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Foto Kreisverband FGW BGL

Am 05. Dezember 2020 verstarb Altbürgermeister Lucian Breuninger im 88. Lebensjahr. Ein persönliches Begleiten auf seinem letzten Weg verbunden mit einer verdienten Würdigung seiner Person und seiner politischen Arbeit ist uns in der Zeit der Corona-Pandemie ver­wehrt. Deshalb sollen seine Verdienste für die FWG Heimatliste Freilassing und den Kreis­verband der Freien Wähler Berchtesgadener Land mit diesem Nachruf ins Gedächtnis geru­fen werden.

Aus seiner Tätigkeit im Bauamt und später der Finanzverwaltung der Stadt Freilassing waren ihm wesentliche Teile der Verwaltungsarbeit einer Kommune bekannt. In über zwanzig Jah­ren hatte er dabei umfangreichstes Fachwissen und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und dann umzusetzen, angesammelt, als er 1981 von der Heimatliste Freilassing, heute Freie Wählergemeinschaft Freilassing, als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters als Nachfolger von Ludwig Lindner gewonnen werden konnte.

Er gewann die Wahl gegen Peter Geigl (CSU) und wurde zweimal wiedergewählt. Ganze 18 Jahre widmete er sich mit Leiden­schaft und Geschick der Entwicklung seiner Stadt Freilassing. Viele Meilensteine wie der Bau des Krankenhauses sind in den Medien schon genannt worden. Deshalb be­schränke ich mich auf Stichpunkte zu stadtübergreifenden Themen. Nach dem EU-Beitritt Österreichs ge­wann die Zusammenarbeit mit Salzburg zusätzliche Bedeutung auf vielen Ebenen. Verkehr, Wirtschaft, Kultur und Sport können beispielhaft angeführt werden. Das Techno-Z war sein Kind. Gefördert wurde das Projekt vom Freistaat und vom Landkreis. In der Kooperation mit dem Salzburger Techno-Z  ist die Idee einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zur Förderung eines Wirtschaftsraumes für die Zukunft angelegt worden. Diese Zusammenarbeit setzte sich mit der Euregio Salzburg-Berchtesga­dener Land-Traunstein fort, in der Lucian Breuninger lange Jahre Präsidiumsmit­glied war. Seine Mitgliedschaft im Sportausschuss des Städtetages kam den Freilassinger Sportstätten zugute. Er hatte immer beste Kenntnisse über Fördermöglichkeiten.

Von 1984 bis 2008 vertrat Lucian Breuninger die Stadt Freilassing im Kreistag des Berchtes­gadener Landes. Als Kreisrat war er von 1990 bis 2002 der Vertreter der Kreistagsfraktion in unserer Vorstandschaft. Auch die Fraktion schätzte seine Person und seine Fähigkeiten sehr. Im Jahr 1996 wurde er stellvertretender Fraktionssprecher. Dieses Amt gab er 2002 zu Gunsten von Dr. Richard Griss auf, der als Landratskandidat Georg Grabner unterlegen war, aber in den Kreistag gewählt wurde. Lucian Breuninger wollte die Arbeit des Kreistagskolle­gen unterstützen. Die Stärkung der Außenwirkung der Gruppierung und ihrer Mitglieder ging für ihn vor die Stellung der ei­genen Person. Thematisch bewies Lucian Breuninger in der po­litischen Arbeit stets seine Fähigkeit als Allrounder. Man konnte sich auf ihn verlassen. Mit dem Volksbegehren „besse­res Müllkonzept“ entstand für die Fraktion die Notwendigkeit ei­ner fundierten Meinungsbil­dung. Dazu übernahm Lucian Breuninger den eigens gegründeten Arbeitskreis „Abfall“ und lieferte aus dem Arbeitskreis heraus der Fraktion die notwendige Entscheidungsgrundlagen. In der Folge wurde er dann Verbandsrat im Zweckverband Abfall­verwertung Südostbayern beim Aufbau und Betrieb der Müllverbrennung in Burgkirchen. Hier konnte er sich für den Land­kreis und seine Bürger einbringen.

Jeder Mensch hat aber auch Steckenpferde. Für Lucian Breuninger war das u.a. die Rech­nungsprüfung. Für die Freien Wähler übte er das Amt im Kreistag für drei Perioden aus. Er war als Prü­fer genau und streng, aber mit viel Verständnis für Notwendigkeiten und größere Zusammen­hänge. Gerade wegen dieser Fähigkeit war sein Urteil immer und allseits sehr ge­schätzt.

Lucian Breuninger war stolz auf seine Stadt und den Norden des Landkreises als einem star­ken Wirtschaftsraum mit mittelständisch geprägten Unternehmen. Der Kreisrat Lucian Breuninger war nie ein Verfechter des aus der Historie heraus entstandenen Schlagwortes „Nord-Mitte-Süd“. Er pochte darauf, dass der Norden als einwohnerstärkster Teil gesehen wird und auch entsprechendes Gewicht bei der Wirtschaftskraft aufzuweisen hat. Ansonsten sah er das Miteinander verschiedener Stärken im Landkreis als notwendige und gute Grund­lage für die zukünftige Entwicklung unseres Berchtesgadener Landes.

In Trauer nahmen wir Abschied von Lucian Breuninger. Wir haben Deine Arbeit und Dich als Mensch sehr geschätzt. Du hast Ämter und Aufgaben übernommen und sie gewissenhaft und oft erfolgreich ausgefüllt, ohne Dich oder Deine Arbeit in den Vordergrund zu stellen. Wir werden Deiner und Deinen Leistungen stets in Dankbarkeit gedenken.

Lucian Breuninger

Lucian – Ruhe in Frieden.

Die Kreisvorstandschaft

Nachruf für Ludwig Prediger

Wir müssen Abschied nehmen von Ludwig Prediger. Es ist die Stunde Ludwig Prediger als den homo politicus zu würdigen und mit unserem aufrichtigen Dank als Freie Wähler aus unserer Mitte zu verabschieden. Das fällt gerade den Freien Wählern nicht ganz leicht, die mit Ihm gemeinsam im Stadtrat und im Kreistag Politik gestaltet haben.

Ein Pfarrer als homo politicus? Ja! Für Ludwig war das das Natürlichste der Welt, sich einmischen und für den/die Menschen die Stimme zu erheben, das war für ihn notwendig. Und deshalb machte es Ihn immer wieder sehr betroffen, wenn aus der Reihe der Mitbewerber bei Kommunalwahlen regelmäßig die Legitimation seiner Kandidatur zum Stadtrat und Kreistag in Frage gestellt wurde mit dem Hinweis auf seine Funktion „Pfarrer“. Er hatte aus Ende der 60er oder Anfang der 70er Jahre die Genehmigung zur politischen Betätigung von München. 

Ein homo politicus: Ja! Allein schon die Anzahl der Jahre mit ausgefüllten Ämtern und Mandaten zeigt dies deutlich:

  • 3 Perioden Stadtrat von 1978 bis 1996.
  • Von 1975 (Nachrücker) bis 2008 im Kreistag , also 32 Jahre ganze 5 Perioden

Das Amt war für Ihn tiefe Verpflichtung, das spürte man: er interessierte sich zunächst nur für den Kreistag. Warum? Seine Schule, die Berufsschule der noch kreisfreien Stadt Bad Reichenhall, wurde ab 1972 mit der Gebietsreform im neuen Landkreis BGL zusammengelegt. Die weitere Zukunft dieses Schultyps und die Bedingungen für junge Menschen waren für Ludwig als Berufschullehrer und -leiter außerordentlich wichtig. So versteht jeder, dass er auch 30 Jahre sich im Jugendhilfeausschuss des Landkreises als hoch angesehenes Mitglied engagierte.

Er engagierte sich für eine FWG im Kreis, die durch die Gebietsreform am Boden lag. Warum? REI wurde 1972 als bis dahin kreisfreie Stadt in den Landkreis eingegliedert. Und die Reichenhaller verstanden nicht, dass bei Kreistagswahlen die örtlichen Kandidaten mit Stimmen auszustatten eine zwingende Notwendigkeit für eine starke Vertretung im Kreis ist. So gab es für die Gruppierung kein Mandat für einen Reichenhaller! Ludwig Prediger rückte erst im Jahr 1975 nach und wurde dann von 1978 weg 5 Perioden sich der Wahl stellend immer wieder in den Kreistag gewählt bis er mit eigenem Entschluss 2008 dieses Mandat beendete. Und er war nie „Hinterbänkler“, er brachte sich immer voller Herzblut ein, nicht nur zu seinen Spezialthemen Schule, im speziellen Berufsschule, und Jugend. Auf seine Stimme und seine Meinung hörte man in der Fraktion, aber auch im Kreistag. Nicht von ungefähr war er dann auch von 1990 bis 1996 stellvertretender Fraktionssprecher der Kreistagsfraktion. Sein Engagement und seine Art wurden von der Bevölkerung sehr geschätzt, dies zeigte sich schon darin, dass er 1990 von Platz 11 auf der Kreistags-Liste auf Platz 4 „vorgewählt“ wurde.

Die Stadt Bad Reichenhall und der Stadtrat war Ludwig Prediger am Anfang nicht so wichtig – er konzentrierte sich auf die Berufsschulsituation im Kreis und auf Jugendthemen, und das regelte der Landkreis, nicht die Stadt! Also ließ er sich 1978 zur Stadtratswahl schließlich auf Platz 24 aufstellen – und endete nach der Auszählung auf Platz 2! Diesen Auftrag nahm Ludwig Prediger sehr ernst und engagierte sich von da an auch hart für das Gemeinwesen Stadt.

Was machte ihn nun aus?

Ludwig Prediger hatte immer ein gutes Gespür für das Denken und Empfinden in der Bevölkerung. Er war immer „nah am Volk“, erkannte früh Tendenzen und da und dort bestimmte er sie auch selbst.

Ludwig war stets ein hartnäckiger Mahner, ein Mahner für andere: meist für die Interessen der Jugend, der kleinen Leute oder der sozial wenig Begünstigten.

Er war Schnelldenker und „gnadenloser“ Analysierer! Das war seine ganz große Stärke! Dazu noch ein Meister beim „Finger in die Wunde legen“. – Und wenn es sein musste, dann geschah das auch so lange, bis es wirklich wehtat!

In den Gremien kannten ihn alle gut genug, und alle fürchteten diese Eigenschaften!

Schließlich kann der Mandatar Ludwig Prediger nicht ohne seine Weggefährten und Mitstreiter gesehen werden. Kritische Diskussionen wirkten nachhaltig und für die Entwicklung der Gruppe und des Gemeinwesens.

So schaffte es Ludwig Prediger zu inhaltlicher Führerschaft in der FWG und vor Ort. Durch seine herausragenden Talente in der Darstellung und seine Wortgewalt zog er viel Beachtung nicht allein auf sich, sondern auch auf die FWG und entwickelte so auch Dominanz auf dem Jahrmarkt der politischen Bühne. Und in der Bevölkerung nahm man Ludwig stets sein Denken auch ab und achtete es als positive Ansätze für das Gemeinwesen.

Die Stadt und auch der Landkreis verdanken seinem Einsatz und Engagement viele positive Beschlüsse und weitreichende Denkanstöße für Grundausrichtungen, die heute noch nachwirken. Egal ob für die Schulen, für die Jugend - auch bei Jugendangeboten oder Einrichtungen wie Sternenzelt oder Nachtschwärmer – oder für erneuernde Entwicklung der Stadt und des Landkreises.

Auch zahlreiche persönliche Freundschaften waren für Ihn selbstverständlich wie die Luft zum Atmen. Er konnte den Freund fordern und fördern und auch in schwierigen Zeiten beistehen.  

So nehmen wir Weggefährten in Trauer Abschied von einem Großen unserer Gruppierung und mit tiefer Traurigkeit Abschied von einem besonderen Menschen. Wir werden Deiner stets ehrend gedenken!

Ludwig – Danke für alles – Ruhe in Frieden!

Die Kreisvorstandschaft

Vor kurzem stellte sich auf Einladung der Freien Wähler BGL und der FÜW Saaldorf-Surheim deren Kandidat für das Amt des Landrats, Michael Koller, zusammen mit seiner Mannschaft für den Kreistag aus dem nördlichen Landkreis vor. Zu Beginn der gut besuchten Veranstaltung im Gasthaus Lederer in Surheim betonte der Kreisvorsitzende der Freien Wähler BGL, Dieter Nowak darauf hin, dass es sich bei der Gruppierung um keine Partei handle, sondern vielmehr um engagierte Bürger, die sich in der Kommunalpolitik einbringen würden. So erfolgt die Finanzierung des Wahlkampfs ausschließlich über Beiträge der Mitglieder und der Ortsgemeinschaften sowie über Spenden der Mandatsträger. Hervorzuheben seien auf Kreisebene vor allem die Themen Verkehr, Kliniken und Schulen. In Bezug auf den Verkehr im Landkreis müssten vor allem die Probleme mit den Straßensperrungen auf österreichischer Seite, aber auch der zunehmende Verkehr auf den Bundesstraßen 20 und 21, ebenso wie der Ausbau des ÖPNV auf Straße und Schiene angegangen werden. Es müssten in Bezug auf die Gesundheitsversorgung die bestehenden wohnortnahen Kliniken in kommunaler Trägerschaft erhalten werden und diese mit ausreichend Sachmitteln und Personal ausgestattet werden und die vom Landkreis betreuten Schulen erhalten bleiben.

Die Themen Gesundheit und Bildung liegen auch dem Kandidaten der Freien Wähler für das Amt des Landrats, dem 43jährigen Michael Koller, am Herzen.  Als Fachlehrer an der Realschule Freilassing sei ihm wichtig, dass die jungen Leute nach der Schulausbildung in der Region bleiben können. Es müssten daher genügend Ausbildungsmöglichkeiten im Landkreis vorhanden sein. So seien Projekte wie der geplante Bildungscampus in Traunstein wichtig. Er zeigte sich diesbezüglich engagierter als seine Mitbewerber um das Amt des Landrats und strebt eine Kooperation mit dem Landkreis Traunstein an. Es könne nicht allein auf Hochschulausbildung gesetzt werden, da auch Handwerker dringenst gebraucht werden. Die kommunalen Kliniken seien nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch für die Gesundheitsvorsorge in der Bevölkerung wichtig. Die Freien Wähler Bayern hätten daher auf Landesebene im Koalitionsvertrag erreicht, dass die kommunalen Krankenhäuser erhalten bleiben und auch keine Betten reduziert werden dürften. Als Landrat kandidiere er, weil ihm seine Heimat am Herzen liege. Wichtig sei ein Miteinander der demokratischen Parteien. Die Freien Wähler sind die Alternative im Landkreis. Koller sprach auch das widersprüchliche Verhalten von Parteien bzw. deren Vertreter an, die zwar Verbote und Zwang zugunsten der Natur propagierten, sich aber absolut konträr zu diesen Vorgaben verhielten, z.B. durch überdurchschnittlich viele Flugreisen. Verzicht zur Bekämpfung des Klimawandels könne nicht von einzelnen gesellschaftlichen Gruppen gefordert werden, es müsse jeder Maß halten und Energieeinsparpotentiale nützen. Bei einer Wahl als Landrat ist ihm daran gelegen, die Mitarbeiter im Landratsamt zu motivieren und Lösungen für bestehende Probleme gemeinsam und nicht über deren Köpfe hinweg zu suchen. Zur Lösung der Verkehrsprobleme im Landkreis ist es wichtig, attraktive Angebote auch bei der Bahn auf regionaler Ebene zu schaffen und die Jugendlichen an die Nutzung des ÖPNV durch günstige Tickets heranzuführen, damit sie die Angebote als Erwachsene auch weiter nutzen würden. Hinsichtlich des Wohnungsbaus sei es falsch, alleine auf den Markt zu setzen, da Beispiele in der Vergangenheit, wie der Verkauf von Wohnungen durch staatliche Institutionen, gezeigt hätten wohin dies führe. Im Landkreis sei auf genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungsbau zu setzen und hierfür mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen; er erinnerte aber auch an die Verpflichtung zur Eigentumsbildung zu vernünftigen Preisen. Ein Lob sprach Koller den heimischen Landwirten aus, die unsere Landschaft erhalten würden. Hier forderte er mehr Dialog und Respekt für diesen Berufsstand ein.

Lebendig gestaltete sich die Vorstellung der Kandidaten der Freien Wähler für den Kreistag aus dem nördlichen Landkreis, die ihre unterschiedlichen beruflichen Hintergründe und ihr ehrenamtliches Engagement sowie die sich daraus ergebenden Motive für die Kandidatur darlegten.

Der von der FÜW Saaldorf-Surheim unterstützte Bürgermeisterkandidat Andreas Buchwinkler stellte die Gemeinde kurz vor und rief als unabhängiger Kandidat dazu auf, zum Wohle der Gemeinde parteiübergreifend zusammenzuarbeiten.

Im Einzelnen kandidieren auf der Liste der Freien Wähler aus dem nördlichen Landkreis:

Platz 2: Brigitte Rudholzer, Laufen
Platz 3: Dietrich Nowak, Ainring
Platz 6: Sabrina Stutz, Teisendorf
Platz 9: Daniel Längst, Freilassing
Platz 13: Monika Veiglhuber, Saaldorf-Surheim
Platz 15: Martin Öttl, Ainring
Platz 19: Bettina Oestreich-Grau, Freilassing
Platz 20: Sissy Lang, Teisendorf
Platz 21: Anita Niederstraßer, Teisendorf
Platz 26: Verena Wimmer, Laufen
Platz 28: Veronika Ziesacher, Saaldorf-Surheim
Platz 32: Stefan Eberl, Ainring
Platz 33: Max Schnellinger, Ainring
Platz 35: Hans Niederstraßer, Teisendorf
Platz 37: Michael Steindorf, Laufen
Platz 39: Robert Eder, Saaldorf-Surheim
Platz 42: Julia Albrecht, Freilassing
Platz 45: Karl-Heinz Schauer, Laufen
Platz 47: Dietmar Eder, Freilassing
Platz 50: Hasenknopf Walter, Freilassing
Platz 52: Fritz Gasser, Teisendorf
Platz 54: Thomas Ehrmann, Freilassing
Platz 58: Thomas Eder, Teisendorf
Platz 60: Martin Strobl, Ainring

Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte sich Michael Koller in Bezug auf die Probleme der Bürger aus dem nördlichen Landkreis sehr gut informiert. Auf entsprechende Fragen aus dem Publikum ging er unter anderem auf den geplanten Ausbau der St2104 bei Neusillersdorf ein und sicherte zu, als Landrat die zeitnahe Umsetzung der Planungen beim Straßenbauamt Traunstein mit Nachdruck einzufordern. Ein Besucher sprach die Belieferung der Kliniken Südostbayern mit Lebensmitteln durch ein norddeutsches Cateringunternehmen an. Dies müsse baldmöglichst geändert werden, so Koller, und mehr auf regionale Zulieferer und Produkte gesetzt werden.

Im Bild von links nach rechts: Bürgermeister-Kandidat Daniel Längst aus Freilassing, Bürgermeister-Kandidatin Sabrina Stutz aus Teisendorf, Kreisvorsitzender Dietrich Nowak, Oberbürgermeister-Kandidatin Ania Winter aus Bad Reichenhall, Landrats-Kandidat Michael Koller, 2. Bürgermeisterin der Stadt Laufen Brigitte Rudholzer, Bürgermeister-Kandidat der Jungen Liste Saaldorf-Surheim Andreas Buchwinkler und Robert Eder aus Saaldorf

Im Bild von links nach rechts: Bürgermeister-Kandidat Daniel Längst aus Freilassing, Bürgermeister-Kandidatin Sabrina Stutz aus Teisendorf, Kreisvorsitzender Dietrich Nowak, Oberbürgermeister-Kandidatin Ania Winter aus Bad Reichenhall, Landrats-Kandidat Michael Koller, 2. Bürgermeisterin der Stadt Laufen Brigitte Rudholzer, Bürgermeister-Kandidat der Jungen Liste Saaldorf-Surheim Andreas Buchwinkler und Robert Eder aus Saaldorf

Reges Interesse zeigten die Bayerisch Gmainer an der gemeinsamen Informationsveranstaltung der Freien Wählergemeinschaft Bayerisch Gmain zusammen mit ihrem Landratskandidaten Michael Koller. Ihre Freude darüber äußerten der Ortsvorsitzende Markus Binder und Bürgermeister Wierer in ihren Grußworten. Binders Ziele dieser Veranstaltung waren die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten mit ihren kommunalpolitischen Aufträgen und für eine hohe Wahlbeteiligung der Bürger zu werben. „Nur wer mitwählt, kann auch mitbestimmen!“

Dem schloss sich Bürgermeister Wierer in seinem Grußwort an und lobte das starke Engagement bei den Freien Wählern. 16 Bewerberinnen und Bewerber aus allen Schichten der Gmainer Bevölkerung haben sich für die FWG aufstellen lassen. Damit steht eine Vielfalt aus unterschiedlichen Berufen, Interessen, Kompetenzen und kommunalpolitischer Erfahrung, insbesondere durch die langjährigen Gemeinderäte Brandauer, Binder und Wein zur Verfügung. Erfreulich auch die Tatsache, dass fast die Hälfte weibliche Bewerber sind.

Bürgermeister Wierer informierte anschließend die Zuhörer über die kommunalpolitischen Absichten der FWG in der kommenden Wahlperiode des Gemeinderats. Ein sehr wichtiges Anliegen der FWG ist eine maßvolle und an den Interessen der Bevölkerung sich orientierende Entwicklung des Ortes. Der Ortscharakter, von viel Grün und Wiesen geprägt, soll grundsätzlich erhalten bleiben. Die Gemeinde brauche zwischen Schule, Rathaus und Gästehaus ein Ortszentrum, das gesellschaftliche Impulse geben soll. Bei allen Überlegungen bedeute maßvoll auch, dass die FWG sich realistische und finanziell leistbare Ziele stecke.

Selbstverständlich wird dabei erforderlicher Wohnraum für Einheimische nicht zu kurz kommen. Man sei aber bereit, hier neben den klassischen Doppelhaushälften auch neue Wege, wie z.B. Geschoßwohnungsbau, zu gehen. Dies helfe sowohl den Flächenverbrauch als auch die Kosten zu senken. Bei den kommunalen Einrichtungen stehe deren energetische Sanierung im Vordergrund. Diese Themen werden auch in die Überlegungen des bereits angestoßenen ISEK-Verfahrens (integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) einfließen und eine wichtige Rolle spielen.

Bauthemen wecken in Bayerisch Gmain immer großes Interesse. So auch die Anfragen zur Änderung des seit 1968 gültigen Bebauungsplans für das Streitbichlgebiet. Die FWG wird dafür kämpfen, dass dieser in seinen Grundzügen unverändert erhalten bleibt. Hier gelte es Spekulationen vorzubeugen und eine dichtere Bebauung zu verhindern. Natürlich seien auch die Sicherung von Kindergarten und Schule wichtige Themen. Den Bedarf zu ermitteln und staatliche Zuschüsse zu beantragen sind aber gemeindliche Pflichtaufgaben.

Es gibt wohl keine Kommune im Landkreis, die Jugendarbeit und Ehrenamt so nachhaltig unterstützt wie Bayerisch Gmain. Diese besondere Wertschätzung für die engagierten Gmainer soll auch in Zukunft erfolgreich fortgesetzt werden. Für alle im Tourismus engagierten Bürger wäre die Einführung einer landkreisweiten Gästekarte eine wichtige Neuerung. Die Kandidaten wissen, dass nur Ausdauer und Beharrlichkeit zu diesem Ziel führen werden. Davon werden sie sich aber nicht abschrecken lassen. Zu den Zielvorstellungen der FWG brachten sich die Versammlungsteilnehmer engagiert mit Wünschen und Anregungen, auch zu weiteren Themen, ein.

Anschließend stellte sich der Landratskandidat Michael Koller vor. Er ist hauptberuflich Fachlehrer an der Realschule in Freilassing, und in seinem Zweitberuf Verwaltungsleiter des Pfarrverbandes Stiftsland Berchtesgaden. Ein großes Anliegen ist Koller der gesellschaftliche Zusammenhalt und das Miteinander aller Generationen. „Es bedarf ausgewogener Entscheidungen gerade auch im Blick auf Generationengerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit.“ Damit liegt auch der sorgsame Umgang mit der Umwelt in unserer Verantwortung! Sparsamkeit, Fleiß, Disziplin, das Gespür für Umwelt, Tier- und Pflanzenwelt früherer Generationen kann uns hier Beispiel sein!“, so Koller.

Ein gutes Beispiel für die Umsetzung sei das Programm der FWG Bayerisch Gmain, hob er lobend hervor. Der Landratskandidat der Freien Wähler steht für eine authentische Politik, er ist der Tradition verpflichtet und unserer Kultur verbunden. Seine Erfahrungen aus Handwerk, Lehramt, Verwaltung, Ehrenamt und Kommunalpolitik möchte Michael Koller weiterhin einbringen und die Zukunft des Landkreises aktiv mitgestalten. Tradition und Herkunft, unsere Werte und unser Kapital sollen behutsam fortentwickelt, geschickt an das Heute angepasst werden.

Nur so kann der Spagat gelingen zwischen Bodenständigkeit und attraktiven Arbeitsplätzen in zukunftsfähigen regionalen Betrieben, in Handwerk, Gewerbe und Industrie wie auch im Tourismus. Abschließend lobte Koller, dass sich auch zwei Kandidaten (Armin Wierer und Markus Binder) aus der Gmainer FWG um ein Kreistagsmandat bewerben.

Ortsvorsitzender Markus Binder, Landrats-Kandidat Michael Koller und 1. Bürgermeister Armin Wierer

Ortsvorsitzender Markus Binder, Landrats-Kandidat Michael Koller und 1. Bürgermeister Armin Wierer

Die Kandidatinnen und Kandidaten der FWG Bayerisch Gmain für den Gemeinderat

Die Kandidatinnen und Kandidaten der FWG Bayerisch Gmain für den Gemeinderat

In der letzten großen Veranstaltung der Freien Wähler Berchtesgadener Land stellte sich Michael Koller als Landratskandidat nun auch im südlichen Landkreisteil vor. Sein Programm, seine Vorstellungen über die Ziele wie auch seine Mannschaft, die Kandidaten auf der Kreistagsliste, fanden großen Anklang im brechend vollen Bräustüberl in Berchtesgaden. Auch wenn es für Koller ein Heimspiel war, so zeigte er doch sehr deutlich sein Profil und seine Vorstellungen für die Position Landrat auf, die ihn nach Meinung der Zuhörer durchaus von seinen Mitbewerbern unterscheiden.

Michael Koller, Eva Gottstein und Dieter Nowak

Dieter Nowak begrüßte als Kreisvorsitzender mit großer Freude die vielen Zuhörer im Braustüberl, immer wieder unterbrochen von Nachzüglern, für die noch Stühle herbeigeschafft werden mussten. Er stellte knapp die Finanzierung des Wahlkampfs dar, der über Mitgliedsbeiträge und Spenden der Mandatsträger von deren Sitzungsgeldern und Entschädigungen gespeist wird. Mit einem kurzen Blick auf die Aufgaben des Kreises, die in den letzten Jahren die Gremien beschäftigten und auch in die Neue Periode hineinreichen werden, gab er das Wort ab an den wichtigsten Mann des Abends, den Landratskandidaten der Freien Wähler Berchtesgadener Land.

Michael Koller erläuterte stolz seine Vita und wies auf den perfekten Dreiklang hin mit Praktiker als gelernter Schreiner, erprobt  im Umgang mit Menschen als Fachlehrer und jetzt auch noch als Mann mit Verwaltungserfahrung durch die Tätigkeit als Verwaltungsleiter für den Pfarrverband Stiftsland. „Das sollte eine gute Vorbildung für das angestrebte Amt sein“, meinte Koller mit verschmitztem Lachen. Und schon steuerte er durch seine Themen: Handwerk und Fachkräfte als ein großes Anliegen, das stark von guter Ausbildung und Hinwendung zum Beruf geprägt werde, brauche ein starkes Signal von einer gestärkten Berufsschule; der angestrebte Bildungscampus des Nachbarlandkreises dürfe nicht dazu führen, dass wir ausbluten, da wolle er dagegen halten mit Gesprächen über eine Kooperation, notfalls aber auch mit anderen Maßnahmen. Ausrichtung im Landkreis, Flächensparen, Tourismus, Schwerpunkte im Wirtschaftsleben war Gegenstand beim Markenprozess; auch wenn nicht alle daran hängen, die Ergebnisse müssen jetzt mit Leben erfüllt und zusammen mit allen Institutionen umgesetzt werden, sonst war der Prozess und das darin investierte Geld umsonst. „Es geht doch nicht an, dass immer nur Gutachten oder Exposees für viel Geld gemacht werden, aber dann in Schubladen verschwinden!“  Nein, er wolle umsetzen, er wolle dabei nicht nur auf externen Sachverstand bauen, sondern wieder auf motivierte Mitarbeiter zurückgreifen und damit Schritte schneller umsetzen.

In einer kurzen Gedankenpause machte Michael Koller deutlich, warum ihm diese Kandidatur so wichtig sei; er wolle für ein echtes Zusammenleben aller Generationen miteinander in einer attraktiven Umgebung und mit gutem Potential für eine erfolgreiche Weiterentwicklung arbeiten und notfalls auch kämpfen. Die ältere Generation muss man mit Würde behandeln, auf die Jungen muss man auch hören, so sein Credo. Und weiter ging es mit seinen Themen. Krankenhäuser mit funktionierendem Rettungsdienst als wichtige Daseinsvorsorge für ein attraktives Umfeld für Fachkräfte, starke dienstleistende Funktion von Behörden ist wichtiger denn je, das geht aber nur mit großer Motivation und starker Führung von Mitarbeitern; ein gut organisierter und verdichteter Öffentlicher Verkehr ist überlebenswichtig für Bewohner wie Gäste in unserem Landkreis, und für eine bessere Annahme des ÖV muss man schon bei jungen Menschen beginnen mit interessanten Angeboten. Um noch den Besuchern die Möglichkeit zum Kennenlernen der Kreistagskandidaten und zur Diskussion zu geben, beendete er vorerst sein Feuerwerk.

Die persönliche Vorstellung der Kandidaten von der Liste der Freien Wähler machte deutlich, wieviel Engagement, wieviel Ideen und welch breite Palette von Unterstützung der Arbeit im Kreis sich hier versammelt. Das wurde durch immer wieder aufkommenden Beifall deutlich unterstrichen.

In einem letzten Statement kam noch die Landtagsabgeordnete Eva Gottstein zu Wort, die als Ehrenamtsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung in Berchtesgaden gerade Gespräche führte. Sie kennt Michael Koller schon seit vielen Jahren aus der Zusammenarbeit mit den FREIEN WÄHLERN in Bayern, lobte sein großes und anhaltendes Engagement vor Ort und meinte, dass eigentlich dem Berchtesgadener Land nicht Besseres passieren könnte als Michael Koller als Landrat zu bekommen.

Einer guten Übung entsprechend erhielt auch in Berchtesgaden der örtliche Bürgermeisterkandidat Sepp Wenig das Wort. Für den starken Besuch dankte er. Zu seiner Kandidatur führt er die Beweggründe an und strich die Qualität seiner Mannschaft hervor. Über den Zuspruch für Michael Koller kam bei ihm ehrliche Freude auf, er schloss sich wegen des Könnens und vor allem der Menschlichkeit Michael Kollers der Empfehlung seiner Vorrednerin voll Überzeugung an.

In einer noch intensiv geführten Diskussion mit Besuchern über Großprojekte in der Hotellerie, über Landschaftspflege durch Bauern, das derzeitige Reden über die Bauern und nicht mit den Bauern und die Unterstützung und Möglichkeiten von Digitalisierung und Zukunftstechnologien stand der Landratskandidat der Freien Wähler Michael Koller weiter voll seinen Mann und blieb keine Antwort schuldig. Die Zuhörer bedachten das mit einem starken Schlussapplaus für ihn.

 

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