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Foto Kreisverband FGW BGL

Am 6. August besuchten die Freien Wähler Berchtesgadener Land in Bad Reichenhall den königlichen Kurgartren und das Gradierhaus. Sehen Sie hier ein kleines Video mit Impressionen und Eindrücken.

Gruppenbild mit den Teilinehmer an der Führung

Kreistagsfraktion und Vorstandschaft der Freien Wähler Berchtesgadener Land informierten sich vor kurzem über zwei frei zugängliche Angebote der Stadt Bad Reichenhall für Kurgäste, den Kurgarten und das Gradierhaus. Der Kurgarten ist auf die „Kuranstalt Achselmanstein“, eröffnet 1846, zurückzuführen, die zunächst als einzige Kuranstalt des Reichenhaller Tales über einen eigenen Park verfügte. Die ersten Kurgäste entdeckten bald den Reiz und die gesundheitliche Wirkung der nahegelegenen Gradierhäuser, deren überdachte Flächen ein vom Wetter unabhängiges Promenieren erlaubten. Nachdem die Gradierhäuser aufgrund des technischen Wandels schließlich nicht mehr zur Salzgewinnung, sondern ausschließlich für Kurzwecke genutzt wurden, schlug im Jahr 1868 die Geburtsstunde des Kurgartens. Der Königliche Kurgarten wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im barocken Stil neu gestaltet. Die Blumenrabatten wurden in einem symmetrischen Wegenetz angelegt und Kastanienbäume alleeartig gepflanzt. Die Besucher waren dabei beeindruckt von der botanischen Vielfalt des Kurgartens, in dem keinerlei Pestizide eingesetzt werden und der von 33 Gärtnern betreut wird. Die Pflanzen werden jedes Jahr in der eigenen Gärtnerei gezogen.

Eine weitere Führung informierte die Besucher über das Gradierhaus. Ursprünglich wurden diese Häuser in Bad Reichenhall errichtet, um den Salzgehalt in der Sole zu erhöhen und so wertvolle Brennstoffe zu sparen, da die Wälder in der Umgebung bereits größtenteils abgeholzt waren. Indem die Sole über die Reisigwände träufelt, verdunstet Wasser und erhöht so den Salzgehalt. Mitte des 18. Jahrhunderts entstand in Bad Reichenhall das erste Gradierhaus. Im Laufe der Zeit entstanden mehrere Häuser und durchzogen, so das Landschaftsbild prägend, den Talboden. Das jetzt noch stehende Gradierhaus entstand im Jahr 1910 neu im Jugendstil und diente schon damals ausschließlich den Kurgästen. Zur Zeit der Errichtung ging man auch davon aus, dass der verbaute Stahlbeton haltbarer sei, als die früher verwendete reine Holzkonstruktion, was sich aber als Irrtum herausstellte. Der Stahl rostet durch den Salzgehalt in der Luft, was regelmäßigen Instandhaltungsaufwand nach sich zieht. Die gesundheitliche Wirkung der salzhaltigen Luft wird jedoch von Kurgästen und Einheimischen gleichermaßen geschätzt. Ein eigener Kinderspielplatz daneben soll auch kleinen Patienten mit Atemwegserkrankungen spielerisch die Inhalation der salzhaltigen Luft ermöglichen.

Die Kreisgeschäftsführerin der Freien Wähler Berchtesgadener Land bedankte sich für die beiden hochinteressanten Führungen bei den Mitarbeitern der Kur-GmbH Bad Reichenhall mit einem kleinen Präsent.

Kreisrat Helmut Langosch, Mitglied der Kreistagsfraktion der Freien Wähler Berchtesgadener Land, wurde für seine ehrenamtlichen Verdienste von Landrat Bernhard Kern mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Wir gratulieren sehr herzlich!

Helmut Langosch erhält Ehrennadel des Landkreises in Gold

Helmut Langosch erhält Ehrennadel des Landkreises in Gold

Helmut Langosch erhält Ehrennadel des Landkreises in Gold

Helmut Langosch erhält Ehrennadel des Landkreises in Gold

In ihrer Mitgliederversammlung im Gasthaus Auwirt in Hammerau hat sich die Kreisvereinigung der FREIEN WÄHLER im Berchtesgadener Land neu aufgestellt. Nach den Rechenschaftsberichten von Vorstand Dietrich Nowak und Schatzmeis­terin Rosi Plenk erfolgte die Entlastung der Vorstandschaft durch die An­we­senden.

Es folgten die anstehenden Neuwahlen. Dietrich Nowak wurde als 1. Vorsitzender abgewählt. An seine Stelle tritt Daniel Längst. Hans Frankenbusch stellte sich nicht mehr zur Wahl. Für ihn übernimmt Brigitte Rudholzer das Amt der stellvertretenden Vorsit­zenden. Rosi Plenk als Schatzmeisterin und Michael Koller als Schrift­führer wurden in ih­ren Ämtern einstimmig wiedergewählt. Zu Kassenprü­fern sind Fritz Grübl und Hans Walch bestimmt worden.

Abschließend wurden die Delegierten für die Bezirks- und Landesver­sammlung gewählt. Daniel Längst und Franz Schießl dürfen diese Funk­tion übernehmen. Ihre Vertreter sind Rosi Plenk und Julia Weindl.

In der Kreisvereinigung herrscht die Meinung mit den Gewählten die anstehenden politischen Aufgaben erfolgreich und zum Wohle der Bürger angehen zu können.

Freie Wähler Berchtesgadener Land besichtigen Wasserkraftwerk in Töging

Vor dem Hintergrund der aktuellen Krise auf dem Energiemarkt besichtigte die Kreistagsfraktion der Freien Wähler Berchtesgadener Land den nahezu fertiggestellten Neubau des Innkraftwerks Jettenbach-Töging. Wasserkraft stellt eine der Möglichkeiten dar, wie in Bayern regionaler und versorgungssicherer Strom durch erneuerbare Energien gewonnen werden kann. Das neue Kraftwerk ist ein Beispiel dafür, wie schnell es auch hierzulande möglich ist, derartige Großprojekte umzusetzen. Nach ersten Vorarbeiten ab Herbst 2018 und dem Genehmigungsbescheid im August 2019 konnte im September 2019 der Grundstein gelegt werden. Nun steht das neue Kraftwerk kurz vor der vollständigen Inbetriebnahme, wobei eine Turbine bereits an das Stromnetz angeschlossen wurde.

Ralph Brenner, Bauleiter der bauausführenden Firma Porr führte die interessierten Besucher aus dem Berchtesgadener Land über die Baustelle. Dabei konnten sie sich einen Eindruck von der Größe der Turbinen und den Druckrohrleitungen verschaffen und auch einen Blick unter die kurz vor der Inbetriebnahme stehende Turbine werfen.

Das Kraftwerk Jettenbach-Töging selbst besteht aus einer Wehr und dem ca. 20 km langen Innkanal, welcher zum Kraftwerk in Töging führt. Die Wehranlage wurde zwischen 1919 und 1924 als erster Wehrbau am bayerischen Inn errichtet. Der Spatenstich für die alte Anlage erfolgte 1919, damals waren auf der Baustelle bis zu 100.000 Arbeiter beschäftigt. Der Bau des Innkanals ermöglichte eine Fallhöhe von rund 30 Metern am Standort Töging, die für die Stromerzeugung in der Turbine erforderlich war. Nachdem das Kraftwerk zwischenzeitlich im Eigentum der Firma EON stand, wurde es 2009 an den „Verbund“, den auf Wasserkraft spezialisierten größten österreichischen Stromproduzenten veräußert, der nun Bauherr des neuen Kraftwerks ist. Nach rund 100 Jahren wurden die 14 noch in Betrieb befindlichen Maschinensätze im historischen Kraftwerk im September 2019 endgültig abgestellt, damit das neue Kraftwerk an den Innkanal angeschlossen werden konnte. Das neue Kraftwerk wird eine installierte Leistung von 188 MW, verteilt auf drei Maschinensätze mit Kaplan-Turbinen verfügen und damit 33 MW mehr als das alte Kraftwerk. Damit sollen jährlich 696 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden, das entspricht in etwa dem Jahresstromverbrauch von rund 200.000 Haushalten. Mit einer Investitionssumme von etwa 250 Millionen Euro handelt es sich um das größte Wasserkraftprojekt Deutschlands.

Die denkmalgeschützte Bausubstanz des alten Kraftwerks wird dabei bestehen bleiben und der Neubau in die vorhandene Architektur eingegliedert. Um die bestehenden Lebensräume zu schützen, wurden auch umfangreiche ökologische Begleitmaßnahmen verwirklicht.

Der aus der Gemeinde Saaldorf-Surheim stammende Ralph Brenner gab den Besuchern auch einen Einblick in die Dimension der Bauarbeiten. Auf der Baustelle, auf der bis zu 150 Personen beschäftigt waren, mussten zunächst bis zu 70 Meter tiefe Schlitzwände gegraben werden, die abgedichtet wurden, um die Baugrube trocken zu halten. Die Fundamente wurden ca. 45 Meter unter dem jetzigen Wasserpegel erstellt. Allein die Bodenplatte hat eine Dicke von 2,5 Metern. Obwohl auch viel Stahl als Baumaterial erforderlich war, konnten dank frühzeitiger Materialbestellungen Kostensteigerungen und Beschaffungsprobleme, wie sie derzeit im Bausektor auftreten, vermieden werden.

Beeindruckt waren die Kommunalpolitiker auch vom beruflichen Werdegang des Bauleiters Ralph Brenner, der zunächst eine Ausbildung als Maurer absolviert hat und sich zum technischen Betriebswirt und Bauleiter fortgebildet hat. Er ist ein Beispiel dafür, wie wichtig die berufliche Ausbildung ist und welche Möglichkeiten sie unabhängig von einem Studium bildet.

Besuchergruppe vor der Baustelle

Altes Wasserschloss in Töging

Die Bilder zeigen die Besucher vor dem Neubau des Kraftwerksgebäudes sowie das alte Wasserschloss neben dem neuen Gebäude

Ihr Ansprechpartner

Dietrich Nowak

Dietrich Nowak
1. Vorsitzender
Reichenhaller Str. 34
83404 Ainring

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