürgermeister Holzner, es sehe keinen Handlungsbedarf, die Gemeinderäte könnten gerne etwas ausarbeiten, wenn es sie interessiert“. Auf Nachfrage in der Bürgerversammlung am 15.03.2024 weiß Hannes Holzner dann nichts von den Planungen des Staatlichen Bauamtes bzw. der Autobahn GmbH und fand es „nicht zielführend ins Blaue hinein zu diskutieren“.

Dabei übersieht Bürgermeister Holzner wohl Folgendes: Er ist hauptamtlicher Bürgermeister unserer Gemeinde. Es ist seine Pflicht und Aufgabe vorausschauend tätig zu werden um, wie in diesem Fall, durch den ortsunkundigen Ausweichverkehr zu befürchtenden höheren Unfallrisiken und die ebenfalls zu erwartende Belastung der Pidinger Bürger mit Lärm und Abgasen so weit wie möglich zu vermeiden. Dazu steht ihm die Verwaltung z. B. für Terminvereinbarungen - soweit sie Zugriff auf seinen Terminkalender hat - oder für notwendigen Schriftverkehr zur Verfügung. Zudem sollte er die hoffentlich vorhandenen Verbindungen zu Polizei, Landratsamt, staatlichem Bauamt oder der Landespolitik nutzen, um alle Möglichkeiten zum Schutz der Einwohner unserer Gemeinde auszuloten.Die Gemeinderäte sind dagegen ehrenamtlich tätig, alle Aktivitäten erledigen sie in ihrer Freizeit. Zudem haben einzelne Räte im Verhältnis zu Behörden wohl deutlich geringeren Einfluss als ein Rathauschef.

Wir appellieren daher an Bürgermeister Holzner, dass er umgehend seiner Verantwortung gerecht wird und sich dieser Thematik annimmt.

Mitglieder-Infoversammlung der FWG-Piding

 Zu einem intensiven Meinungsaustausch zu den Themen Verkehr und Rathaus haben sich zahlreiche Mitglieder der FWG-Piding Anfang der Woche getroffen. Als Diskussionsgrundlage hatte Vereinsvorsitzender Christian Wagner im Vorfeld beim Straßenbauamt Traunstein um aktuelle Informationen zum Anschluss der B21 an die BAB 8, zum Radweg Urwies-Piding, zum Neubau der B20-Brücke über die Saalach sowie die Neugestaltung des Kreisverkehrs am Autobahnanschluss Piding gebeten.

Zum Anschluss der B21 teilte Christian Rehm, Leiter des Straßenbauamts Traunstein mit, dass nach wie vor ein Vollanschluss geplant sei und bereits eine umfangreiche Variantenuntersuchung durchgeführt worden ist. Über den zeitlichen Ablauf der anspruchsvollen Maßnahme konnte Rehm jedoch noch keine, wie er schreibt, belastbare Aussage machen.

Der Radweg Urwies-Piding ist fertig geplant. Das Vorhaben ruht jedoch derzeit, da für die Realisierung noch ein Grunderwerb erforderlich ist. Hier hofft Rehm auf Unterstützung durch die Gemeinde Piding.

Die Pläne zur Erneuerung der B20-Brücke über die Saalach sollen noch im 1. Halbjahr 2024 dem Bundesverkehrsministerium zur Genehmigung vorgelegt und im Anschluss der Gemeinde Piding vorgestellt werden. Auch hier konnte der Leiter des Straßenbauamts noch keinen Realisierungszeitraum benennen.

Kreisverkehr Piding

Baldmöglichst sollen jedoch die Ausbauarbeiten am Kreisverkehr an der Anschlussstelle der Autobahn beginnen, da die Autobahn GmbH im Jahr 2025 die Autobahnbrücke über die Saalach erneuern will.

Die Gemeinderäte der FWG Piding befürchten, dass gerade durch die Baumaßnahmen am Kreisverkehr und die damit verbundenen Beeinträchtigungen zu mehr Schleich- und Ausweichverkehr durch den Ortskern von Piding führen wird, wie auch jetzt schon die Erfahrung an Stau-Tagen zeigt. Die in Frage kommenden Straßen sind jedoch nicht für einen Durchgangsverkehr ausgelegt. Mehr Verkehr im Ortskern bedeutet für die Pidinger Bürger mehr Lärm, mehr Abgase und vor allem eine deutlich erhöhte Unfallgefahr durch ortsunkundige Fahrer. Dem soll, so der allgemeine Tenor der FWG-Mitglieder, durch geeignete Maßnahmen seitens der Gemeinde und des Landratsamts als zuständige Verkehrsbehörde entgegengewirkt werden.

Ein weiteres Thema des Abends waren der Rathausneubau und die künftige Verwendung des bisherigen Standortes. An dem wohlüberlegten Gemeinderatsbeschluss zum Neubau des Rathauses im Bahnhofsareal wollen die FWG-Gemeinderäte festhalten, da die Fakten nach wie vor für diesen Standort sprechen. Bezüglich der künftigen Nutzung des bisherigen Standortes fand der Gedanke, bezahlbaren Wohnraum für Einheimische zu schaffen, großen Zuspruch. Zufrieden und gut informiert zeigten sich die Mitglieder der FWG Piding zum Schluss der Veranstaltung.

Rolf Haßlach, Pressereferent

Rüdiger Lerach neues Mitglied

Bereits im letzten Jahr hatte der ehemalige CSU-Ortsvorsitzende der CSU-Fraktion im Pidinger Gemeinderat den Rücken gekehrt. Nach einer fraktionslosen Zeit hat Lerach nun bei der FWG-Fraktion im Pidinger Gemeinderat eine neue Heimat gefunden. Wie es letztendlich dazu kam, hat er der Heimatzeitung verraten.

Als fraktionsloser Einzelkämpfer, so Lerach, haben ihm der politische Diskurs und der Austausch mit anderen Meinungen gefehlt. Daher habe er das Angebot der Pidinger FWG-Fraktion gern angenommen, an deren Sitzungsvorbesprechungen teilzunehmen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die Chemie zu den nunmehr neuen FWG-Fraktionskollegen hervorragend passt. Mit der Satzung und den gemeindepolitischen Zielen der Freien Wählergemeinschaft Piding konnte ich mich ebenfalls gut identifizieren. Der Beitritt zum Verein FWG und der Wechsel in die FWG Gemeinderatsfraktion waren da für mich ein logischer Schritt, begründet Lerach seinen Wechsel zur FWG Piding. Fraktions- und Vereinsvorsitzender Christian Wagner freute sich über die kompetente Verstärkung der Fraktion, die nunmehr aus acht Mitgliedern besteht.

 

Bei der jährlichen Mitglieder-Versammlung der Freien Wähler Piding standen im Gasthaus Altwirt neben den Berichten von Vorstand und Kassierer sowie den Kassenprüfern auch turnusmäßig Wahlen zum Vorstand an.

In seinem Rückblick ließ Christian Wagner das Jahr 2023 nochmals Revue passieren, bevor er auch für den erkrankten Kassierer Walter Pfannerstill den Kassenbericht abgab. Für die beiden Kassenprüfer Andreas Reichenberger und Georg Wieser bescheinigte Reichenberger eine ordnungsgemäße Kassenführung, sodass anschließend der gesamte Vorstand durch die Mitglieder-Versammlung einstimmig entlastet wurde.

Als Wahlleiter für die turnusmäßige Vorstandswahl stellte sich Andreas Reichenberger zur Verfügung. Während Christian Wagner, Anton Wieser, Walter Pfannerstill und Astrid Kaeswwurm erneut kandidierten, trat Pressereferent Wolfgang Koch aus Zeitgründen nicht mehr an. Als Nachfolger war der Versammlung  Rolf Haßlach vorgeschlagen. Die vorgeschlagenen Kandidaten wurden durch die Mitglieder-Versammlung einstimmig gewählt.

Erster Vorstand ist für die nächsten zwei Jahre demnach wieder Christian Wagner, sein Stellvertreter ist Anton Wieser. Die Finanzen liegen weiterhin in den bewährten Händen von Walter Pfannerstill. Schriftführerin ist wieder Astrid Kaeswurm und Rolf Haßlach ist der neue Pressereferent. Für eine weitere Amtszeit wurden auch 2. Bürgermeister Christian Kleinert als erweiterter Vorstand und die Kassenprüfer Andreas Reichenberger und Georg Wieser in ihren Ämtern bestätigt.

Mit interessanten Gesprächen über aktuelle Projekte in der Gemeinde ging die Versammlung zu Ende.

 

Ihr Ansprechpartner

Christian WagnerChristian Wagner
1. Vorsitzender
Ahornstr. 61

83451 Piding

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