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Ein Narr, der schlecht darüber denkt

Als Stadtrat der FWG Bad Reichenhall bin ich sicher völlig unverdächtig, zu den Unterstützern des Herrn Dr. Lackner zu gehören. Es ist auch das legitime demokratische Recht des Herrn Dr. Lung in der Mitgliederversammlung der CSU gegen Herrn Dr. Lackner zu kandidieren. Das macht Demokratie aus, das macht sie lebendig. Was mir allerdings sauer aufstößt ist die Tatsache, dass der Vorstand der CSU, dessen Vorsitzender Herr Dr. Lung ist, die Nominierungsversammlung beim Seewirt am Thumsee abhält. Weniger wohlmeinende Zeitgenossen könnten auf den Gedanken kommen, dass da System dahinter steckt, zumal eine Auskunft vom Gasthof Bürgerbräu ergab, dass dort der Europasaal, in dem die CSU seit Menschengedenken ihre Versammlungen abhält, an dem besagten Tag frei wäre.  Man könnte nämlich durchaus denken, dass die Gefolgsleute von Dr. Lung hoffen, dass der schwer zu erreichende Ort viele Lackner-Getreue (häufig ältere Mitglieder ohne eigenes Auto) von der Teilnahme abhalten könnte. Wenn das so wäre, so wäre das schlechter Stil. Der scheint ja bei der CSU im Landkreis mittlerweile üblich zu sein. Man muss nur in die Nachbargemeinde Piding schauen. Herr Dr. Lung hat das aber sicher nicht nötig und er hat bestimmt gute Gründe für den ungewöhnlichen und abgelegenen Versammlungsort.

Friedrich Hötzendorfer
FWG Stadtrat

Auf großes Interesse in der Bevölkerung stieß der FWG-Stammtisch, in dessen Rahmen der gemeinsame OB-Kandidat von FWG, SPD, GRÜNEN und FDP erstmals in der Öffentlichkeit Rede und Antwort stand. Sogar weitere Stühle mussten herbei geschafft werden, um allen Besuchern einen Sitzplatz bieten zu können.

Boris Bregar führte souverän durch den Abend und bewies schon an diesem Abend, dass er kommunalpolitisch durchaus auf dem Laufenden ist. Kein Thema, keine Frage brachte ihn in Erklärungsnot, immer konnte er eloquent und sachkundig antworten.

Seinen persönlichen Werdegang schilderte er lebendig und abwechslungsreich. 1970 in Eggenfelden geboren, kam er schon als Schüler in das Berchtesgadener Land, legte an der CJD-Schule in Berchtesgaden die mittlere Reife ab und leistete nach dem Fachabitur seinen Zivildienst in Bad Reichenhall. Seit Jahren lebt er in Bad Reichenhall, so dass er den von ihm so bezeichneten „Geburtsfehler“, ein Niederbayer zu sein überwunden zu haben glaubt. Sein beruflicher Werdegang ist gekennzeichnet von einer gesunden Mischung aus Praxis und akademischer Bildung. Nach dem Grundstudium zum Bauingenieur wechselte er in eine Zimmererlehre und machte da seinen Meister. Auf der Fachschule für Bautechnik in München fügte er der Praxis die Theorie hinzu, so dass er für seinen beruflichen Werdegang gut gerüstet war. Als Montageleiter bei einer Fertighausfirma verdiente er sich erste Sporen, stieg dann auf zum Geschäftsführer einer Montagefirma, führte bis zu 25 Mitarbeiter als Vertriebsleiter DACH der Firm TOX- Dübel und ist seit 2015 selbständig als Verkaufs- und Kommunikationstrainer. Als 1. Vorstand des Ski-Klubs Bad Reichenhall, Wegepate des DAV -Sektion Bad Reichenhall- und Mitorganisator des Thermenlaufs ist er in Bad Reichenhall gut vernetzt und umfangreich ehrenamtlich tätig.

Als sein erstes kommunalpolitisches Ziel nannte er seine Vision: „gemeinsam für Bad Reichenhall, wo wir alle gerne sind“. Schon aus der Tatsache dass er von drei Parteien und einer Gruppierung zum Kandidaten gekürt wurde, verpflichte ihn, als Mittler der verschiedenen Positionen zu fungieren. Das sei, so Bregar, besonders heute in Zeiten der weit verbreiteten Polarisierung von größter Bedeutung. Nicht gegeneinander sondern nur miteinander erreiche man etwas.

Natürlich kam aus dem Publikum die Frage, wie er denn damit umgehe, dass die vier ihn Nominierenden nicht in allen Fragen einer Meinung seien, so zum Beispiel beim Kirchholztunnel oder beim geplanten Wasserkraftwerk an der Nonner Rampe. Da halte er sich an die bestehende Beschlusslage, so Bregar. Und er sei sicher, dass bei dem nun notwendigen neuerlichen Planfeststellungsverfahren auch Verbesserungen z.B. für den Golling zu erreichen sein werden.

Bregar überzeugte seine Zuhörer davon, dass er sich auf das, was kommt, sichtlich freut und dass er mit großer Energie als Oberbürgermeister für alle das Amt antreten würde, so er denn gewählt wird.

Am kommenden Montag, den 01. Juli, lädt die Freie Wählergemeinschaft Bad Reichenhall alle Bürgerinnen und Bürger zu einem öffentlichen Infoabend ein. Der von FWG, Grünen, SPD und FDP nominierte Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Boris Bregar, wird sich dabei den Bürgern vorstellen und steht selbstverständlich für Fragen, Diskussionen und persönliches Kennenlernen gerne zur Verfügung.

Beginn des Infoabends ist um 19:30 Uhr in den Bad Reichenhaller Poststuben. Auch werden FWG-Vorstandsmitglieder und Stadträte anwesend sein, mit denen sich ebenso ausgetauscht werden kann. Über zahlreiches Erscheinen der Bürgerschaft würden sich FWG und OB-Kandidat Boris Bregar sehr freuen.

Die Ortsverbände von FWG, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP schicken Boris Bregar als gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidaten für Bad Reichenhall in der Kommunalwahl 2020 ins Rennen.

Bei der gemeinsamen Nominierungsversammlung am 23.05.2019 wurde Boris Bregar mit 93% der anwesenden Wahlberechtigten von FWG, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zum gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidaten gewählt.

 Am 15.März 2020 werden wichtige Weichen für die Zukunft Bad Reichenhalls gestellt. Der Oberbürgermeister hat in Bayern eine starke Stellung. Er leitet die Gemeindeverwaltung, vollzieht die Beschlüsse des Stadtrates und vertritt die Kommune nach außen. Eine vielfältige und anspruchsvolle Aufgabe, die großes Engagement und Führungsstärke voraussetzt.  Die große Verwaltung Bad Reichenhalls muss geführt werden, um den zahlreichen und stetig steigenden Aufgaben nachzukommen. Auch steht der  Oberbürgermeister  dem  Stadtrat vor, der in Bad Reichenhall  mit 24 Personen besetzt ist. Dieser entscheidet auf Grundlage  der vom Oberbürgermeister und Verwaltung erstellten Beschlussvorlagen über die wichtigsten Belange unserer Stadt. Weiterhin ist es dann Aufgabe des Oberbürgermeisters diese Entscheidungen nach außen zu tragen und gemeinsam mit der Verwaltung in angemessenem Zeitrahmen umzusetzen.

In der Geschichte Bad Reichenhall gibt es nun zum ersten Mal einen Kandidaten der für vier Parteien zum Oberbürgermeisterkandidaten nominiert wurde, mit dem Ziel eine gute Alternative anbieten zu können. FWG, SPD, Grüne und FDP setzen im Dialog auf einen starken Kandidaten, der Bad Reichenhall weiterentwickeln, sowie in enger Zusammenarbeit mit Verwaltung und  Stadtrat, voran bringen kann.

Mit Boris Bregar schickt man  einen  Oberbürgermeisterkandidaten ins Rennen, der das Amt mit Führungsstärke sowie Respekt und Wertschätzung  gegenüber Mitarbeitern und Bürgern ausführen würde,  hierüber sind sich alle Ortsverbände einig.

Aus Sicht der FWG hat sich in der interessanten Kandidatensuche  Boris Bregar mit einer mitreißenden Vorstellung seiner Person, seiner Ideen und seinen hohen Ansprüchen an die Ausfüllung des Amtes eines Oberbürgermeisters, verdient  durchgesetzt.  Im Vorfeld wurde durch die FWG ein ausführliches Anforderungsprofil aufgesetzt, es gab einige Interessierte Bewerber, die sich sehr geehrt fühlten, für das höchste kommunale Amt in Bad Reichenhall in Frage zu kommen.

Die FWG sieht es als Ihre Verpflichtung und wichtiges Ziel an, für Bad Reichenhall einen Oberbürgermeister zu gewinnen, der sämtlichen Anforderungen des Amtes gerecht wird und unsere Stadt durch schwierige Zeiten mit Führungsstärke und Weitblick führt.

Die SPD betont, dass Boris Bregar mit  Erfahrungen in  der Mitarbeiterführung  beste Voraussetzungen als Behördenchef hat. Es bestehen auch keine Zweifel, dass er sich die fehlende kommunalpolitische Erfahrung in enger Einbindung der Verwaltung und der beteiligten Parteien aneignen wird. In seiner Bewerbung gab er als Vision eine Alpenstadt an, in der wir alle gern gemeinsam leben und verdient somit unsere Unterstützung, so die SPD.

Für Bündnis 90/ Die Grünen ist Boris Bregar nicht nur ein Kandidat, der die Fähigkeit eine Verwaltung zu führen mitbringt, sondern auch ein Menschen, der als Oberbürgermeister die Interessen der Stadt wahrnehmen und auf einen guten Weg bringen wird. Die Alpenstadt braucht eine intakte Umwelt als Lebensader, die nicht zerstört werden darf. Mit der Entscheidung für ihn als gemeinsamen Kandidaten, soll der derzeitigen Stagnation entgegengesetzt werden, mit einem Oberbürgermeister, der sich für die Stadt stark macht und sie voran bringt.

Die FDP sieht in Boris Bregar einen Kandidaten, der Bad Reichenhall als Gesundheitsstadt und lebenswerte Heimat stärken wird und für  ein Miteinander der Generationen, Ansiedlung neuer zur Stadt passender Unternehmen  und bezahlbaren Wohnraum eintreten wird. Boris Bregar verfügt über die Gabe, Menschen für Teilnahme und Engagement zu begeistern, so die FDP.

Die Herausforderungen eines gemeinsamen Oberbürgermeisterwahlkampfes ist den Ortsverbänden sehr wohl bewusst, befindet man sich doch in Konkurrenz um die Besetzung der Plätze im Stadtrat. Dennoch wird der Schritt eines gemeinsamen Kandidaten gegangen um das große Potential  unserer Heimatstadt  Bad Reichenhall mit einem weitsichtigen Konzept auszuschöpfen. FWG, SPD, Grüne und FDP sind sich einig, einen fairen, demokratischen und Themenbezogenen Wahlkampf zu führen.

Im Bild von links nach rechts; Guido Boguslawski (SPD), Julia Schmied (Bündnis 90/Die Grünen), OB-Kandidat Boris Bregar, Ingrid Porbeck (FDP) und Hans-Jürgen Frankenbusch (FWG)

Im Bild von links nach rechts; Guido Boguslawski (SPD), Dr. Pia Heberer (Bündnis 90/Die Grünen), OB-Kandidat Boris Bregar, Ingrid Porbeck (FDP) und Hans-Jürgen Frankenbusch (FWG)

 

Hans-Jürgen Frankenbusch (FWG)
Guido Boguslawski (SPD)
Dr. Pia Heberer (Bündnis 90/Die Grünen)
Ingrid Porbeck (FDP)

Fünf junge Damen der Ortsgruppe „Fridays for Future“ beindruckten die zahlreich erschienen Besucher des FWG-Info–Abends mit fundiertem Wissen und eloquentem Vortrag über Klimawandel und die Forderungen, die ihre Organisation erhebt. Sie haben seit März 2019 schon drei Demonstrationen mit insgesamt 460 Teilnehmern organisiert. Und dies nicht nur an schulpflichtigen Tagen, sondern auch in den Ferien, in letzteren war die Beteiligung sogar am höchsten. In Deutschland gibt es schon etwa 400 Ortsgruppen, die basisdemokratisch organisiert und miteinander vernetzt sind. Zwar war Greta Thunberg die Auslöserin der Bewegung, jedoch steht man dem Personenkult, der insbesondere von der Presse betrieben wird durchaus kritisch gegenüber. Die Sache soll im Vordergrund stehen, nicht eine Person. Zur Sache hat die Bewegung sechs Forderungen an die Politik: Netto-Null bis 2030, Kohleausstieg bis 2030, Energiegewinnung ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen ab 2030, Ende der Subventionen für fossile Energieträger, abschalten von ¼ der Kohlekraftwerke noch in 2019, Einführung einer CO2-Steuer. Letztere würde den Liter Benzin um etwa 43 Cent, ein Kilo Rindfleisch um 2,50 € eine Flugreise von München nach Hamburg um 28,80 € und nach Australien um 2000 € verteuern. Grundlage für die Forderungen sei die Feststellung des Weltklimarats ( IPPC), wonach der Klimawandel in 11 Jahren unumkehrbar ist, sollten nicht endlich Gegenmaßnahmen getroffen werden. Die Aktivistinnen aus Bad Reichenhall betonen, dass sie keine Panik verbreiten wollten, aber die globalen Kipppunkte seien dramatisch nahe. Vom Abschmelzen der Polkappen bis zum Versiegen des Golfstromes reichten die Szenarien. Es müsse endlich Schluss damit sein, dass immer nur Politik für die Alten gemacht wird. Diese stehle der Jugend ihre Zukunft. Das wolle sie nicht mehr hinnehmen. Auch auf der lokalen Ebene könne man viel tun. So wird die Reichenhaller Ortsgruppe einen Forderungskatalog an den OB und die Stadträte übermitteln. Der sei gerade in Arbeit und beinhalte z.B. die Verbesserung der Fahrradwege, regelmäßig wenn auch nicht immer vegetarisches Essen aus regionalen Produkten beim Schulessen und in den Kantinen, ausschließliche Verwendung von Umweltpapier in der Verwaltung, weitgehender Verzicht auf Plastik und vieles mehr.

In der von Stadtrat Friedrich Hötzendorfer moderierten Fragerunde zeigten sich die Apologetinnen der Klimawende auch bei kritischen Fragen äußert sachkundig und sattelfest in allen Sachthemen. Auf Frage warum denn ausgerechnet während der Schulzeit demonstriert wird erwiderten sie lapidar, „damit wir endlich zur Kenntnis genommen werden“. Und Vergnügen sei es sicher nicht bei Kälte und  Regen auf der Straße zu stehen. Den in Konstanz vom Stadtrat beschlossenen „Klimanotstand“ sehen sie eher kritisch als reine Symbolpolitik. Den Vorwurf, dass sie nur fordern, aber keine Lösungen hätten konterten die Damen mit dem verblüffend einfachen aber zutreffenden Satz: „Es ist Aufgabe der Politik, Lösungen zu schaffen, Aufgabe der Jugend ist es, sie zu fordern“. Auch der relativ geringe Anteil Deutschlands am weltweiten CO2-Ausstoß ist für die jungen Aktivistinnen kein Grund zu verzagen oder die Hände in den Schoß zu legen. Denn sie sehen einen großen Einfluss Deutschlands in der EU und die Tatsache, dass die Entwicklungs- und Schwellenländer den Industrienationen immer nacheifern. Und da müssten wir mit gutem Beispiel vorangehen, die westliche Welt müsse die Standards setzen. FWG-Fraktionssprecher Gerhard Fuchs pflichtete bei, dass Deutschland als Industrienation vorangehen muss, das werde unserem Land nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch eher nutzen, als schaden.  Er forderte aber auch, dass die Initiative über die Eliten hinausgehen, also breiten Rückhalt in der Bevölkerung finden müsse, sonst sei sie zum Scheitern verurteilt. Dem stimmten die Abiturientinnen rückhaltlos zu: „die umweltfreundliche Zukunft muss eine sozial gerechte Zukunft sein“. Darüber waren sich zum Ende der Veranstaltung alle einig.

Die Vertreterinnen der Ortsgruppe Bad Reichenhall „Fridays for Futurre“ v.l.n.r. Sarah von Sachs, Anna Schaffert, Magdalena Spring, Klara Spring, Annemarie Procksch
Die Vertreterinnen der Ortsgruppe Bad Reichenhall „Fridays for Futurre“ v.l.n.r. Sarah von Sachs, Anna Schaffert, , Magdalena Spring, Klara Spring, Annemarie Procksch