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Foto Marktschellenberg

Bei der Wahlveranstaltung der Freien Wählergemeinschaft Marktschellenberg am 20. Februar im Gasthaus Oberstein war vor allem eines deutlich zu spüren: Man geht mit viel Optimismus in die Zukunft und setzt auf „beherztes Zupacken“, statt „ständiges Meckern“.

Gemeinderätin Daniela Graßl freute sich als Moderatorin des Abends über die Anwesenheit zahlreicher, interessierter Schellenberger Bürgerinnen und Bürger. Ihr besonderer Gruß galt dem Landratskandidaten der FWG, Michael Koller, dem Kreisvorsitzenden der FWG, Dietrich Nowak, sowie Bürgermeister Franz Halmich und einigen Gemeinderatskollegen, die sich unter das Publikum gemischt hatten.

Als Einführung hielt sie ein leidenschaftliches Plädoyer über die Denkweise und Grundeinstellung ihrer Gruppierung , wobei sie klarstellte, dass jedes einzelne Wort im Namen „Freie Wählergemeinschaft Marktschellenberg“ eine Botschaft für sich sei. So sei das Wort „frei“ gerade in der heutigen Zeit ein sehr wertvoller Begriff. Diese Freiheit gelte es zu bewahren und gegen alle Ströme zu verteidigen. Für die Gemeindepolitik der FWG bedeute „frei“ aber vor allem, an keinen Fraktionszwang, oder dergleichen gebunden zu sein. Die Bedeutung „Wähler“ sei davon geprägt, dass Wahlen als eine Form der demokratischen Mitbestimmung zu sehen seien und der Bürger somit indirekt Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen und richtungsweisend für die Zukunft wirken kann. Nicht zuletzt aus diesem Grund sei die FWG für eine strikte Trennung zwischen bürgerlicher Mitbestimmung auf der einen und Gemeindeverwaltung auf der anderen Seite.

Aus ihrer Sicht lebe man in Marktschellenberg in einer funktionierenden „Gemeinschaft“, womit man bei dem nächsten Kernstück des Parteinamens angekommen war. Leider neige der Mensch oft dazu, zu schimpfen und zu meckern, anstatt das Gute und Positive zu sehen und an Dinge bejahend und unvoreingenommen heranzugehen. Genau das sei aber die Herangehensweise und das Bestreben der FWG: Herausforderungen traditionsbewusst und heimatverbunden, trotzdem mit dem nötigen Weitblick und viel positiver Energie anzugehen! Vor gut 50 Jahren hätten weitsichtige Menschen dafür gesorgt, dass „Marktschellenberg“ in seiner heutigen Form entstanden und zusammengewachsen sei. Den Freien Wählern ginge es darum, dieses zu bewahren, es ginge um die Heimat und ganz besonders um die Menschen, die hier leben.

Im Anschluss ergriff Bürgermeister Franz Halmich das Wort. Zunächst machte er deutlich, dass es an diesem Abend vorrangig um die Kandidaten ginge, um Bürger, die Verantwortung für das Leben in der Gemeinde übernehmen wollen, als solide Basis und Stütze für den künftigen Rathauschef. Für dieses Amt möchte sich Franz Halmich erneut zur Wahl stellen, da er nach 10 Jahren im Amt die kommunalpolitischen Themen, die Förderstellen sowie die Ansprechpartner in den Ministerien kenne und dieses Knowhow auch weiterhin mit ganzer Kraft für Marktschellenberg einsetzen möchte.

In den letzten 6 Jahren sei für Marktschellenberg vieles erreicht worden, so zum Beispiel die Sanierung des Rathauses, welches mit einer Förderung von fast 1 Million Zuschüsse, für die er persönlich in München eingetreten sei, komplett renoviert und barrierefrei gestaltet werden konnte.

Franz Halmich bekräftigte, dass besonders die Grundschule und der Kindergarten eine Herzensangelegenheit seien. In der Grundschule sei in den letzten Jahren ständig investiert worden, wie etwa in eine neue Schließanlage und in den Brandschutz. Im Moment stehen Themen, wie das „Digitale Klassenzimmer“, eine Umgestaltung des Rektorenzimmers und die Sanitäranlagen auf der ToDo-Liste.

Eine große Aufgabe sei es, den heimischen Kindergarten zu erweitern, um ausreichend Platz zu schaffen und die Notlösung mit der Unterbringung einer Gruppe in der Schule nicht zur Dauerlösung werden zu lassen. Hier sei man bereits seit 4 Jahren auf der Suche nach einer entsprechenden Alternative. Einige Pläne scheiterten bereits an Brandschutzverordnungen, an gesetzlichen Anforderungen, dem Denkmalschutz, oder ähnlichen Unwägbarkeiten. Dabei habe die Gemeinde stets aktiv im offenen Austausch mit dem kirchlichen Träger gestanden und man habe nach einer gemeinsamen Lösung gesucht. Nun zeichne sich ein einvernehmlicher Vorschlag ab, der in Kürze der Kirchenverwaltung zur Diskussion vorgelegt würde.

Eine große Herausforderung wird in der kommenden Periode die Abwasserentsorgung sein. Ein Neubau der Kläranlage, oder eine Sanierung im Altbestand kommen aus wirtschaftlicher Sicht nicht in Frage. Bei einem Neubau ist die Kostenbelastung für die Bürger in etwa doppelt so hoch, wie bei einer Abwasserentsorgung in Kooperation mit den österreichischen Nachbarn. Franz Halmich sieht im geplanten Neubau der Bundesstraßenbrücke eine Chance, die Verkehrssituation in Marktschellenberg zu entschleunigen und durch eine Umgestaltung des Marktplatzes den Aufenthaltscharakter im Ort wieder mehr in den Vordergrund stellen zu können.

Ein dringendes Anliegen sei auch der Öffentliche Nahverkehr. Eine Gleichbehandlung von Gästen und Einheimischen ist anzustreben, für Senioren und Schüler muss der ÖPNV möglichst günstig werden und die Taktung und Betriebszeiten sind zu erhöhen. Zudem sei es notwendig, auch eine Einbindung der Außenbereiche zu erreichen. Der Bürgermeister stellte als weitere Punkte seiner Agenda für die kommenden 6 Jahre die Schaffung einer Mehrzweckturnhalle, Sanierung des Schwimmbades sowie die Einforderung der zeitnahen Umsetzung des Breitbandausbaus vor. In Gesprächen mit der Telekom, konnte bereits eine Zusicherung einer Verbesserung zur Jahresmitte für den Bereich Ettenberg erreicht werden. Die Förderung von Landwirtschaft, Brauchtum und Kultur und auch Unterstützung der Ortsvereine seien dauerhaft zu gewährleisten.

Am Ende seiner Rede stellte Franz Halmich für alle Anwesenden spürbar heraus, dass es ihm um Marktschellenberg und die Menschen gehe. Er stehe für ein offenes Miteinander und für ein Denken in alle Richtungen und wolle mit seiner Kandidatur die Bevölkerung zur aktiven Teilnahme am politischen Geschehen motivieren. Mit Nachdruck stellte er klar, dass es aus seiner Sicht nicht zu einer Vermischung zwischen Verwaltung und politischen Entscheidungsträgern in Form einer Doppelfunktion kommen dürfe!

Nach dieser mitreißenden Rede ergriff wieder Daniela Graßl das Wort und freute sich das Team der Freien Wählergemeinschaft Marktschellenberg für die kommende Gemeinderatswahl vorzustellen. Dabei fand sie sehr individuelle Worte für jeden einzelnen Kandidaten und war begeistert über die vielfältige Streuung quer durch alle Bevölkerungsschichten und Interessensgruppen.

Äußerst engagiert und mit viel Herzblut stellte sich anschließend Michael Koller als Landratskandidat der Freien Wähler vor. Ihm ging es vorrangig darum, den Anwesenden zu vermitteln, was für ein Mensch er sei und wofür er stehe. Es gelang ihm eindrucksvoll, vielen Menschen aus der Region aus der Seele zu sprechen, was am zustimmenden Nicken und anhaltenden Applaus deutlich zu spüren war.

Freuten sich über eine gelungene Wahlversammlung (von links nach rechts): 2. Bürgermeister Volkhard Geiger, 1. Bürgermeister Franz Halmich, Daniela Grassl, Kreisvorsitzender Dietrich Nowak und Landrats-Kandidat Michael Koller

Freuten sich über eine gelungene Wahlversammlung (von links nach rechts): 2. Bürgermeister Volkhard Geiger, 1. Bürgermeister Franz Halmich, Daniela Grassl, Kreisvorsitzender Dietrich Nowak und Landrats-Kandidat Michael Koller

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