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Foto Teisendorf

Hochwasserschutz und Biber bereiten Probleme - Mühle aus dem 12. Jahrhundert

Im Rahmen der traditionellen Betriebsbesichtigungen besuchte die Freie-Wähler-Gemeinschaft Teisendorf kürzlich die Maiermühle im Ortsteil Karlsbach in Teisendorf. 1. Vorsitzende Anita Niederstraßer konnte dazu einige Mitglieder und Freunde der Freien Wähler bei der Familie Mühlbacher begrüßen. Müllermeister Mathias Mühlbacher, der in 8. Generation hier mahlt, und „Seniorchef“ Andreas Mühlbacher führten durch den Betrieb. Die Mühle stammt aus dem 12. Jahrhundert, seit 1769 ist sie im Besitz der Familie Mühlbacher. Es ist die älteste noch betriebene Wasserkraft-Mühle im Berchtesgadener Land und wahrscheinlich einer der ältesten Handwerksbetriebe in Teisendorf überhaupt.

Angetrieben wird die Mühle von einem bereits 140 Jahre alten oberschlächtigen Wasserrad, welches seit 1930 in der Maiermühle seinen Dienst verrichtet. Das kalkhaltige Wasser legt eine Kalkschicht über das Wasserrad und schützt es somit vor Rost. Das Wasserrad treibt die Mühlgänge und einen Stromgenerator an zur Eigenstromversorgung. Die Restmenge an Strom wird ins Netz eingespeist. Der Mühlbach muss ständig gewartet werden, damit das Wasserrad auch rund um die Uhr laufen kann. Große Probleme bereitet hier der Biber, dessen Dämme die Wasserzufuhr ständig bremst, sowie die angrenzenden Felder der Familie Mühlbacher gewaltig untermeniert. Auch der Hochwasserschutz ist in diesem Bereich ein Thema. Bei Hochwasser staut die Sur den Ramsauer Bach und den Karlsbach zurück, und so wurde der Betrieb schon mehrmals unter Wasser gesetzt. Hier soll aber mit einem größeren Durchlass durch die Bahnhofstraße noch weiter nachgebessert werden, zusätzlich zu den bereits getätigten Maßnahmen.

Etwa 50 Tonnen Gesamtmenge an verschiedenen Getreideprodukten werden in der Maiemühle jährlich gemahlen und mit Eiern, Nudeln und anderen Produkten über den eigenen Mühlenladen verkauft, in dem meist Mutter Hildegard Mühlbacher steht. Für Bäckereien und den Großhandel reicht diese Menge natürlich nicht. Verkauft wird in kleineren Mengen regional an private Abnehmer.

Im nächsten Jahr befindet sich die Mühle 250 Jahre in Familienbesitz. Die Festlichkeiten dazu sind bereits in Planung.

FWG Teisendorf vor der Maiermühle

1.Vorsitzende Anita Niederstraßer bedankte sich bei der Familie Mühlbacher recht herzlich für die sehr interessante Betriebsführung und in gemütlicher Runde ließ man den Nachmittag ausklingen.

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Anita Niederstraßer

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