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Foto Bad Reichenhall

Rund 30 Mitglieder folgten der Einladung der Vorstandschaft zur diesjährigen Weihnachtsfeier. Diese begann mit einem sehr stimmungsvollen Gottesdienst in der Pater Rupert Mayer Kapelle in der Kaserne Bad Reichenhall. Thomas Stegmann, Leiter von Wortgottesdienstfeiern, verstand es ausgezeichnet, das außergewöhnliche  Ambiente der Kapelle auch in seinen Worten zu spiegeln. 

Im Anschluss daran fand man sich im Garten des Gasthauses Heimgarten ein, wo im Lichte der Feuerschale Glühwein und Punsch zum Aufwärmen genossen wurde. Die Vorsitzende Karin Freyer begrüßte hier die anwesenden Gäste, machte einen kurzen Rückblick auf die weltpolitischen sowie kommunalen Themen des Jahres, bevor Sie sich recht herzlich bei den vier Stadträten der FWG für Ihr ehrenamtliches Engagement bedankte. Daran anschließend genoss man miteinander in geselliger Runde ein leckeres Abendessen.

Weihnachtsfeier der FWG Bad Reichenhall

Weihnachtsfeier der FWG Bad Reichenhall

In einer kombinierten Wahl durch Briefwahl und einer Online-Versammlung wurde Karin Freyer zur neuen Vorsitzenden der FWG Bad Reichenhall gewählt. Gisela Kaniber und Kari Stock zu ihren beiden Stellvertreterinnen. Wie auch im Stadtrat, so nun auch in der Vorstandschaft, setzen die FWGler auf die Fähigkeiten beider Geschlechter, ganz ohne Quotenvorgabe.

In der Online-Mitgliederversammlung begrüßte der bisherige Vorsitzende Hans-Jürgen Frankenbusch die teilnehmenden Mitglieder und berichtete über die Vorstandsarbeit der letzten Zeit. Anschließend gab Friedrich Hötzendorfer als Fraktionssprecher Einblicke in die Arbeit der Stadträte, bevor Fritz Grübl den Kassenbericht vorstellte. Darauf erfolgte die Entlastung der gesamten Vorstandschaft, bevor die Auszählung der Briefwahl durchgeführt wurde. Die Vorstände Freyer, Kaniber und Stock werden durch Fritz Grübl und Peter Herndl als Kassiere unterstützt. Zum Pressereferent wurde Gerhard Landvogt gewählt, das Amt der Schriftführer nehmen künftig Gerlinde Brosig und Frank Kammel wahr. Als künftiger Ortsteilsprecher Marzoll fungiert Manfred Helminger. Im Anschluss an die Wahl bedankte sich Freyer bei dem scheidenden Vorstand Hans-Jürgen Frankenbusch für seine Arbeit der letzten Jahre. Auch die beiden ausgeschiedenen Stadträte Gerhard Fuchs und Peter Herndl wurden mit einem Geschenkkorb für ihre langjährige Tätigkeit geehrt.

Karin Freyer

Karin Freyer, 1. Vorsitzende FWG Bad Reichenhall

Anlässlich des Weltfrauentages spendeten etliche Mitglieder der FWG Bad Reichenhall 550€ für das Frauenhaus in Rosenheim. In der Sitzung des Kreisausschusses vom 13.11.2020 kündigte Landrat Kern an, ein dringend benötigtes Frauenhaus im Landkreis zu errichten. Die FWG Bad Reichenhall begrüßt dies und möchte mit der Spende das Vorhaben in den Fokus der Öffentlich lenken. Laut diverser Meldungen ist in den letzten Jahren eine Zunahme gewalttätiger Übergriffe an Frauen zu verzeichnen, der lange Lockdown verbessert diese Situation nicht. Die nächstgelegenen Frauenhäuser befinden sich in Rosenheim und Burghausen.

Leider ist die Zahl der Plätze in den Frauenhäusern immer noch begrenzt, teilweise mussten in den vergangenen Monaten – mitten in der Pandemie – dutzende bis hunderte Frauen abgewiesen werden. Der Europarat empfiehlt pro 7500 Einwohner einen Frauenhausplatz. In Bayern liegt der Wert hierfür aktuell bei 0,46.  Aber: nicht nur in Bayern, die Mehrheit der Bundesländer verfehlt damit ein Ziel, das in der sogenannten Istanbul-Konvention längst vereinbart wurde.

Bild der Spendenübergabe: Frau Weiß, Leiterin der Interventionsstelle Traunstein, Karin Freyer, Vorsitzende der FWG Bad Reichenhall, Fr. Hinkel, Geschäftsführerin SkF Südostbayern

Bild der Spendenübergabe: Frau Weiß, Leiterin der Interventionsstelle Traunstein, Karin Freyer, Vorsitzende der FWG Bad Reichenhall, Fr. Hinkel, Geschäftsführerin SkF Südostbayern

Die FWG Bad Reichenhall hat sich entschieden, keine Wahlempfehlung für die Landrats- und Oberbürgermeisterstichwahl auszusprechen.

Es ist uns ein großes Anliegen den Wählerinnen und Wählern ein herzliches Dankeschön für das entgegengebrachte Vertrauen auszusprechen. Es zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger einen starken Glauben an die kommunalpolitischen Ziele der FWG gesteckt haben. Uns ist es ein Anliegen, für diese Themen und Ziele im neuen Stadtrat Mehrheiten zu finden, zum Wohle unserer Stadt. Die Mitglieder der FWG werden die neue Stadtratsfraktion der FWG bei der Umsetzung der vielfältigen Aufgaben unterstützen. In den nächsten Tagen und Wochen werden die Verantwortlichen mit den verschiedenen Parteien und Gruppierungen Gespräche suchen, um die zukünftigen Aufgaben die auf die Stadt zukommen, gemeinsam lösen zu können. 

Die FWG bedankt sich schon mal auf diesem Wege bei den scheidenden Stadträten Gerhard Fuchs, Peter Herndl und Friedrich Hötzendorfer für die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Stadtrat zum Wohle für Bad Reichenhall. Alle drei wurden von den Wählerinnen und Wählern von den hinteren Listenplätzen nach vorne gewählt, dies zeigt das starke Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die noch amtierenden Stadträte.

Die FWG Bad Reichenhall wünscht sich eine hohe Wahlbeteiligung bei den Stichwahlen. Entscheiden Sie sich frei, sowohl bei der Wahl des Oberbürgermeisters als auch bei der Wahl des Landrates. Machen sie zum Wohle unserer Stadt und unseres Landkreises von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Hans-Jürgen Frankenbusch
1.Vorsitzender

Der Stadtratskandidat der FWG, Stefan Windstoßer (Listenplatz 8), von Beruf Baubiologe, hielt beim Info Abend der FWG über das Thema „Energiewende für Bad Reichenhall“ einen fachkundigen und zukunftsweisenden Vortrag. Um das ehrgeizige Ziel der FWG, die Stadt bis 2030 energieautark zu machen, erreichen zu können, zeigte der Referent ein ganzes Bündel an Möglichkeiten auf - nur auf einen Ansatz zu setzen, erscheint nicht erfolgversprechend. Soll die Energiewende wirklich gelingen, so muss mit deren Umsetzung gerade vor Ort in der kommunalen Ebene begonnen werden.

Denn Stromtransport verbrauche Strom, so der Referent. Darüber hinaus stoßen bekanntermaßen die Stromtrassen vom Norden in den Süden auf vielfachen Widerstand in der Bevölkerung. So macht es Sinn, so viel Strom wie möglich direkt bei uns zu produzieren und, wenn nötig nach Speicherung, dann vor Ort zu verbrauchen.

Möglich wird das indem wir unsere Ressourcen nutzen. Dank vieler Föhnwetterlagen in unsere Heimat, kann der Reichenhaller Talkessel mit besonders vielen Sonnenstunden aufwarten. Windstoßer rief dazu auf, dass die Stadt sich das zunutze machen sollte und z.B. mit einer Bürgersolargenossenschaft so viele Reichenhaller Dächer wie möglich mit einer Photovoltaik-Anlage auszustatten. Auch ein Flusskraftwerk in der Saalach sollte nicht kategorisch abgelehnt werden. Aus den Reihen der anwesenden Stadträte wurde bei der Gelegenheit der Wille der FWG bekräftigt, das geplante Kraftwerk an der Nonner Rampe zu realisieren. Noch einmal wurde darauf hingewiesen, dass die Saalach im Reichenhaller Tal in einem künstlichen Bett fließt, das beim Bau des Kiblinger Kraftwerks Anfang der 20. Jahrhunderts geschaffen worden war. Der immer wieder aufkeimenden Kritik, das Kraftwerk würde den schönen Blick vom Nonner Steg auf das Müllner Horn verschandeln, wurde entgegen gehalten, dass der Steg über kurz oder lang ohnehin zu erneuern sein wird und er dann z. B. direkt über dem Kraftwerk errichtet werden könnte.

Die so gewonnene elektrische Energie wird in Batteriesystemen, Flusszellenspeicher, Hubspeicheranlagen und Schwungradspeichern gelagert und bei Bedarf in der Nacht wieder ins Netz abgegeben. Überschüsse werden mit einer PowerToGas-Anlage zu H2 Wasserstoff verarbeitet und in Gasspeichern zwischengelagert. Ein nachgeschaltetes Blockheizkraftwerk verwandelt den H2 Wasserstoff  z.B. in den Wintermonaten zu Wärme für das Fernwärmenetzt und zu Grundlaststrom. Eine Biogasanlage rundet das Konzept ab. Dazu zeigte der Referent Beispielbilder von solchen Anlagen und erklärte fachkundig ihre Funktionsweise.

Dadurch ergeben sich für Reichenhall folgende Vorteile, die in Zukunft immer wichtiger werden: Dauerhaft geringere Betriebskosten, Unabhängigkeit von zentralen Energieversorgern, Versorgungssicherheit bei Stromausfällen und Einnahmen für die Stadt bzw. die stadteigenen Stadtwerke.

Die Oberbürgermeisterkandidatin Ania Winter der FWG bedankte sich bei Stefan Windstoßer ganz besonders für die vielen innovativen Ideen und auch dafür, dass er bereit ist durch seine Stadtratskandidatur sein Engagement und sein Know-How für einen Energiewende in Bad Reichenhall einbringen zu wollen.

Zum Schluss appellierte der Referent an die Anwesenden, die Energiewende auch auf örtlicher Basis entschlossen anzupacken, denn dadurch  schaffen wir  eine lebenswerte Stadt für nachfolgende Generationen, bekommen überregional Vorbildcharakter und können nicht zuletzt im Tourismus mit einem Co2-neutralem  Bad Reichenhall werben, was künftig bei der Wahl des Urlaubsorts immer wichtiger werden wird.

Stefan Windsstoßer bei seinem Vortrag