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Foto Saaldorf-Surheim

Im Gasthaus Steinbrünning fand vor kurzem auf Einladung der FÜW Saaldorf-Surheim eine Informationsveranstaltung zum Thema Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung statt. Der Vortrag fand großen Anklang in der Bevölkerung, was zeigt, dass sich viele Leute Gedanken über dieses Thema machen. Als Referent brachte der ehemalige Direktor des Amtsgerichts Laufen, Dr. Klaus Hellenschmidt, den Zuhörern dieses ernste Thema durch seinen kurzweiligen Vortrag nahe. Dabei stellte er zunächst klar, was überhaupt hinter den Begrifflichkeiten steckt.

Im Jahr 2009 schuf der Gesetzgeber die jetzt gültigen Vorschriften über Patientenverfügungen und Vorsorgevollmacht. Aufgrund einer im Juli diesen Jahres ergangenen Entscheidung des Bundesgerichtshofs  kam wieder zu Diskussionen über dieses Thema. Das oberste deutsche Zivilgericht befasste sich dabei erstmals mit den inhaltlichen Anforderungen an eine Vorsorgevollmacht und an eine wirksame Patientenverfügung. Im Mittelpunkt steht dabei der wirkliche Wille des Patienten. Dieser muss in dem Dokument hinreichend bestimmt sein. Es muss daher festgelegt sein, welche medizinischen Maßnahmen in einer bestimmten Situation durchgeführt oder auch nicht durchgeführt werden sollen. Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass die Patientenverfügung unwirksam ist.

Die Teilnehmer konnten hierzu vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz entwickelte Muster zum Ausfüllen mit nach Hause nehmen. Damit der wirkliche Wille im Ernstfall auch umgesetzt wird, gab Dr. Hellenschmidt den Interessierten auch praktische Tipps mit auf den Weg, damit der behandelnde Arzt über eine mögliche Patientenverfügung informiert ist. Da der Referent während seiner Dienstzeit u.a. als Betreuungsrichter tätig war, konnte er auch praktische Hinweise geben, um mögliche Streitigkeiten, die trotz einer Vorsorgevollmacht entstehen können, zu verhindern. Dabei betonte er, dass nur ein Bevollmächtigter für einen Wirkungskreis eingesetzt werden sollte.  Erforderlich sei es auch, dem Bevollmächtigten wirklich zu vertrauen, da dieser umfassende rechtliche Möglichkeiten durch die Vollmacht habe.

Wie wichtig es ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, wurde deutlich, als Dr. Hellenschmidt über die Rechtslage ohne entsprechende Vorsorge informierte. Für den Fall, dass jemand nach einem Unfall oder aufgrund einer Krankheit nicht mehr zur Willensbildung in der Lage ist, wird möglicherweise ohne Vorsorgevollmacht ein Betreuer bestellt. Es kann auch geregelt werden, welche Person als Betreuer eingesetzt werden soll und welche Person es definitiv nicht sein soll. Eine Mehrheit der Teilnehmer wollte nach dem Vortrag die erforderlichen Regelungen treffen.

Franz Mooser und Monika Veiglhuber von der Vorstandschaft der FÜW Saaldorf-Surheim danken dem Referenten für seinen Vortrag.

Franz Mooser und Monika Veiglhuber von der Vorstandschaft der FÜW Saaldorf-Surheim danken dem Referenten für seinen Vortrag.

Die FÜW Saaldorf- Surheim beteiligte sich auch dieses Jahr wieder beim Ferienprogramm für Kinder in der Gemeinde Saaldorf. 32 Kinder hatten sich in der Mehrzweckhalle eingefunden um einen lustigen, abwechslungsreichen Nachmittag mit Renate Butzhammer und ihren Betreuerinnen zu verbringen.

Gleich zu Anfang ging es mit flotten Ballspielen los. Beim „Ball-Rollen“ und „Bälle-Rauswurf“ ging es um Gruppenspiele und Geschwindigkeit. Hierzu konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit zeigen und eine gute Kondition war gefragt. Ruhiger und entspannter ging es beim „Tierbilder-Raten“ zu. Mit Pantomime wurden Tiere beschrieben, welche erraten werden mussten.

Beim Zeichnen mit einem Buch und einen Blatt Papier auf dem Kopf, stellten die Kinder fest, dass es gar nicht so leicht ist nach Vorgabe ein Haus, eine Pflanze oder ein anderes Bild zu zeichnen. Was am Ende rauskam, waren oft lustige Motive. Das spannende Würfelspiel „Keine-Eins-Würfeln“ war knifflig , dabei musste man Punkte sammeln ohne aber eine Eins zu würfeln. Wie all die Jahre wurde wie immer etwas gebastelt, was die Kinder mit nach Hause nehmen durften. Dieses Mal wurden Steine mit Tierfiguren bemalt. Es entstanden originelle Maikäfer, Bienen oder andere Tiere.

Nach Vollendung ihrer Werke konnten die Kinder noch ausgiebig in der großen Halle herumtoben, was für eine Menge Spaß sorgte ! Nach dem Spiel- und Spaßprogramm gab es zum Abschluss Pizza für die hungrige Schar und als kleinen Nachtisch ein Eis.

 

Beim Ferienprogramm in der Mehrzweckhalle

Im Rahmen des kürzlich erstellten Ortsentwicklungskonzepts für die Gemeinde Saaldorf-Surheim wurde auch über kommunale Spielplätze diskutiert. Die Freien Überparteilichen Wähler (FÜW) nahmen diese Anregung aus der Bevölkerung auf und informierten sich, welche Möglichkeiten es in der Gemeinde gibt, diesen Punkt aus dem Ortsentwicklungskonzept umzusetzen.  Gegenstand der Gespräche war insbesondere die Frage, ob noch zusätzliche kleinere Spielplätze in den Wohngebieten gebaut werden sollten, oder ob für jeden Ortsteil ein größerer Spielplatz sinnvoller wäre.

Zu diesem Zweck besichtigten Mitglieder der Vorstandschaft und Gemeinderäte der FÜW die Spielplätze am Dorfplatz in Surheim, am Sportplatz in Surheim und an der Schule in Saaldorf. Ziel war es, Erweiterungsmöglichkeiten zu prüfen. Eine Erweiterung der bestehenden Spielplätze in Surheim gestaltet sich allerdings als schwierig, da am Dorfplatz dann ein Teil der Festplatzfläche wegfallen würde und am Sportplatz ebenfalls keine Erweiterungsmöglichkeiten bestehen. Eine mögliche Fläche beim Wohngebiet am Reitholz ist wegen der geringen Größe und des schattigen Platzes weniger geeignet. Erweitert werden kann allerdings der Spielplatz an der Schule in Saaldorf.

Über die Gestaltungsmöglichkeiten größerer Spielplätze informierten sich die Teilnehmer schließlich im benachbarten Salzburg, insbesondere auf den Spielplätzen am Forellenweg in Liefering und beim Laschenskyhof in Viehhausen/Wals. Mit dabei waren auch Kinder, die die Spielplätze gleich ausprobierten. Ergebnis war, dass die größeren Spielplätze in der Gemeinde zwar grundsätzlich Anklang bei den Kindern fanden, jedoch insgesamt noch ausbaubedürftig sind. Was in der Gemeinde gänzlich fehlt, sind Schaukeln für Kleinkinder oder Nestschaukeln, die Kinder aller Altersklassen nutzen können.

In Abstimmung mit den Gemeinderäten war man sich schließlich einig, dass neben einer Erweiterung des Spielplatzes in Saaldorf an der Schule auch in Surheim ein neuer größerer Spielplatz an einem zentralen Ort gebaut werden sollte. Der Bau neuer kleinerer Spielplätze dürfte weniger sinnvoll sein, da im Rahmen größerer Spielplätze ein umfangreicheres Angebot möglich ist und diese auch als zentrale Treffpunkte im Ort dienen sollen.

FÜW auf dem Spielplatz

Im Zeichen von Neuwahlen stand die Mitgliederversammlung der FÜW Saaldorf-Surheim, die am 17. März im Gasthof Sonnenheim in Saaldorf stattfand. Die Begrüßung erfolgte durch den Vorstand Franz Mooser, der unter anderem den ehemaligen zweiten Bürgermeister Franz Singhartinger, sowie das langjährige Gemeinderatsmitglied Rudi Wimmer und die amtierenden Gemeinderäte der FÜW, Albert Gaugler, Hans Butzhammer und Robert Eder willkommen hieß.

Nach dem Totengedenken für alle verstorbenen Mitglieder verlas Monika Wolfgruber das Protokoll der letztjährigen Mitgliederversammlung. Im Anschluss daran berichtete sie über die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im letzten Jahr. Wie in den Vorjahren haben die FÜW solide gewirtschaftet und es konnten geordnete finanzielle Verhältnisse aufgezeigt werden. Kassenprüfer Johann Seibert bat daher die anwesenden Mitglieder, der Kassiererin und der gesamten Vorstandschaft Entlastung zu erteilen, die einstimmig und ohne Enthaltungen erteilt wurde.

Franz Mooser berichtete anschließend über Veranstaltungen und Termine im abgelaufenen Vereinsjahr. Da in der Gemeinde einige Vereinsjubiläen anstanden und die Mitglieder der FÜW in den örtlichen Vereinen stark verwurzelt sind und dort vielfach in der Verantwortung stehen, wurden sie dabei in ihrer Funkion in Anspruch genommen. Unter anderem nahmen Mitglieder der FÜW Saaldorf-Surheim bei einer Klausurtagung der Kreis-FW in Inzell im April letzten Jahres teil, wo wichtige Themen bezügich der politischen Arbeit der nächsten Jahre besprochen wurden. Anfang Juli 2015 fand ein Treffen zwischen der FÜW und der FBL Laufen in Leobendorf statt, bei der gemeindeübergreifende Themen behandelt wurden. Ende August organisierten die Mitglieder Renate Butzhammer und Julia Herrgott wieder ein Ferienprogramm für Kinder ab 8 Jahren, das sehr gut angenommen wurde.

Am 7. September hielt Hubert Aiwanger, auf Einladung der Kreis-Freien Wähler und mit tatkräftiger Unterstützung der örtlichen Mitglieder im Rahmen der Festwoche des Burschenvereins Surheim eine äußerst interessante Rede, die sehr durchdacht und mit alternativen Vorschlägen zum derzeitigen Politikbetrieb versehen und in keiner Weise polemisch durchdrungen war.

Im September fand schließlich die gut besuchte alljährliche Grillfeier der FÜW in Saaldorf statt.  Im September fanden zwei Treffen zwischen FÜW und FBL Laufen statt, bei denen aktuelle politische Probleme besprochen wurden, unter anderem durch an der Salzach sowie am Bahnhof in Laufen. Hans Haunerdinger informierte dabei die Teilnehmer über aktuelle Entwicklung der Milchpreise und die Probleme, die der Landwirtschaft dabei entstehen.

Am 26. November konnte Steuerberater Peter Veiglhuber von der BERATA-Steuerberatungs-GmbH zu einem gut besuchten Vortrag über Erbschafts- und Schenkungssteuer gewonnen werden. Er erläuterte die Grundlagen dieser Steuerart, insbesondere im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Auch auf Gefahren der Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie deren rechtzeitige Abwendung ging der Referent ein.

Wie jedes Jahr nahmen Mitglieder der FÜW bei der Luftgewehr-Gemeindemeisterschaft teil. Am 11. Januar organisierte die FÜW wieder im Gemeindebereich die Christbaum-Abholaktion, bei der die gesammelten Christbäume sofort zu Hackschnitzel verarbeitet wurden, die zur Heizung der Saaldorfer Mehrzweckhalle verwendet werden.

Zum Abschluss seines Tätigkeitsberichtes dankte Mooser allen Vorstandsmitgliedern, dem Vereinsausschuss sowie allen aktiven Helfern für die reibungslose und hervorragende Zusammen- und -mitarbeit. Geehrt wurde Thomas Knab für sechs Jahre Tätigkeit als zweiter Vorstand sowie für 12-jährige Tätigkeit als erster Kassier.

Als nächstes standen Neuwahlen auf dem Programm, wobei einige Ämter neu besetzt wurden. Erfreulich war dabei, dass sich auch weibliche Mitglieder zur Wahl stellten. Als Wahlleiter fungierte Franz Singhartinger. Franz Mooser wurde im Amt des ersten Vorstands bestätigt. Neu als zweiter Vorstand wurde Monika Veiglhuber gewählt. Auf den Posten des ersten Schriftführers und des zweiten Kassiers wurden Christian Fiala und Monika Wolfgruber wieder gewählt. Die Ämter der beiden Beisitzer wurden von den neugewählten Thomas Knab und Erwin Rottler übernommen. Als zweiter Schriftführer und zweiter Kassier wurden Alois Hagenauer und Peter Veiglhuber gewählt. Als Beisitzer im erweiterten Vorstand erhielten Simon Prechtl und Albert Mitterhuber ebenso wie alle vorgenannten sämtliche Stimmen aller Anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

Im Anschluss an die Neuwahlen berichteten die drei Gemeinderatsmitglieder über die aktuelle Arbeit im Gemeinderat. Albert Gaugler  berichtete über die Aufstellung neuer Bebauungspläne, Hans Butzhammer stellte den Gemeindehaushalt 2016 in groben Zügen vor und Robert Eder berichtete von Überlegungen den Kiesabbau in Berchtolding in tieferen Zonen durchzuführen. Danach gab es noch eine lebhafte Diskussion und Aussprache zu verschiedenen Themen, unter anderem zum Neubau der Staatsstraße 2104 im Bereich Neusillersdorf, zum Thema Bahnhaltepunkt Surheim sowie zu den Vorteilen eines Rufbufsystems im öffentlichen Nahverkehr in ländlichen Regionen.

Zum Schluss dankte der wiedergewählte 1. Vorstand Mooser allen Teilnehmern für ihre Teilnahme an der Versammlung und wünschte einen guten Weg nach Hause.

 

Die neue Vorstandschaft der FÜW Saaldorf-Surheim: (von links nach rechts) Mitterhuber Albert, Prechtl Simon, Veiglhuber Peter, Butzhammer Hans, Knab Thomas, Veiglhuber Monika, Hagenauer Alois, Mooser Franz, Eder Robert, Wolfgruber Monika, Gaugler Albert. Auf dem Bild fehen Christian Fiala und Erwin Rottler

Die neue Vorstandschaft der FÜW Saaldorf-Surheim:

(von links nach rechts) Mitterhuber Albert, Prechtl Simon, Veiglhuber Peter, Butzhammer Hans, Knab Thomas, Veiglhuber Monika, Hagenauer Alois, Mooser Franz, Eder Robert, Wolfgruber Monika, Gaugler Albert. Auf dem Bild fehen Christian Fiala und Erwin Rottler

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch heuer wieder von den Freien Überparteilichen Wähler (FÜW) Saaldorf-Surheim die Christbaumabholaktion durchgeführt. Von den Gemeindebürgern in Saaldorf und Surheim wurde diese umweltfreundliche freiwillige Aktion wie jedes Jahr auch dieses Mal wieder gerne angenommen. Bei den für diese Jahreszeit angenehmen  Temperaturen hat man mit drei landwirtschaftlichen Fahrzeugen alle Straßen der beiden Orte abgefahren, und die sauber abgeräumten Christbäume aufgeladen und zum Bauhof nach Obersurheim gebracht. Gleich direkt vom Kipper wurde die große Anzahl der Bäume in den Häcksler gegeben und die zu Hackschnitzel verarbeiteten Bäume gleich direkt auf den gemeindlichen Anhänger geblasen.

160128 saaldorf christbaum

Die Hackschnitzel werden von der Gemeinde in der Heizungsanlage der Mehrzweckhalle verwendet. Mit der direkten Verarbeitung hat man für die Gemeinde neben einem zusätzlichen Arbeitsaufwand auch Kosten gespart. Die FÜW bedankt sich recht herzlich bei den drei Landwirten und der Jagdgenossenschaft Saaldorf für die kostenlose zur Verfügungsstellung der Fahrzeuge und Häcksler.

Auf dem Bild sieht man die fleißigen Mitglieder der FÜW Saaldorf-Surheim beim Häckseln der Bäume.