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Dorfplatz Anger

Mit 16 Männern und Frauen aus den Gemeindegebieten Anger, Högl und Aufham zieht die Freie Wählergemeinschaft der Gemeinde Anger in den Wahlkampf. Personen verschiedenster Berufsgruppen wollen sich in die Kommunalpolitik einbringen, darunter drei Landwirte. Die Männerdomäne überwiegt, aber mit der Bankkauffrau Julia Albert und der Tierärztin Dr. Melanie Baumgartner finden sich doch zwei Frauen auf der Liste. Auch drei der amtierenden Gemeinderäte stellen sich zu Wiederwahl. Franz Gumpinger, Christian Hinterstoißer und Martin Wimmer wollen sich auch künftig im Gremium der Bürgervertreter engagieren. Bei der Nominierungsversammlung auf der Fürmann Alm wurden mit einem eindeutigen Votum die Listenplätze bestätigt, die bereits in einer vorausgehenden Aufstellungsversammlung vorbereitet worden war.

Auf dem Foto v.l.n.r. die Kandidaten Franz Gumpinger, Martin Wimmer, Bernhard Wolfgruber, Hubert Hocher, Daniel Hochmann, Thomas Enzinger, Rainer Hunklinger, Franz Koch, Marc Baumgartner, Dr. Melanie Baumgartner, Christian Hinterstoißer, Julia Albert, Harald Brandl, Hans Unterreiner und Markus Hinterstoißer. Nicht auf dem Foto: Helmut Gumpinger

Auf dem Foto v.l.n.r. die Kandidaten Franz Gumpinger, Martin Wimmer, Bernhard Wolfgruber, Hubert Hocher, Daniel Hochmann, Thomas Enzinger, Rainer Hunklinger, Franz Koch, Marc Baumgartner, Dr. Melanie Baumgartner, Christian Hinterstoißer, Julia Albert, Harald Brandl, Hans Unterreiner und Markus Hinterstoißer. Nicht auf dem Foto: Helmut Gumpinger

Die Freie Wählergemeinschaft Anger-Högl-Aufham hat ihre Kandidaten für die Gemeinderatswahlen im kommenden März nominiert. 16 Personen unterschiedlichster Alters- und Berufsgruppen wollen sich in die Gemeindepolitik mit einbringen. Mit Franz Gumpinger, Christian Hinterstoißer und Martin Wimmer stellen sich auch drei amtierende FWG-Gemeinderäte zur Wiederwahl. Ersatzkandidat ist Heinz Schörghofer. Die Aufstellungsversammlung wurde sozusagen als „Kombi-Veranstaltung“ abgehalten. Denn im Rahmen der Zusammenkunft wurde auch die Vorstandschaft gewählt, wobei Vorsitzender Christian Hinterstoißer und sein Stellvertreter Martin Wimmer in ihren Ämtern bestätigt wurden.

Gut besucht war die Zusammenkunft auf der Fürmannalm und Christian Hinterstoißer eröffnete mit einführenden Worten den Abend. Nachdem bereits im Vorfeld bei einer Aufstellungsversammlung die Listenplätze der einzelnen Kandidaten festgelegt worden waren, konnte im Gesamtpaket in einem Wahlgang über die Liste abgestimmt werden. Bei der Verteilung der Listenplätze hatte die FWG auf eine „Ortsteilreihung“  geachtet. Karl-Heinz Schörghofer war zum Wahlleiter bestimmt worden und erläuterte den Anwesenden das Wahlverfahren. Bevor es zur Abstimmung ging hatten die Kandidaten das Wort. Jeder einzelne stelle sich der Versammlung kurz persönlich vor. Mit einem klaren Stimmenverhältnis wurde die vorbereitete Liste angenommen und Christian Hinterstoißer bedankte sich in seiner Funktion als erster Vorsitzender für die Bereitschaft der Kandidaten, sich in der Kommunalpolitik engagieren zu wollen.

Weiterer formeller Teil der Zusammenkunft waren die Neuwahlen der Vorstandschaft. Dieser Punkt konnte ebenso zügig abgewickelt werden, da sich die bisherigen Amtsinhaber entweder wieder zur Verfügung stellten oder für ausscheidende Mitglieder bereits ein Nachfolger gefunden werden konnte. An der Spitze der FWG Anger-Högl-Aufham steht wie bisher Christian Hintertoißer, sein Stellvertreter bleibt Martin Wimmer. Schriftführerin ist wie bisher Maria Horn. Die Kasse wurde seit langer Zeit von Klaus Linhuber geführt. Er stand nicht mehr für dieses Ehrenamt zur Verfügung, seine Nachfolgerin in dieser Position ist Julia Albert. Als Beisitzer wurden Melanie Baumgartner und Franz Koch gewählt, Kassenprüfer ist Thomas Grundner.  Christian Hinterstoißer war es im Rahmen der Versammlung ein Anliegen, sich bei dem langjährigen Kassier Klaus Linhuber mit einem Präsent für seine gewissenhafte Tätigkeit zu bedanken.

Die FWG-Kandidatenliste:

1. Christian Hinterstoißer (48 Jahre am Wahltag), Bauingenieur, 2. Martin Wimmer (38), Bankfachwirt, 3. Franz Gumpinger (54), Landwirt, 4. Julia Albert (27), Bankkauffrau, 5. Dr. Melanie Baumgartner (44), Tierärztin, 6. Hubert Hocheder (46), Landwirt, 7. Harald Brandl (54), Maschinenführer, 8. Bernhard Wolfgruber (26), Landwirtschaftsmeister, 9. Reiner Hunklinger (50), Bankkaufmann, 10. Franz Koch (49), Werkzeugmachermeister, 11. Marc Baumgartner (46), technischer Angestellter, 12. Thomas Enzinger (28), Elektrikermeister), 13. Markus Hinterstoißer (40), KFZ-Meister, 14. Daniel Hochmann (28), Straßenbauer, 15. Helmut Gumpinger (49), Maschinenbauingenieur, 16. Hans Unterreiner (58), kaufmännischer Angestellter. Ersatzkandidat: Karl-Heinz Schörghofer

Auf dem Foto v.l.n.r. die Kandidaten Franz Gumpinger, Martin Wimmer, Bernhard Wolfgruber, Hubert Hocher, Daniel Hochmann, Thomas Enzinger, Rainer Hunklinger, Franz Koch, Marc Baumgartner, Dr. Melanie Baumgartner, Christian Hinterstoißer, Julia Albert, Harald Brandl, Hans Unterreiner und Markus Hinterstoißer. Nicht auf dem Foto: Helmut Gumpinger

Auf dem Foto v.l.n.r. die Kandidaten Franz Gumpinger, Martin Wimmer, Bernhard Wolfgruber, Hubert Hocher, Daniel Hochmann, Thomas Enzinger, Rainer Hunklinger, Franz Koch, Marc Baumgartner, Dr. Melanie Baumgartner, Christian Hinterstoißer, Julia Albert, Harald Brandl, Hans Unterreiner und Markus Hinterstoißer. Nicht auf dem Foto: Helmut Gumpinger

 

Die Vorstandsmitglieder v.l.n.r. Thomas Grundner, Martin Wimmer, Franz Koch, Dr. Melanie Baumgartner, Christian Hinterstoißer, Julia Albert und der ausgeschiedene Kassier Klaus Linhuber. Nicht auf dem Bild: Maria Horn

Die Vorstandsmitglieder v.l.n.r. Thomas Grundner, Martin Wimmer, Franz Koch, Dr. Melanie Baumgartner, Christian Hinterstoißer, Julia Albert und der ausgeschiedene Kassier Klaus Linhuber. Nicht auf dem Bild: Maria Horn

Bilder & Text: Maria Horn

Vor gut fünf Jahren wurde in Anger an der Salzstraße eine Zweigstelle der Pidinger Werkstätten GmbH eröffnet. Welche Arbeiten in den Räumen erledigt werden und wie sich der Tagesablauf eines Menschen mit Behinderung gestaltet, der dort tätig ist, davon bekamen Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft Anger-Aufham-Högl (FWG) bei einer Führung einen umfassenden Eindruck vermittelt. „Wir sind eine teilstationäre Einrichtung und jeder Mensch hat ab einem gewissen Schweregrad der Behinderung ein Recht auf Arbeit“, stieg Florian Huber in seine Erklärungen ein. Er führte die Gruppe durch die Räume und vermittelte mit aufschlussreichen Worten interessante Details zu Arbeitsabläufen und Hintergründen.

Die Räumlichkeiten am „Stammhaus“ der Pidinger Werkstätten in Piding Hirschloh haben einst nicht mehr ausgereicht, so dass man sich entschieden hat, eine Außenstelle in Anger zu errichten. Rund 40 Menschen mit Behinderung haben hier einen Arbeitsplatz gefunden. Huber erklärte, dass auch Menschen mit Behinderung schulpflichtig sind und anschließend je nach Schweregrad entschieden, wird, ob und in welchen Arbeitsgruppen jemand eingesetzt werden kann. Nach der einjährigen Teilnahme im Berufsbildungsbereich und einem weiteren vertiefendem Jahr werden die Mitarbeiter dann in verschiedenen Tätigkeitsfeldern eingesetzt, je nach Qualifikation. „Die Abläufe bei uns in der Werkstatt sind natürlich anders“, sagte Huber und erklärte anhand von Beispielen, was damit gemeint ist. So sind beispielsweise einzelne Arbeitsschritte in Form von Bildern detailliert dokumentiert. So kann der Mitarbeiter jederzeit anhand der Fotos sehen, was gemacht werden und wie das fertige Produkt aussehen muss.

Derzeit werden in Anger einige sehr interessante Aufträge abgewickelt. Dazu zählt das Recyceln von Opferkerzen. Die Wachsreste werden aus den ausgebrannten Hüllen entfernt und neu befüllt. Dann kommen sie wieder in den Verkauf. „Im letzten Jahr haben wir 200.000 Opferlichte neu befüllt“, verwies Huber auch auf den Umweltaspekt. Im Verlauf des Rundgangs wurde auch Halt im jenem Bereich gemacht, in dem Abfüll- und Verpackungsarbeiten für Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel erledigt werden. Diese Tätigkeit erfordert ein ganz besonderes Maß an Präzision. „Für jeden Mitarbeiter gibt es einen Förderplan. Unser Ziel ist es, dass die Menschen möglichst vielfältig eingesetzt werden können. Die Fachkraft sollte wissen was verlangt wird, was der Kunde will und ob man auch Schwächere mit einbeziehen kann“, sprach Huber den sehr sensiblen Bereich der Aufgabenverteilung an. Weiter nahm er Bezug zu den verschiedenen Lohnstufen, je nach Leistungsvermögen werden die behinderten Mitarbeiter entlohnt. „Die Zweigstelle in Anger ist ein reiner Dienstleistungsbetrieb, dort werden keine eigenen Produkte hergestellt. Anders ist es in Piding, wo beispielsweise Schreiner- und Metallwaren produziert werden“, sagte Huber und kam auf das Qualitätsmanagementsystem zu sprechen. „Wir sind sehr stolz, dass wir nicht nur für unsere Produkte sondern auch für die Pädagogik eine DIN ISO-Zertifizierung haben.“

An verschiedenen Beispielen erklärte er das engmaschige System, das unter anderem bei der Logistik der Personenbeförderung zum Tragen kommt. Der Rundgang für die FWG-Gruppe endete im Speisesaal, der als Mehrzweckraum genutzt wird. FWG-Vorsitzender Christian Hinterstoißer bedankte sich im Namen der Besucher für die aufschlussreichen Erläuterungen und zeigte sich wie seine „Kollegen“ stark beeindruckt von dem, was in der Angerer Werkstätten-Zweigstelle geleistet wird. Zum Foto: Florian Huber ( 2.v.links) erklärte der Besuchergruppe Vieles über die Arbeitsabläufe in der Angerer Einrichtung der Pidinger Werkstätten.

FWG Anger besucht Pidiginer Werkstätten der Lebenshilfe in Anger

Bericht und Foto: Maria Horn

Derzeit ist das Projekt „Schwimmbadsanierung und Schaffung eines Gerätehauses für die Feuerwehr Aufham“ eines der Top-Bauthemen in der Gemeinde Anger. Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft Anger-Aufham-Högl informierten sich bei einem Ortstermin über die Hintergründe. Dazu erläuterte Bauausschussmitglied Christian Hinterstoißer die Fakten.

Das Aufhamer Schwimmbad wurde in den 1970er Jahren errichtet. Mittlerweile hat sowohl an Gebäude als auch Badelandschaft der „Zahn der Zeit“ genagt. Deshalb ist in den Jahren 2011/12 die Badelandschaft neu gestaltet worden, der Fokus liegt nun auf dem Betrieb eines Familienbades. Das „Staufenbad“ in Aufham ist ein beliebter Anziehungspunkt für Familien aus der Gemeinde und den benachbarten Kommunen sowie Urlaubsgästen. Schon bei den Arbeiten an der Badelandschaft war damals klar, dass als mittelfristige Maßnahme auch über die Sanierung der Gebäude nachgedacht werden muss. Mittlerweile hat sich herauskristallisiert, dass an den Schwimmbadgebäuden manches nicht mehr zeitgemäß ist. So werden beispielsweise die vielen Umkleidekabinen im Südflügel nicht mehr benötigt. Auch die Situierung des Haupteingangs zur Straßenseite hin hat sich als nicht günstig erwiesen.

Die Gebäudesubstanz an sich war nach rund 40 Jahren nicht mehr die beste und so wurden verschieden Möglichkeiten des Umbaus diskutiert, vor allem wie der südliche Trakt verwendet werden könnte. „Unter anderem gab es die Idee, nur die Dachhauptträger stehen zu lassen, damit man eine Beschattung hat und man dann dort Tischtennisplatten aufstellt“, nannte Christian Hinterstoißer eines der Beispiel, die beratschlagt worden waren. Nun hat der Gemeinderat beschlossen, im Zuge der anstehenden Sanierungsarbeiten auch eine Unterkunft für die Aufhamer Feuerwehr zu schaffen. Wie mehrfach berichtet, werden die Florianijünger aus dem Aufhamer Ortskern umgesiedelt und im Südflügel des Schwimmbads eine „neue Bleibe“ finden.

Der Haupteingang wird auf die Ostseite verlegt, so dass der Schwimmbadzugang direkt vom Parkplatz aus erfolgen kann. In dem Bereich wo heute der Haupteingang ist, wird die Garage für das Feuerwehrfahrzeug entstehen. Baubeginn wird im September dieses Jahres ein. „Das Ziel ist es, dass die Maßnahme bis Mai 2020 soweit abgeschlossen ist, dass der Schwimmbadbetrieb laufen kann und durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt wird“, erklärte Hinterstoißer den FWG-Freunden. Danach soll baldmöglichst auch der Bau für das Feuerwehrgerätehaus abgeschlossen sein. Denn erst wenn die Feuerwehr umgesiedelt ist, kann mit dem Erweiterungsbau des gemeindlichen Kindergartens begonnen werden. „Die Zeit drängt, denn wir brauchen in der Gemeinde dringend Kindergartenplätze“ setzte Hinterstoißer nach. Nach seinen Erläuterung gab es für die FWG-Freunde noch Gelegenheit, um spezifische Fragen zur Maßnahme zu stellen.

Die FWG-Freunde Anger-Aufham-Högl trafen sich am Aufhamer Staufenbad um sich über die anstehenden Sanierungsarbeiten zu informieren.

Die FWG-Freunde Anger-Aufham-Högl trafen sich am Aufhamer Staufenbad um sich über die anstehenden Sanierungsarbeiten zu informieren.

Foto: Horn

Generalversammlung mit Ausblick auf die Wirtschaft der Gemeinde und des Landkreises

Die Freie Wählergemeinschaft Anger-Högl-Aufham hat bei ihrer Generalversammlung den bisherigen Vorstand Christian Hinterstoißer im Amt bestätigt. Auch „Vize“ Martin Wimmer stellte sich wieder für den Posten des Stellvertreters zur Verfügung. Die Vorstandswahlen waren ein Bestandsteil der eine Teil der Generalversammlung. Der andere befasste sich mit Fragen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde und des Landkreises. Dazu hatte sich die Freie Wählergemeinschaft den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land, Dr. Thomas Birner als Referenten eingeladen. Besonders erfreut waren die FWGler der Gemeinde Anger, dass auch der FWG Kreisvorsitzende Dieter Nowak aus Ainring zur Zusammenkunft zum Klosterwirt gekommen war.

Christian Hinterstoißer führte als FWG-Vorsitzender durch den Abend und übergab nach der Begrüßung das Wort an Dr. Birner. Dieser erklärte kurz die Hauptaufgaben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land sowie den Markenstrategieprozess im Landkreis und dessen Umsetzung. Sieben Mitarbeiter sind in der Gesellschaft beschäftigt. Dr. Birner erläuterte die Branchenverteilung im Landkreis und zeigte auf, dass mit knapp 12 Prozent der Einkommensteuerwertschöpfung aus dem Tourismus kommen. Im Berchtesgadener Land ist das im Vergleich mit anderen bayerischen Landkreisen, die es hier auf ein bis zwei Prozent bringen, sehr hoch. Stärkste Branche ist das verarbeitende Gewerbe mit 30 Prozent, es folgen die Gesundheitswirtschaft mit 20 Prozent und der Großhandel mit 15 Prozent. „In allen Branchen herrscht starker Fachkräftemangel“ stellte Dr. Birner fest. Ein Drittel der Ausbildungsplätze sind nicht besetzt.

Als eine wesentliche Ursache begründete er, dass immer noch das Vorurteil bestehe, dass es in der Region nur Arbeitsplätze in der Tourismusbranche und sonst keine Stellen gäbe. Aufgrund der hohen Lebensqualität sind auch die Lebenshaltungskosten hoch. Durch Zuzug gibt es im Landkreis pro Jahr 500 bis 600 Neubürger. Dabei handelt es sich jedoch meist um Pensionisten. Mit dem Masterplan Hotelentwicklung wird, orientiert an Gästezielgruppen, konsequent versucht, mehr touristische Leitbetriebe im Landkreis anzusiedeln. „Es gibt mehrere Tausend Kleinvermieter“, sagte Dr. Birner. In den letzten Jahren konnten die Gewerbesteuereinnahmen im Landkreis verdreifacht werden, nur ein Prozent der Jugendlichen ist arbeitslos. Im Landkreis ist jedoch kaum Gewerbegrund verfügbar. Durch rechtzeitige Flächenvorsorge haben die Gemeinden Bischofswiesen und Saaldorf-Surheim profitiert und konnten neues Gewerbe ansiedeln. „Wir brauchen mehr Grund für produzierendes Gewerbe mit hoher Wertschöpfung.

Hier haben wir zu viele Anfragen, die nicht bedient werden können“, stellte Dr. Birner die Situation dar. In der Gemeinde Anger sitzt man „im selben Boot“. Dazu kam das Gespräch in der anschließenden Diskussion dann zwangsläufig auf das Porsche Traumwerk, das vor rund zweieinhalb Jahren eröffnet worden ist. 50 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, 19 davon kommen aus der Gemeinde Anger. 400.000 Euro werden vom „Traumwerk“ jährlich für Serviceleistungen in der Region ausgegeben, eine Million Euro wird in Gebäude und Infrastruktur investiert. Im Nachhinein betrachtet sei es für die Kommune lukrativer gewesen, das bestehende Gewerbegebiet „Schrattenbach“ anderweitig zu erweitern und dort produzierendes Gewerbe anzusiedeln. Der Nutzen für die Gemeinde wäre wesentlich höher, war die Meinung einiger Versammlungsbesucher. Doch über „verschüttete Milch“ zu reden, mache jetzt auch keinen Sinn mehr, waren sich die Diskutanten einig. FWG-Vorsitzender Christian Hinterstoißer informierte die Anwesenden über die Arbeit aus dem Gemeinderat und stellte verschiedene Projekte vor. Die Ausweisung des Baugebietes Unteranger, die Einbeziehungssatzungen in Holzhausen und Steinhögl, verschiedene Straßensanierungen, Investitionen in Schwimmbad, Kindergarten und Feuerwehrwesen listete Hinterstoißer kurz auf.

Formeller Bestandteil der Generalversammlung war der Kassenbericht von Klaus Linhuber und der damit verbundene Bericht von Revisor Heinz Schörghofer. Nach erteilter Entlastung durch die Anwesenden leitete Schörghofer auch die Neuwahlen. Zügig wurde dieser Tagesordnungspunkt abgewickelt. Christian Hinterstoißer bleibt erster Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Anger-Högl-Aufham, sein Stellvertreter ist Martin Wimmer. Die Kasse wird weiterhin von Klaus Linhuber geführt, Schriftführerin bleibt Maria Horn. Zu Beisitzern wurden Franz Koch und Georg Kamml gewählt, Kassenprüfer ist Thomas Grundner. Der FWG-Kreisvorsitzende Dieter Nowak richtete abschließend ein kurzes Grußwort an die Kollegen aus der Gemeinde Anger. Er informierte, dass am 18. Januar ein Treffen für alle Ortsvorsitzenden statt finden wird. Ein großes Anliegen ist es ihm, den früheren Arbeitskreis „Verkehr“ wieder ins Leben zu rufen. Dazu schilderte er die Verkehrsproblematik im Landkreis und hofft auf Lösungsansätze. Reinhard Haider nutzte die Gelegenheit um den Freien Wählern „ans Herz zu legen“, dass sie es forcieren sollen, dass im Rathaus der Gemeinde Anger ein Bauamt geschaffen wird.

Die Vorstandschaft der Freien Wählergemeinschaft Anger-Högl-Aufham v.l.n.r. Der stellvertretende Vorsitzende Martin Wimmer, Kassier Klaus Linhuber, erster Vorsitzender Christian Hinterstoißer, Beisitzer Franz Koch, Beisitzer Georg Kamml, Revisor Thomas Grundner und Schriftführerin Maria Horn

Die Vorstandschaft der Freien Wählergemeinschaft Anger-Högl-Aufham v.l.n.r. Der stellvertretende Vorsitzende Martin Wimmer, Kassier Klaus Linhuber, erster Vorsitzender Christian Hinterstoißer, Beisitzer Franz Koch, Beisitzer Georg Kamml, Revisor Thomas Grundner und Schriftführerin Maria Horn

Text und Foto: Horn

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Christian Hinterstoißer 
1. Vorsitzender 
Prälat-Kolbeck-Weg 1 
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Telefon  0170/1645349 
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Martin Wimmer

Martin Wimmer 
stellvertrender Vorsitzender 
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83454 Anger 

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