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Foto Teisendorf

FWG Teisendorf stellt sich in Wahlveranstaltungen vor

Gut besucht waren die 4 Wahlversammlungen der Freien Wählergemeinschaft Teisendorf in den letzten Wochen. In Oberteisendorf, Rückstetten, Weildorf und Neukirchen stellten sich die Bürgermeisterkandidatin Sabrina Stutz und die 20 Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 15. März vor.

Anita Niederstraßer, Sanrina Stutz und Michael Koller

In voll besetzten Räumen konnte Anita Niederstraßer die zahlreichen interessierten Bürger begrüßen. Sie zeigte sich sehr erfreut über das rege Interesse der Bevölkerung an der bevorstehenden Wahl. Mit Stolz könne sie eine Liste präsentieren, auf der alle Altersklassen, viele Berufsgruppen und vor allem auch alle Ortsteile der großen Gemeinde Teisendorf vertreten sind, führte Niederstraßer an. 6 Frauen und 14 Männer im Alter von 29 bis 67 Jahren, darunter 6 Bauern und Bäuerinnen, was zeigt, wie wichtig der FWG die heimische Landwirtschaft, und deren starke Stimme im Gemeinderat ist. 20 Kandidatinnen und Kandidaten aus der Mitte der Gesellschaft, viele davon sind in Vereinen engagiert. Nach der Begrüßung stellten sich die Kandidaten selbst vor. Begonnen wurde von hinten mit dem dienstältesten Gemeinderat der FWG auf Platz 20, Johann Niederstraßer aus Weildorf, Landwirt i.R., Gemeinderat und Kreisrat, Platz 19 Johann Strähhuber aus Wimmern, Platz 18 Thomas Baumgartner aus Teisendorf, Platz 17 Stefan Mühlbacher aus Teisendorf, Platz 16 Siegfried Schneck aus Neukirchen, Platz 15 Silvia Gasser aus Teisendorf, Platz 14 Thomas Eder aus Teisendorf, Platz 13 Michael Noppinger aus Weildorf, Platz 12 Gschwendner Michael aus Neukirchen, Platz 11 Peter Krammer aus Freidling, Platz 10 Stefanie Enzinger aus Teisendorf, Platz 9  Gerold Lindner aus Teisendorf, Platz 8 Christine Hoferer aus Freidling, Platz 7 Josef Ramstetter aus Rückstetten, Platz 6 Christian Gschwendner aus Punschern, Platz 5 Sissy Lang aus Oberteisendorf, Gemeinderätin und Kreisrätin, Platz 4 Fritz Gasser aus Teisendorf, Platz 3 Bernhard Reitschuh aus Neukirchen, Gemeinderat, Platz 2 Anita Niederstraßer aus Weildorf, Gemeinderätin.

Auf Listenplatz 1 und auch gleichzeitig Bürgermeisterkandidatin der FWG Teisendorf stellte sich Sabrina Stutz aus Oberteisendorf vor. Die 31-jährige ist derzeit Bauamtsleiterin in der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See. Aus ihrer Zeit als Sachbearbeiterin im Rathaus Teisendorf kennt sie die Abläufe vor Ort. Sich selbst als Mitarbeiterin der eigenen Verwaltung auch politisch zu engagieren bringt viel Konfliktpotential mit sich, somit begann ihre aktive politische Karriere erst nach dem Arbeitswechsel und so ist sie jetzt seit 2 Jahren für die FWG Teisendorf und die Freien Wähler BGL aktiv, bei denen sie auch stellv. Kreisvorsitzende ist.

In der Vorstellung ihres Wahlprogramms ging Sabrina Stutz auf viele wichtige Themen in der Gemeinde ein. In Grundstücksverhandlungen möchte sie als Bürgermeisterin aktiv einsteigen, hier ist es ihr wichtig, die Verhandlungen in persönlichen Gesprächen anzugehen. Diese Grundstücke werden dringend für Bauland, Gewerbeflächen und als Tauschgründe benötigt. Sie möchte auch die zuständigen Behörden für den Ausbau des Radwegenetzes bei den Grundstücksverhandlungen unterstützen, damit diese Vorhaben schneller umgesetzt werden können.

Bei der Ausweisung von Bauland ist es ihr wichtig, zeitnah auf den Bedarf von Betreuungsplätzen in Krippen und Kindergärten zu reagieren. Wohnortnahe Arbeitsplätze durch Gewerbeansiedlung sind ihr ein großes Anliegen, hierfür muss auch die Nutzung von leerstehenden Gebäuden besser unterstützt werden. Diese Arbeitsplätze sieht sie auch als eine große Unterstützung der heimischen Feuerwehren, da somit mehr Feuerwehrleute tagsüber ausrücken könnten.

Zum Thema erneuerbare Energien sieht Sabrina Stutz viel Potential in der Gemeinde. Bei einer Sanierung/Neubau der Schule Weildorf könnte man mit einer Hackschnitzelheizung auch den nahegelegenen Kindergarten anschließen. Die Vereine und die Ehrenamtlichen sind die Stütze unseres gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde. Sabrina Stutz und die Kandidaten der FWG möchten den Vereinen helfen, bürokratische Hürden zu bewältigen und diese abzubauen. Vor allem die Jugendarbeit in den Vereinen muss durch die Gemeinde gefördert und unterstützt werden. Nach den Ausführungen von Sabrina Stutz erklärte Sissy Lang bzw. Johann Niederstraßer den Bürgern kurz das Wahlverfahren.

Sabrina Stutz stellte im Anschluss als stellv. Kreisvorsitzende die Kandidaten der FWG Teisendorf für die Kreistagswahl vor. Mit Eder Thomas, Fritz Gasser, Johann Niederstraßer, Anita Niederstraßer, Sissy Lang und Sabrina Stutz schickt die FWG 6 Kandidaten ins Rennen. Diese Kandidaten möchten gerne die Belange Teisendorfs im Kreistag einbringen.

Mit Michael Koller (der sich in Weildorf selbst den Bürgern vorstellte), schicken die Freien Wähler BGL einen jungen, bodenständigen und äußerst kompetenten Kandidaten ins Rennen. Der 43-jährige Berchtesgadener ist gelernter Schreiner, machte dann nach dem Wehrdienst seine Ausbildung zum Fachlehrer und unterrichtet seit 2007 an der Realschule Rupertiwinkel in Freilassing. 2016 reduzierte Koller dann seine Stunden an der Schule und ist seither halbtags noch Verwaltungsleiter im Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden. Als 1. Vorsitzender der Untersalzberger Weihnachtsschützen liegen ihm unsere Heimat und unser Brauchtum sehr am Herzen. Diese Verbundenheit zu unserem schönen Landkreis hat ihn auch dazu bewogen, als Landrat zu kandidieren. Als Fraktionssprecher im Gemeinderat Berchtesgaden, Kreisrat und stellv. Kreis- und Bezirksvorsitzender bringt er auch viel Erfahrung in der Kommunalpolitik mit.

Im Anschluss an die Vorstellungen gab es noch viele rege Diskussionen. Gerne stellten sich Sabrina Stutz und die Gemeinderäte den gestellten Fragen zu aktuellen und anstehenden Themen wie Gemeindebus, Bauland, Gewerbeflächen etc. Viele Anregungen der Bürger konnten für die Arbeit im Gemeinderat mitgenommen werden.

„Es freut uns sehr, dass die Bürgerinnen und Bürger so viel Interesse zeigen, und sich vor der Wahl auch persönlich ein Bild von den Kandidaten machen“ so Sabrina Stutz im Anschluss an die Veranstaltungen.

Wahlversammlung in Oberteisendorf

 

Traditionelle Winterwanderung bei Kaiserwetter in Neukirchen

Teisendorf: Die Freie-Wähler-Gemeinschaft Teisendorf traf sich am Hl.-Drei-König Tag wieder zur traditionellen Winterwanderung. Ausgangsort war in diesem Jahr Neukirchen.  Nachdem man im letzten Jahr die Wanderung aufgrund der Schneemassen leider absagen musste, konnte 1.Vorsitzende Anita Niederstraßer in diesem Jahr dazu zahlreiche Anhänger, Freunde und interessierte Bürger begrüßen. Bei strahlendem Sonnenschein wurde unter der Führung von Altbürgermeister Fritz Lindner der Knappenfeldrundweg begangen. Hier kam man auch an der Stelle vorbei, wo sich früher einmal das Neukirchener Schwimmbad befand.

Teilnehmer bei der Winterwanderung

Sissy Lang organsierte wieder eine kleine Stärkung für zwischendurch mit Glühwein und Gebäck. Hier ergab sich für die Bürgermeisterkandidatin Sabrina Stutz und die Gemeinderatskandidaten die Möglichkeit, ausgiebig über verschiedenste  Themen mit den Teilnehmern zu sprechen. Anschließend kehrte man noch auf ein paar gesellige Stunden beim Wirt ein, wo noch bis in die Abendstunden über viele aktuelle Gemeindethemen diskutiert wurde.

Teilnehmer bei der Winterwanderung

Im Nachgang zur Kommunalwahl 2014, in welcher die Bürger Herrn Gasser zum Ersten Bürgermeister der Gemeinde Teisendorf gewählt hatten, war die Frage zu klären, wer 2. Bürgermeister werden sollte. Die Fraktion der FWG hatte sich dazu beraten und schlug Herrn Johann Niederstraßer aus Weildorf vor. Bereits bei diesen Beratungen bekundete Herr Schader ebenfalls sein Interesse an diesem Amt und kündigte an, dass er sich auch gegen den Willen der anderen gewählten Gemeinderäte durch die CSU zum Vizebürgermeister wählen lasse. Die Fraktionen der SPD und von Bündnis 90 / Die Grünen unterstützen Johann Niederstraßer. Für die FWG war es offenkundig, dass es im Vorfeld der Wahl zum Stellvertreter von Herrn Gasser Absprachen mit Herrn Schader gab.

Letztlich wurde Herr Schader offensichtlich und ausschließlich mit den Stimmen der CSU (und seiner eigenen) ins Amt des 2. Bürgermeisters gewählt. Dasselbe Vorgehen wurde im Übrigen auch bei der Wahl zum 3. Bürgermeister angewendet. Vorgeschlagen war hier Herr Georg Quentin von der SPD, ein langjähriger und verdienter Gemeinderat. Die CSU setzte hier mit der Stimme von Herrn Schader durch, dass Gernot Daxer in dieses Amt gewählt wurde. Ein Zusammenhang mit der Wahl zum 2. Bürgermeister liegt zumindest für die FWG Teisendorf auf der Hand.

In den folgenden Jahren blieb die Zusammenarbeit der FWG mit Herrn Schader schwierig und angespannt. Dennoch akzeptierte die FWG Teisendorf die Wahl der Gemeindebürger, wonach Herr Schader für die FWG in den Gemeinderat gewählt wurde. 

Nachdem es das Wesen der Freien Wählergemeinschaft Teisendorf ist, jegliche Meinungen und demokratischen Abstimmungen zu akzeptieren, bot die FWG Teisendorf Herrn Schader für die Kommunalwahl im kommenden Jahr erneut einen sehr guten 3. Listenplatz an, welchen er zunächst auch akzeptierte.

In einer internen Kandidatenvorstellung informierte Herr Schader die Anwesenden darüber, dass er nach der Kommunalwahl 2020 wieder das Amt des 2. Bürgermeisters anstrebt, sofern Herr Gasser wieder zum 1. Bürgermeister gewählt werde. Er werde sich notfalls wieder von der CSU in das Amt wählen lassen, egal was die anderen gewählten Gemeinderäte entscheiden werden. Herr Schader vermittelte dabei den Eindruck, dass es wieder im Vorfeld interne Absprachen zwischen ihm und der CSU gab.

Dieses Vorgehen verstößt nach dem Empfinden der FWG Teisendorf zutiefst gegen alle demokratischen Prinzipien. Vorabsprachen in Hinterzimmern sind mit den Grundwerten der Freien Wählergemeinschaft nicht vereinbar. Die FWG Teisendorf respektiert und akzeptiert den Willen der Wählerinnen und Wähler. Die FWG hat mit Sabrina Stutz eine sehr kompetente und aussichtsreiche Bürgermeisterkandidatin und niemand weiß zum jetzigen Zeitpunkt, wer letztendlich in den Gemeinderat gewählt wird. Aus diesem Grund lehnen wir Vorfestlegungen jeder Art kategorisch ab. Dies haben wir auch Herrn Schader klar und deutlich mitgeteilt.

Norbert Schader stellte klar, dass er in diesem Fall nicht mehr für die FWG kandidieren werde. Seitens der Vorstandschaft oder von den anderen Kandidaten wurde Herr Schader weder zum Verzicht gedrängt noch aufgefordert. Es war also die alleinige Entscheidung von Norbert Schader, nicht mehr für die FWG Teisendorf zu kandidieren. 

Mit Sabrina Stutz erstmals eine Frau als Bürgermeisterkandidatin

Mit einer breit aufgestellten Liste und einer jungen, dynamischen Bürgermeisterkandidatin zieht die Freie Wählergemeinschaft Teisendorf in den Wahlkampf für die Kommunalwahlen im kommenden März. Bei der Nominierungsversammlung in der Pizzeria „DaPippo“ wurden für 20 Männer und Frauen aus dem Gemeindegebiet die Listenplätze vergeben. Die „Freien Wähler“ schicken diesmal mit Sabrina Stutz aus Oberteisendorf erstmals eine Frau als Bewerberin um den Bürgermeisterposten in den Wahlkampf. Sie erhielt das volle Vertrauen der Wahlberechtigten und wurde mit zwei Enthaltungen bestätigt.

FWG-Vorsitzende Anita Niederstraßer eröffnete den Abend im voll besetzten Nebenzimmer der Gaststätte. Sie freute sich in ihrem Grußwort über die Anwesenheit von Altbürgermeister Fritz Lindner, dem ehemaligen Bürgermeister Franz Schießl, FW BGL- Kreisvorsitzendem Dieter Nowak und weiteren Ehrengästen. Formell wurde festgestellt, dass zu der Versammlung form- und fristgerecht geladen wurde. Niederstraßer resümierte, dass die Kandidatensuche zwar schwierig gewesen sei, sich der Aufwand jedoch gelohnt habe, denn auf der Liste stehen Frauen und Männer aus allen Ortsteilen der Marktgemeinde mit verschiedensten Berufen. Besonders freut es die Freie Wählergemeinschaft, dass sich sechs Frauen und sechs Landwirte bereit erklärt haben, sich für die Kommunalpolitik stark zu machen. „Das Durchschnittsalter unserer Liste beträgt 42,5 Jahren. Das soll als Symbol für einen Neuaufbau stehen“, sagte die Ortsvorsitzende. Nach dem Grußwort des Landratskandidaten Michael Koller aus Berchtesgaden wurde der Wahlausschuss gebildet. Danach stellten sich alle Kandidaten in einer kurzen Vita der Versammlung vor. Danach erfolgte die Wahl in geheimer, schriftlicher Form mit Wahlkabine und Urne.

Das Ergebnis ergab folgende Liste. 1. Sabrina Stutz/Oberteisendorf, Verwaltungsfachwirtin (30 Jahre), 2. Anita Niederstraßer/Weildorf, Konditorin (37), 3. Bernhard Reitschuh/Neukirchen, Tiefbaufacharbeiter und Maurer (38), 4. Fritz Gasser/Teisendorf, Justizvollzugsbeamter (31), 5. Sissy Lang/Oberteisendorf, Bäuerin (64), 6. Christian Gschwendtner/Teisendorf, Spenglermeister (37), 7. Josef Ramstetter/Rückstetten,  Außendienst Rinderzuchtverband und Bio-Landwirt (40), 8. Christine Hoferer/Freidling, Landwirtin und Kinderkrankenschwester (42), 9. Gerold Lindner/Teisendorf, Kraftfahrer (53), 10. Stefanie Enzinger/Teisendorf, Bürofachangestellte (55), 11. Peter Krammer/Freidling, Land- und Baumaschinenmechanikermeister (35), 12. Michael Gschwendtner/Neukirchen, Elektrotechniker (30), 13. Michael Noppinger/Weildorf, Technischer Einkäufer (29), 14. Thomas Eder/Teisendorf, Landwirt und Gärtner (31), 15. Silvia Gasser/Teisendorf, Verkäuferin (55), 16. Siegfried Schneck/Neukirchen, Kraftfahrer (58), 17. Stefan Mühlbacher/Teisendorf, IT-Systemelektroniker (35), 18. Thomas Baumgartner/Teisendorf, Konstrukteur (31), 19. Hans Strähhuber/Wimmern (54), 20. Johann Niederstraßer/Weildorf, Landwirt i. R. (67), Ersatzkandidaten sind auf den Plätzen 21. Georg Krammer/Teisendorf, Finanzbeamter i. R. (65) und 22. Inge Struwe/Teisendorf, Einzelhandelskauffrau (56) 

Mit einem eindeutigen Votum bei nur zwei Enthaltungen wurde die Bürgermeisterkandidatin Sabrina Stutz von den Anwesenden als Bewerberin um den Rathaus-Chefsessel ins Rennen geschickt.

Der Kreisvorsitzende Dieter Nowak aus Ainring und Fraktionssprecher Peter Schuhbeck gratulierten ihr zu diesem sehr guten Ergebnis. Anerkennende Worte gab es auch für die erste Vorsitzende Anita Niederstraßer für die äußerst professionelle Vorbereitung der Nominierungsversammlung sowie die Zusammenstellung der Liste.

Die Gemeinderatskandidaten der FWG Teisendorf

1. Reihe (vorne) v. l. n. r.: Inge Struwe, Silvia Gasser, Christine Hoferer, Sabrina Stutz, Anita Niederstraßer, Stefanie Enzinger
2. Reihe (Mitte) v. l. n. r.: Georg Krammer, Thomas Baumgartner, Fritz Gasser, Stefan Mühlbacher, Michael Koller (Landratskandidat), Christian Gschwendner, Johann Niederstraßer, Bernhard Reitschuh
3. Reihe (hinten) v. l. n. r.: Thomas Eder, Peter Krammer, Siegfried Schneck, Johann Strähhuber
Nicht auf dem Foto sind: Sissy Lang, Gerold Lindner, Sepp Ramstetter, Michael Noppinger und Michael Gschwendner.

 

Ortsvorsitzende Anita Niederstraßer (links) und Landratskandidat Michaeel Koller (rechts) gratulierten Sabrina Stutz zur Nominierung als Bürgermeister-Kandidatin
Ortsvorsitzende Anita Niederstraßer (links) und Landratskandidat Michaeel Koller (rechts) gratulierten Sabrina Stutz zur Nominierung als Bürgermeister-Kandidatin

Mit Sabrina Stutz schickt die FWG-Teisendorf erstmals eine Frau als Kandidatin für den Chefsessel im Rathaus der Marktgemeinde ins Rennen. Im Rahmen der Nominierungsversammlung stellte sie sich den Anwesenden vor.

Die 30jährige Oberteisendorferin ist noch ledig, hat zwei jüngere Geschwister und ist von Beruf Verwaltungsfachwirtin. Am Wahltag ist sie 31 Jahre alt.  Von 2005 bis 2008 absolvierte sie ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im Bundeswehrdienstleistungszentrum Bad Reichenhall. Anschließend war sie sieben Jahre lang in der Marktgemeinde Teisendorf als Sachbearbeiterin im Bauamt beschäftigt und arbeitete von 2015 bis 2019 als stellvertretende Bauamtsleitung bei der Marktgemeinde Prien am Chiemsee.

Seit August dieses Jahres leitet sie das Bauamt in der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See mit den drei Gemeinden Waging am See, Wonneberg und Taching am See. Für Sabrina Stutz war im Jahr 2017 der Besuch der Bürgerversammlung der maßgebende Impuls, sich politisch zu engagieren und sie hat sich der Freien Wählergemeinschaft angeschlossen. 2018 hat sie den Wahlkampf der FW-Landtags- und Bezirkstagskandidaten mit Pressearbeit, Fotos sowie in den sozialen Medien unterstützt. „Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich zu engagieren und so wurde ich im November 2018 zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Freien Wähler Berchtesgadener Land gewählt“, erzählt Stutz.

Jetzt bewirbt sie sich bei den nächsten Kommunalwahlen um den Bürgermeisterposten in Teisendorf. „Bereits während meiner Weiterbildungszeit zur Verwaltungsfachwirtin in den Jahren 2012 bis 2014 habe ich das Pamphlet Rathaus kennen gelernt, Einblick in Abläufe und Zusammenhänge bekommen“, blickt sie noch ein wenig weiter zurück. „Für mich beginnt Politik zu Hause im Ort mit der Kommunalpolitik. Ich möchte sie jünger gestalten, etwas bewegen, nicht nur zu Hause sitzen und aus Zeitungsberichten erfahren was Bürgermeister oder Gemeinderat entschieden haben“ erklärt sie und ergänzt: „Jeder kann sich einbringen. Es gibt viele Themen für Jung und Alt. Wir sind die Zukunft. Ja, ich bin eine junge Bürgermeisterkandidatin, stehe aber in der Kompetenz dem amtierenden Bürgermeister in nichts nach“, gibt sie sich selbstbewusst. „Und als junger Mensch bringe ich neue, frische Impulse mit. Ich komme aus der Verwaltung, kenne die Organisation eines Rathauses und weiß mich zwischen den Vorschriften zu bewegen“, verweist sie auf ihre Ausbildung und praktische Erfahrung in verschiedenen Kommunen. Als stellvertretende Leitung hat sie ein Team mit sechs Mitarbeitern geführt und fügt mit einem Augenzwinkern an: „In einer Bauabteilung die eher als Männerdomäne bekannt ist, freut es mich umso mehr, dass ich mich mit meiner fachlichen Kompetenz und meiner persönlichen Art behaupten konnte und selbst eine Bauamtsleitung übernehmen durfte“.

Aktuell ist sie beruflich für drei Gemeinden zuständig und arbeitet mit drei Bürgermeistern, drei Gemeinderatsgremien und einem Team von sieben Mitarbeitern zusammen. Ihr Wahlprogramm will sie gemeinsam mit den Gemeindratskandidaten im Rahmen einer Klausurtagung erarbeiten.

Bürgermeister-Kandidatin Sabrina Stutz

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Anita Niederstraßer
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