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Foto Kreisverband FGW BGL

Der Verkehr ist ein großes Thema, ob in der Bundes-, Landes- oder Kommunalpolitik. So auch hier im heimischen Landkreis Berchtesgadener Land. Nach Ansicht der hiesigen Freien Wähler (FW) gehört die Thematik stärker auf die Tagesordnung, weshalb in den vergangenen Monaten ein eigens hierfür gegründeter Arbeitskreis sich hiermit umfassend beschäftigt hat. Was man auch ohne tiefgreifende Analyse sofort merkt: Das Berchtesgadener Land ist vor allem vom Transitverkehr stark betroffen. Und das nicht nur auf den Bundes-, sondern auch auf den Staatsstraßen. Daher hat sich der FW-Arbeitskreis Verkehr auch schwerpunktmäßig mit diesem Problem auseinandergesetzt.

Stau

Für das hohe Verkehrsaufkommen gibt es nach Ansicht der Freien Wähler verschiedene Ursachen. Oftmals ist es schlichtweg der Ausweichverkehr, sei es aufgrund von Staus auf der Autobahn wegen Dauerbaustellen oder auch der Mautausweichverkehr. Doch nicht nur um Geld zu sparen wählt der Fahrer oft eine andere Route. Auch Bequemlichkeit und der Drang nach schnelleren und direkten Wegen ist oft ein Motiv, weniger befahrene Strecken zu wählen. Auch bauliche Veränderungen wie beispielsweise die neue Ampelanlage in Piding an der Staatstraße 2103 Richtung Anger machen es attraktiver, kleinere Straßen zu nutzen. So ist im genannten Beispiel die Einmündung in die Bundesstraße 20 für LKWs nun gefahrenlos möglich.

Wegen dieser Beobachtungen war man sich im Arbeitskreis einig: Den überregionalen Verkehr sollte man möglichst auf den Autobahnen – und wenn es keine solche gibt, auf den Bundesstraßen – halten. „Überregional“ definiert der Arbeitskreis hierbei mit einer Strecke von 75 km vom Start bis zum Ziel. Der Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Dietrich Nowak, verdeutlichte mit klaren Worten die Position des Arbeitskreises: „Überregionaler Verkehr hat auf untergeordneten Straßen eigentlich nichts zu suchen!“ Natürlich müsse man für solch ein klares Ziel auch konkret etwas tun. Der Arbeitskreis hat daher in diesem Zusammenhang einige Forderungen aufgestellt. So müssten die nachrangigen Straßen strenger kontrolliert werden, um den überregionalen Verkehr im Sinne der Anwohner zu drosseln. Oftmals ist zu beobachten, dass Baustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen scheinbar unendlich in die Länge gezogen werden. Um den durch die Baustellen entstehenden Ausweichverkehr zeitlich so kurz wie möglich zu halten, müssten diese schnellstmöglich abgearbeitet werden, so die Freien Wähler. Neu auf den Bundesstraßen sind seit einiger Zeit blaue Säulen zu beobachten, welche stationären Blitzern ähneln. Diese haben jedoch eine ganz andere Bestimmung: Sie überwachen die Einhaltung der LKW-Mautpflicht, welche seit 2018 eben auch auf Bundesstraßen gilt. Hier wollen die Freien Wähler in nächster Zeit genau hinsehen. Zum einen ob sich die neuen Geräte im Berchtesgadener Land bewähren und zum anderen ob es in Folge dessen noch Nachrüstungsbedarf gibt, falls strategische Lücken auftauchen sollten.

In ihrer Problemanalyse haben die Freien Wähler aber auch realistisch festgestellt, dass leider nicht alle Verkehrsprobleme im Landkreis mit konkreten Maßnahmen schnell lösbar sind. So gibt es auch Strecken, für die bedauerliche Weise keine nennenswerte Entlastung zeitnah erreicht werden können. So war man sich einig, dass der Verkehr heutzutage nicht weniger werde und selbstkritisch müsse jeder einzelne Verkehrsteilnehmer erkennen, dass auch er selbst für das erhöhte Verkehrsaufkommen mit verantwortlich sei. Doch natürlich dürfe man dennoch auch hier nicht resignieren. Auch diese überbelasteten Strecken müssten in die Liste abzuarbeitender Aufgaben der Lokalpolitik mit aufgenommen werden. Sei es aus Gründen des Anwohnerschutzes vor unzumutbaren Belastungen, aus Gründen der Verkehrssicherheit oder auch des Verkehrsflusses und damit auch des Umweltschutzes und der Lufthygiene.

Mit Vehemenz und Herzblut hat der Arbeitskreis Verkehr natürlich auch die Verkehrsproblematik in der Landkreismitte – und in diesem Zusammenhang den Kirchholztunnel - diskutiert. Über die diesbezüglichen Beratungen werden die Freien Wähler in einer gesonderten Presseaussendung zeitnah berichten.

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Dietrich Nowak

Dietrich Nowak
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