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Kirche Ainring

Überparteiliche Wählergruppe (ÜPW) Ainring auf Wahlveranstaltungen in vielen Ortsteilen

Michaela Kaml, gemeinsame Bürgermeisterkandidatin von ÜPW und SPD stand zusammen mit den Gemeinderatskandidaten der ÜPW in verschiedenen Gemeindeteilen den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Ainring Rede und Antwort. Neben einem zünftigen Weißwurst-Frühschoppen in Ainring machte die ÜPW auch Station in Straß und Feldkirchen.

Moderiert wurden die Veranstaltungen von verschiedenen Kandidaten. So konnten Hans Waldhutter in Straß und Ludwig Braun in Feldkirchen beweisen, wie gut sie für das Amt eines Gemeinderates geeignet sind.

Gemeinderat und Ortsvorsitzender Dietrich Nowak machte einen kleinen Rückblick auf die wichtigsten Entscheidungen des Gemeinderates in den vergangenen sechs Jahre. Vom Bau der Kinderkrippe, vom neuen Feuerwehrhaus und vielen weiteren Beschlüssen gab es zu erzählen. „Der Gemeinderat hat in seiner Gesamtheit die Entscheidungen auf den Weg gebracht, in Diskussionen die Vor- und Nachteile abgewogen und dann die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Es jetzt als Werk einer Partei alleine hinzustellen, entspricht nicht der Realität. Wir finden das sehr bedauerlich und es zeugt unserer Meinung nach von mangelndem Demokratieverständnis. Man will den Leuten erklären, dass der Bürgermeister und seine Mehrheitsfraktion alles alleine geschaffen haben. Dem ist beileibe nicht so und wir als ÜPW werden auch weiterhin unsere Ideen einbringen, positive Sachentscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger treffen und versuchen die Gemeinde nach vorne zu bringen.", so Nowak.

„Das ist eine, wie du und ich", diesen Eindruck hatte man, als im Anschluss Michaela Kaml ganz ungezwungen über ihre Person erzählte. Ihre Motivation, Bürgermeisterin der Gemeinde Ainring zu werden, beschrieb sie als das Bestreben, gemeinsam besonders für sozial schwächere Gemeindebürger noch bessere Bedingungen zu erreichen. „Ich bin sicher keine Politikerin", so Michaela Kaml, „aber ich bin überzeugt, dass man das für das gemeinsame Ziel der positiven Gemeindeentwicklung auch überhaupt nicht sein muss". Kaml zeigte anhand von einigen Beispielen auf, wie wichtig das Miteinander für die Menschen ist. Die in den vergangenen Jahren geschaffenen Gebäude und Einrichtung müssen mit Leben gefüllt werden, und dazu ist eine Familienmutter mit ihrem sozialen Gespür genau die Richtige. „Es ist Zeit für eine Frau an der Gemeindespitze!"

Die anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat stellten sich im Anschluss vor und zeigten auf, warum sie in den Gemeinderat gewählt werden sollten. Respektable Persönlichkeiten aus allen Gemeindeteilen bewerben sich bei der ÜPW um ein Amt als Gemeinderat. Die Kandidaten haben eine hohe soziale Kompetenz und klaren Vorstellungen, wie sie künftig für die Bürger unabhängig Entscheidungen treffen wollen.

Mit Franz Sommerauer und Fraktionssprecher Martin Strobl stellten zwei amtierende Gemeinderäte einige Ziele der ÜPW Ainring für die kommenden Jahre vor. Eines der wichtigsten Themen war dabei, noch besser auf die Finanzmittel zu achten. Bereit im Mai 2013 wies die ÜPW bei den Haushaltsdebatten daraufhin, dass die Finanzen zwar geordnet, aber auch auf tönernen Füßen stehen. Die Einnahmen sind im wesentlichen von einem einzigen Betrieb der Gemeinde abhängig, die Ausgaben sind jedoch auf breiter Ebene stark gestiegen. Alleine der Unterhalt der gemeindlichen Gebäude verschlingt bereits ca. 1 Million Euro pro Jahr. „Ein guter Indikator für die stark gestiegenen Ausgaben sind die Gewerbesteuern. Brauchten wir vor ca. 10 Jahren ca. 1 - 1,5 Mio. Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer, um unsere laufenden Kosten zu decken, so sind mittlerweile ca. 4 Mio. Euro erforderlich. Dabei stehen in den nächsten Jahren große Investitionen in Wasserversorgung und Kanal an. Wir müssen finanziell gesehen wieder mehr in die Zukunft denken und dafür auch unpopuläre Maßnahmen beschließen. Dazu steht die ÜPW und das werden wir auch nicht aus dem Blick verlieren.", so Fraktionssprecher Martin Strobl.

Sommerauer und Strobl sprachen auch auf die jeweiligen Gemeindeteile abgestimmte andere Themen an. So kamen zum Beispiel das geplante Haus für Vereine in Thundorf, die derzeit laufenden Planungen zu den „Bayern-Chalets" in Ainring und die geplante Ampelanlage in Hausmoning zur Sprache. Die Besucher hörten den Räten interessiert zu und konnten dazu auch Fragen stellen.

In der Diskussion mit den Bürgern kamen viele Themen auf den Tisch. So informierte beispielsweise Gisi Lämmlein in Feldkirchen über die Entwicklungen im Bereich Tourismus. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Gemeinde Ainring als einzige Kommune im Landkreis nicht Mitglied der Dachmarke BGLT und sich dadurch einige hunderttausend Euro gespart habe. „In Ainring gibt es zu wenig Tourismus als dass sich diese Beteiligung lohnen würde. Die wenigen Hotels und Vermieter vermarkten ihre Unterkünfte in Eigenregie und sind damit in der Vergangenheit bestens gefahren. Aus Sicht der ÜPW gibt es keinen Grund etwas zu ändern. Wir sind nach wie vor gegen einen Beitritt zur BGLT, weil weder die Gemeinde noch die Vermieter einen Vorteil haben.", stellte Fraktionssprecher Strobl klar.

Dietrich Nowak bedankte sich bei den Gästen und empfahl ihnen, Michaela Kaml und die Kandidatinnen und Kandidaten der ÜPW in den Gemeinderat und Kreistag zu wählen. Mit ihrer Persönlichkeit stehen sie dafür, dass auch künftig unabhängig von politischen Interessen Sachentscheidungen zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger getroffen werden. „Ainring braucht keine Politik oder Politiker, sondern vernünftige Sachentscheidungen zum Wohle aller.", so Nowak abschließend.

Überparteiliche Wählergruppe (ÜPW) Ainring sieht Initiative des Bürgermeisters kritisch

Seit vielen Jahren ist die Einmündung von Mitterfelden in die Bundesstraße 20 bei Hausmoning ein Gefahrenpunkt. Bürgermeister Hans Eschlberger beantragte im Dezember beim Straßenbauamt die Errichtung einer Lichtzeichenanlage (Ampel). Kandidaten der ÜPW machten sich gemeinsam mit Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml vor Ort ein Bild und sahen diesen Antrag kritisch.

Waren der Meinung, dass eine Ampel nicht der richtige Weg ist: v.l.n.r.: Dietrich Nowak, Stefan Eberl, Friedrich Eckenroth, Michael Breu, Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml, Martin Öttl, Ludwig Braun und Johann Waldhutter

Waren der Meinung, dass eine Ampel nicht der richtige Weg ist: v.l.n.r.: Dietrich Nowak, Stefan Eberl, Friedrich Eckenroth, Michael Breu, Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml, Martin Öttl, Ludwig Braun und Johann Waldhutter

In der Bauausschusssitzung am 13. Januar 2014 gab Bürgermeister Eschlberger bekannt, dass es Gespräche zwischen der Gemeinde Ainring und dem Straßenbauamt zur Kreuzungssituation B20/Salzburger Straße/Siezenheimer Weg gab. Im Nachgang zu dieser Besprechung habe der Bürgermeister mit Schreiben vom 18. Dezember 2013 konkret die Einleitung der notwendigen Schritte für die Errichtung einer Lichtzeichenanlage beantragt. Dies wurde so auch im öffentlichen Protokoll festgehalten, obwohl seitens des Bürgermeisters jetzt davon gesprochen wird, dass das Für und Wider einer Ampelanlage geprüft wird.

„Von diesem Antrag wussten wir als ÜPW Ainring nichts. Auch Bauausschuss oder Gemeinderat wurden vorher nicht informiert und lediglich im Nachgang davon in Kenntnis gesetzt.“, so der ÜPW-Vorsitzende Dietrich Nowak. „Aus diesem Grund haben wir uns vor Ort selbst ein Bild von der Situation gemacht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Lichtzeichenanlage keine gute Lösung ist.“

Kontrovers diskutiert wurde von den Kandidaten die geplante Ampel. Stefan Eberl erkannte, dass mit einer Ampel auf die Anwohner in Hausmoning erheblich mehr Lärm und Feinstaubbelastung durch bremsende und anfahrende Kraftfahrzeuge, insbesondere von Lkw´s, zukommen wird. „Bei einer Verkehrsdichte von annähernd 20.000 Fahrzeugen am Tag werden die Nachbarn schon erheblich belastet“, so Eberl. Ludwig Braun machte deutlich, dass es bei Lichtzeichenanlagen an einer derart stark befahrenen Straße wieder zu Gefahren kommen werde. „Gelöst wird das Problem dadurch nicht, vielleicht sogar verschlimmert. In den Stoßzeiten des Berufsverkehrs werden sich zudem auf der Bundesstraße die wartenden Fahrzeuge zurückstauen und der Verkehrsfluß wird gehemmt.“, so Ludwig Braun.

Nach langer Besichtigung und Abwägung aller Argumente sahen die ÜPW-Kandidaten mehr Nachteile als Vorteile durch eine Lichtzeichenanlage. Eine bessere Lösung sahen die ÜPW-Kandidaten darin, die Einfahrt nach Mitterfelden komplett zu verlegen. Denkbar wäre beispielsweise ein neuer Kreisverkehr im Bereich von Feldkirchen Nord, von welchem aus nicht nur Mitterfelden neu erschlossen, sondern auch die Einmündung nach Feldkirchen verbessert werden könnte. Über eine neue Erschließungsstraße könnte man dann über einen neuen Bahnübergang wieder zur Salzburger Straße gelangen.

„Die Salzburger Straße sollte unbedingt die Hauptstraße bleiben“, gab der Mitterfeldener Fritz Eckenroth zu bedenken, „denn dort haben sich über viele Jahre Geschäfte und Gastronomie angesiedelt, welche wir unbedingt erhalten müssen.“ Michael Breu aus Bruch brachte in die Diskussion ein, dass auch die Bedürfnisse der Anwohner vom Siezenheimer Weg berücksichtigt werden müssen.

Dietrich Nowak fand es schade, dass diese richtungsweisende Thematik bislang nicht vom Gemeinderat diskutiert wurde. „Bürgermeister Eschlberger hat mit seinem Antrag einer Debatte und ggf. einer Entscheidung im Gemeinderat vorgegriffen. Wir sind der Meinung, dass dieses Thema unbedingt vom neuen Gemeinderat entschieden werden sollte. Durch den Bau einer Lichtzeichenanlage werden unter Umständen Tatsachen geschaffen, welche einer zukunftsweisenden Entscheidung entgegenstehen.“

 

Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml lud zum Frauenfrühstück

„Das war eine nette Veranstaltung. Ich konnte Frau Kaml jetzt persönlich kennenlernen und habe nicht nur Vorträge und Sonntagsreden gehört.", so eine Besucherin des Frauenfrühstücks von Michaela Kaml. Nicht zuletzt aufgrund solcher Aussagen zog die Überparteiliche Wählergruppe (ÜPW) Ainring ein sehr positives Fazit der Veranstaltung.

Persönliche Gespräche standen im Mittelpunkt des Frauenfrühstücks mit Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml (ganz rechts). Auch die SPD-Ortsvorsitzende und Gemeinderätin Margret Sturm-Wirsig (Mitte vorne) war interessierte Teilnehmerin.

Persönliche Gespräche standen im Mittelpunkt des Frauenfrühstücks mit Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml (ganz rechts). Auch die SPD-Ortsvorsitzende und Gemeinderätin Margret Sturm-Wirsig (Mitte vorne) war interessierte Teilnehmerin.

Gut besucht war das Café Lechner in Hammerau – ausschließlich mit Frauen. Diesen stellte sich die Bürgermeisterkandidaten Michaela Kaml kurz auch allgemein vor. Sie ging dabei auf Ihren bisherigen Lebensweg ein und legte auch kurz dar, warum Sie für das Amt des 1. Bürgermeisters kandidert. Michaela Kaml tritt als gemeinsame Kandidatin der ÜPW Ainring und SPD Ainring an und möchte im Mai das Amt der 1. Bürgermeisterin übernehmen.

Anstatt wie andere Kandidaten nur zu referieren und einen Vortrag zu halten, wollte Michaela Kaml den persönlichen Kontakt zu den Besucherinnen herstellen, deren Wünsche, Sorgen und Nöte erfahren. So stand vor allem das persönliche Kennenlernen in Gesprächen im Vordergrund des Frauenfrühstücks.

„Ich wollte mich in einem lockeren Ambiente den Frauen vorstellen und erfahren, was sie bewegt. So verstehe ich auch die Rolle eines Bürgermeisters: bei den Menschen sein, ihre Bedürfnisse erkennen und sie bei der Lösung ihrer Probleme unterstützen. Genau diese Fähigkeit haben wir Frauen in besonderem Maße. Wir haben ein feines Gespür dafür, wo es hakt und wo man etwas verbessern muss. Das haben mir auch heute wieder die zahlreichen Einzelgespräche gezeigt.", so Kaml.

Alles in allem war es eine erfrischende und in jeder Hinsicht andere Wahlveranstaltung bei guter Bewirtung und einem reichhaltigen Buffet. Musikalisch umrahmt wurden die Gespräche von der Musikgruppe „Projekt Mensch sein", die mit sanften Melodien maßgeblich zum netten Ambiente beitrug.

„Ich möchte den Menschen nicht Politik erklären, Sie belehren oder Ihnen Meinungen vorgeben. Bei den Mitmenschen sein – auch den sozial schwächeren – und ihnen ein Ansprechpartner und Helfer sein, das möchte ich als Bürgermeisterin sein.", so die Bürgermeisterkandidatin. Eine Teilnehmerin brachte es im Laufe der Veranstaltung auf den Punkt: „Es ist wirklich Zeit für eine Frau an der Gemeindespitze!"

 

Überparteiliche Wählergruppe (ÜPW) Ainring besichtigt problematischen Graben

Die Grund- und Hochwasserprobleme in Perach und Heidenpoint sind nicht nur den Betroffenen hinlänglich bekannt. In der Vergangenheit haben sich eine Initiative aus betroffenen Bürgern und ÜPW Ainring für eine Verbesserung oder Lösung der Probleme stark gemacht. Obwohl immer wieder behauptet wurde, es gäbe keine Lösung, ist nun doch eine Entspannung in Sicht.

Diskutierten eine neue Lösungsmöglichkeit im Grund- und Hochwasserschutz für Perach/Heidenpoint: v.l.n.r.: Johann Waldhutter, Stefan Eberl, Dietrich Nowak, Friedrich Eckenroth, Michael Breu, Martin Öttl, Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml und Ludwig Braun

Diskutierten eine neue Lösungsmöglichkeit im Grund- und Hochwasserschutz für Perach/Heidenpoint: v.l.n.r.: Johann Waldhutter, Stefan Eberl, Dietrich Nowak, Friedrich Eckenroth, Michael Breu, Martin Öttl, Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml und Ludwig Braun

Es sind zwei Gräben, welche den Perachern und Heidenpointnern das Leben schwer machen: der Sonnwiesgraben und der Mühlstätter Graben. Gemeinsam haben Bürgerinitiative und ÜPW Ainring Lösungsansätze für den Sonnwiesgraben entwickelt, welche nun größtenteils vom Gemeinderat beschlossen wurden. „Beim Sonnwiesgraben sind wir auf einem guten Weg, Verbesserungen herbeizuführen, nun wollen wir uns dem Mühlstätter Graben zuwenden", so ÜPW-Vorsitzender Dietrich Nowak.

Aus diesem Grund besichtigte die ÜPW nun den Unterlauf des Mühlstätter Grabens ab Ainring. Bei Starkregen tritt das Wasser des Mühlstätter Grabens zwischen Mitterfelden und Heidenpoint regelmäßig über die Ufer, fließt zum Teil in den Sonnwiesgraben und verschärft dort die Situation. Der andere Teil gelangt in eine viel zu kleine und ungünstig positionierte Sickergrube bei Heidenpoint (Demei-Grube) und wird dann über einen viel zu kleinen Durchlass durch die B304 in Richtung freies Feld zwischen Perach und Schaiding abgeleitet. Dort versickert der Bachlauf schließlich. Große „Seen" und überstaute Felder vor Heidenpoint sind die Ursache für eine verschärfte Grundwassersituation.

Beim Lokalaugenschein mit der Peracher Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml wurden die „Überparteilichen" zunächst von Fraktionssprecher Martin Strobl über den derzeitigen Stand der Planungen informiert. Demnach hat die Gemeinde Ainring zwischen Mitterfelden und Heidenpoint („Erdbeerfeld") eine große Fläche erwerben können, um dort für den Hochwasserfall eine Sickermöglichkeit zu schaffen. „Der Gemeinderat hat beschlossen eines Sachverständigen damit zu beauftragen, die Fläche dahingehend zu untersuchen, ob eine Versickerung an dieser Stelle negative Auswirkungen auf den ohnehin schon gefährdeten Grundwasserspiegel hat", so Strobl.

In den vergangenen Wochen entstand bei der ÜPW Ainring nun eine Idee, wie man den Mühlstätter Graben nachhaltig entschärfen könnte. Die Kandidatinnen und Kandidaten diskutierten mit den Gemeinderäten vor Ort diese Möglichkeit und kamen zum Entschluss, dass diese Option weiterverfolgt und geprüft werden sollte.

„Die Intitiative des Bürgermeisters auf Schaffung eines großen Staubauwerkes im Bereich Mühlstatt oberhalb von Ainring sind vom Wasserwirtschaftsamt bzw. den zuständigen Behörden derzeit auf Eis gelegt worden. Grundsätzlich handelt es sich ja beim Mühlstätter Graben um einen ausgebauten Wildbach, der im Gewässerunterhalt des Wasserwirtschaftsamtes steht. Nachdem im Oberlauf leider nichts vorwärts geht, müssen wir eine intelligente Lösung für den Unterlauf finden. Unser Ziel muss sein, so wenig Wasser wie möglich nach Perach und Heidenpoint zu bringen.", so Fraktionssprecher Martin Strobl.

Michaela Kaml bekräftigte dies und schilderte aus eigener Erfahrung die teilweise dramatischen Szenen, die sich in Perach abspielen, wenn es wieder zu überfluteten Kellern kommt.

Die Gemeinderäte wurden gebeten, im Sinne aller Betroffenen das Thema in der nächsten Sitzung des Gemeinderates anzusprechen und entsprechende Anträge zu stellen. „Der ÜPW geht es um einen schnellst- und bestmöglichen Schutz der Peracher und Heidenpointner Bevölkerung vor Grund- und Hochwasser, ohne dass andere Bürger oder Ortsteile negativ beeinträchtigt werden.", so Nowak in seinem Schlusswort.

„Et si nemo, ego tamen – Und wenn es keiner macht, ich tue es doch". Der treffende Spruch an der Wand fällt als erstes auf, wenn man das neue Feuerwehrhaus in Mitterfelden betritt. Anlässlich eines Besuches bei der Freiwilligen Feuerwehr Ainring konnte sich die Überparteiliche Wählergruppe (ÜPW) Ainring mit Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml, Ortsvorsitzenden Dieter Nowak, sowie mehreren Gemeinderäten und Gemeinderatskandidaten von der hohen Professionalität „ihrer Wehrler" überzeugen.

Die Kandidaten und Gemeinderäte der ÜPW Ainring mit Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml (Mitte - im Fahrzeug) bei der Besichtigung der Feuerwehr AinringDie Kandidaten und Gemeinderäte der ÜPW Ainring mit Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml (Mitte - im Fahrzeug) bei der Besichtigung der Feuerwehr Ainring

„Wie funktioniert unsere Feuerwehr?" Diese Frage erläuterte 1. Kommandant Martin Waldhutter den Besuchern ausführlich und in sehr anschaulicher Weise. Mit einem kurzen allgemeinen Überblick über die FFW Ainring stimmte Waldhutter die gespannten Gäste ein.

Im Anschluss daran drehte die Gruppe, praktisch auf den Spuren der Einsatzkräfte im Alarmfall, eine Runde durch den Gebäudekomplex.271 mal ging es im vergangenen Jahr um einen Ernstfall. Über den Hauptzugang, der sich nach Alarmauslösung automatisch entriegelt, geht es weiter in den räumlich großzügigen Umkleidebereich. Jeder Feuerwehrmann hat in einem offenen Spind sofort Zugriff auf seine bereitgelegte Einsatzkleidung. „Das dauert maximal 20 Sekunden, dann ist jeder abmarschbereit", verblüfft Waldhutter die Zuhörer. Hier steht auch das Faxgerät, das bereits nähere Einzelheiten zur Einsatzlage „ausspuckt". Gesteuert werden diese ersten Informationen von der Integrierten Leitstelle, wo zuvor der entsprechende Notruf aufgelaufen war. Es scheint fast, als höre man die Stiefel der Feuerwehrmänner auf den Betonboden klatschen, so plastisch schildert Kommandant Waldhutter den weiteren Weg der Einsatzkräfte im Laufschritt raus in die große Fahrzeughalle. Jeder kennt seinen Platz auf dem entsprechenden Einsatzfahrzeug, die Aufgabenverteilung ist klar strukturiert. Tore auf und raus geht's mit Blaulicht und Martinshorn.

Auf alle denkbaren Einsatzanlässe einzugehen, wäre abendfüllend, so erzählt Waldhutter. Das Spektrum habe sich im Laufe der Jahre auch stark verändert und erweitert. Der „klassische" Einsatz bei Brand oder Verkehrsunfall stellt dabei nur einen Teil des Leistungsbereiches dar. Wohnungsöffnungen oder spektakuläre Drehleiterbergungen bei medizinischen Notfällen nehmen zum Beispiel stark zu. Immer öfter sind die Feuerwehrmänner nicht nur im technischen Rettungs- und Hilfseinsatz, sondern gewährleisten zudem auch die Erstversorgung von Verletzten. „Spätestens 10 Minuten nach Alarmierung sind wir am Einsatzort. So ist die gesetzliche Vorgabe und das schaffen wir auch", sagt Waldhutter selbstbewusst. Und das ist oftmals schneller, als Rettungsdienst und Notarzt.

Für seine Männer bedeutet die Situation als „Erster Helfer vor Ort" eine zusätzliche und anspruchsvolle Herausforderung. Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz. Und so heißt es nach Rückkehr, Fahrzeuge reinigen und in Ordnung bringen, verbrauchtes Material auffüllen, Einsatzkleidung trocknen oder zum Reinigung geben, Atemschutzgeräte warten, desinfizieren und prüfen, Schläuche zur Wartung bringen und und und. Erst dann ist Einsatzende.

„Jetzt wissen wir, wie unsere Feuerwehr funktioniert!". Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml bedankte sich zum Abschluss im Namen der ÜPW bei Martin Waldhutter, nicht nur für die spannende und aufschlussreiche Führung, sondern ausdrücklich auch für das bemerkenswerte ehrenamtliche Engagement aller Ainringer Feuerwehrmänner und -frauen.