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Foto Piding

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Von der Wiese zum Tetra Pack

FWG Piding informiert sich über die Situation der Landwirte in Piding

Als Lebensmittelerzeuger und Landschaftspfleger sind die Landwirte für Piding von zentraler Bedeutung. Daher finden sie auch einen angemessenen Platz im Wahlprogramm der FWG Piding. Um sich ein genaues Bild von der aktuellen Lage in der Landwirtschaft zu machen, besuchte eine Abordnung der FWG Piding den Unterinneberger Hof der amtierenden Gemeinderätin und Ortsbäuerin Bärbel Schöndorfer. Die freute sich, ihre Beweggründe für ihre strenge Meinung zum Flächenverbrauch einmal aus ihrem Alltag heraus schildern zu können.
Tatsächlich gab es viel zu erläutern. Bauer Georg Schöndorfer führte zunächst einmal zum neuen Stallgebäude, das nicht, wie man vermuten könnte ein staatlich geförderter Neubau ist. Durch Zufall ergab sich nämlich die Möglichkeit, von der Flughafengesellschaft des Münchner Flughafens einen bestehenden Stall zu ersteigern, der auf dem Gelände der geplanten 3. Startbahn abgerissen werden sollte. Es begann ein Wettlauf mit der Zeit, denn zeitgleich mit der Abgabe eines Gebotes musste die Planung abgeschlossen, der Bau genehmigt und die Finanzierung geregelt sein. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Kaufs musste die Familie den Aufbau des Stallgebäudes aus finanziellen Gründen in Eigenleistung bewerkstelligen, da es für ein gebrauchtes Gebäude keine Förderung gab. Nach 2 Jahren ist die Bauphase nun endlich beinahe abgeschlossen.

Die FWG-ler durften den besagten Bau nun von innen begutachten und lernten dabei viel über die aktuelle Situation unserer Milchbauern. Der früher isolierte Stall wurde in offener, gut belüfteter Bauart wieder aufgebaut, denn Kühe mögen es am liebsten kühl. Und so konnte man dem deutschen Fleckvieh das Wohlbehagen deutlich ansehen. Während der Besichtigung wurde eifrig am gentechnikfreien, einheimischen Futter genascht und manche Kuh gönnte sich eine ausgiebige Massage an der vollautomatischen Bürste.

In der Tat haben die ca. 70 Milchkühe und die weiblichen Nachzuchtkälber auf dem Unterinneberger Hof hohen Komfort mit Familienanschluss. Wie Schöndorfer betonte, gehe er selbst nicht gern zum Arzt, sei hingegen eine der Kühe krank, werde sie sofort tiermedizinisch versorgt.

Trotz allem sei der betriebswirtschaftliche Druck natürlich hoch. Deshalb würden große Maschinen nicht mehr selbst angeschafft, sondern Arbeiten wie das Einbringen der Gras- und Maissilage durch Dienstleister erledigt. Daher kämen auch die manchmal unkonventionellen Zeiten zu denen geschnitten wird. Sie ergeben sich durch die engen Schönwetterfenster und die Terminplanung der jeweiligen Dienstleister. Da müsse man eben jede Gelegenheit nutzen, so Schöndorfer.

Die Schöndorfers erhalten in der konventionellen Landwirtschaft einen Milchpreis von knapp über 40 Cent netto pro Liter. Ihr Hof unterscheidet sich kaum von Bernhard Stallers Biohof am Högl. Die Umstellung auf Bio scheiterte jedoch an der fehlenden Fläche. Für die Anerkennung als Biohof wären 1,8 Großvieheinheiten je ha gefordert. Dies könnten Schöndorfers nur erfüllen, wenn sie Fläche zukaufen oder –pachten könnten. Und hier kommt Bärbel Schondörfer nun auf ihr Herzensanliegen zu sprechen. Mit Preisen von bis zu 25 € pro m² landwirtschaftliche Fläche sind in Piding aufgrund reger Kauftätigkeit die Flächen für Bauern mittlerweile unerschwinglich. Im Vergleich liegen die Preise in Franken z.B. bei 3 € pro m².

Auch Pachtflächen sind im Umkreis aufgrund der starken Nachfrage der Biogasanlagen für Milchviehbetriebe kaum mehr zu bekommen.

Im Anschluss an die Besichtigung des Stalls, wurde das Melkhaus unter die Lupe genommen. Mussten die Schöndorfers vor dem Bau noch bis zu 4 Stunden täglich mit melken verbringen, lässt sich in der neuen Anlage die ganze Prozedur auf 2 Stunden reduzieren. Hier kommt das Vieh aus dem Laufstall in den Melkstand, der 16 Tieren gleichzeitig Platz bietet. Wie in einer Autowerkstatt gibt es eine Grube, von der aus – mit beheiztem Fußboden, denn ein bisserl Luxus darf um 5.30 Uhr morgens schon sein – man die Euter mit den Melkzeugen bequem erreichen kann.
Ein großer Tank nimmt die Milch bis zur Abholung durch die Molkerei alle 2 Tage auf.
Die Frage nach dem Milchmengen trifft bei Bauer Schöndorfer auf offene Ohren. Er hat sich zur Zucht von deutschem Fleckvieh entschieden. Diese Rasse liefert zwar nicht die Höchstmengen an Milch, ist jedoch robust und auch gut zur Zucht und Fleischproduktion geeignet. Es wird größter Wert auf die Langlebigkeit der Tiere gelegt. Die dienstälteste Kuh im Stall ist derzeit 13 Jahre alt. Durchschnittlich liegt die Milchleistung zwischen 8000 und 9000 kg pro Jahr. Stierkälber und Jungkühe werden über den Zuchtverband in Traunstein vermarktet.
Das wiederum sichert die finanzielle Lage auf dem Hof. Georg Schöndorfer ist sichtlich stolz, dass die Hofnachfolge gesichert ist:
„Als Landwirte sind wir nur Fackelträger. Wir werden nicht reich dabei, aber unser größter Erfolg ist, einen gesunden Betrieb an die nächste Generation weitergeben zu können."

Bürgermeisterkandidat Walter Pfannerstill bedankte sich für die interessante Führung. Sein Fazit: „Wir alle wünschen uns Lebensmittel mit höchster Qualität. Der beste Weg dazu ist, die Erzeuger vor Ort, unsere Landwirte, zu unterstützen und ihren Fortbestand durch den Erwerb regionaler Produkte zu sichern."

slider sylvester

Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung, neues Licht, neue Gedanken und neue Wege zum Ziel.

 

Ein guten Start ins Jahr 2014 das wünschen wir Ihnen!

 

Die FWG Piding e.V mit Ihrem Bürgermeisterkandidat Walter Pfannerstill

Kläranlage

FWG Piding besucht die Kläranlage Piding

 

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Piding informierte sich über die Abwasserentsorgung der Gemeinde vor Ort im Klärwerk am Gänslehen. Für Fachinformationen standen Herr Arne Nath von der Firma Südwasser und der Klärwärter Matthias Koch zur Verfügung. Herr Nath, zuständig für 65 Anlagen in ganz Bayern, führte zu Beginn anhand eines Planes in die Funktionsweise der Kläranlage ein.
Auch die geplante Erweiterung um einen weiteren Faulturm und die Erhöhung der Kapazität des Denitrifikationsbeckens kam zur Sprache. Besonders interessant fanden die FWG-Gemeinderatskandidaten, dass durch den Einsatz einer Mikroturbine aus dem Klärgas erhebliche Mengen Strom gewonnen werden. So kann sich die Kläranlage mit den erzeugten 550.000 KWH zum größten Teil selbst versorgen. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass in Piding die Abwasserpreise zu den günstigsten in der Region gehören.
Nach dem theoretischen Teil ging es an die praktische Erkundung der Anlage. Draußen wurde der Weg des Abwassers von der Einleitung bis zum Abschluss der Klärung nochmals Schritt für Schritt nachvollzogen. Auch der Faulturm wurde bestiegen. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf die Geruchsentwicklung gelegt. Herr Nath berichtete, dass bereits Anwohner zum ¨Proberiechen¨ eingeladen waren, um den Geruch mit dem zu vergleichen, der in Piding schon einige Berühmtheit erlangt hat; unter anderem durch einen Bericht im Magazin der Süddeutschen Zeitung. An der Kläranlage läge es seiner Aussage nach nicht.
Während der Nachbesprechung erläuterte Herr Nath noch die Möglichkeit, die verbleibende Energie des Abwassers über Wärmetauscher zu Heizzwecken zu nutzen. Diese Idee wird die FWG Piding genauer beleuchten und für öffentliche Gebäude in Erwägung ziehen. So ging nach zwei Stunden ein sehr interessanter und informativer Vormittag zu Ende.
FWG-Bürgermeisterkandidat Walter Pfannerstill fasste zusammen: Das Klärwerk erfüllt mit der Reinigung des Abwassers nicht nur seinen eigentlichen Zweck sehr gut, sondern trägt mit der Stromgewinnung zu einer deutlichen Umweltentlastung bei. Ziel ist es weitere Potenziale der Anlage in Zukunft zu nutzen und die Abwassergebühren auf diesem niedrigen Niveau zu halten.

 

Liebe Pidingerinnen und Pidinger,

das kommende Jahr steht ganz im Zeichen der Kommunalwahl am 16. März 2014. Da mir das Wohl meiner Heimatgemeinde sehr am Herzen liegt, kandidiere ich für das Amt des 1. Bürgermeisters.

Deckblatt Infopost 2013

Foto Kandidaten

Einstimmiges Ergebnis für Walter Pfannerstill und seine FWG-Kandidaten

 

Walter Pfannerstill und seine Kandidaten der FWG-Liste wurden in der Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl einstimmig bestätigt.

Im Rahmen der Vorbereitungen zu den Kommunalwahlen 2014 hatte nun auch die FWG Piding ihren öffentlichen Auftritt. Dazu lud der 1. Vorsitzende Josef Dendl Mitglieder und Interessierte in die neu gestalteten Gasträume des Gasthof Johannishögl zur Aufstellungsversammlung.

Wer hinter der langen und detaillierten Tagesordnung mit vielen, bürokratischen Verfahrensregeln eine trockene und mühselige Pflichtübung vermutete, wurde diesmal überrascht. Denn nach den üblichen Grußworten und der Feststellung der Wahlberechtigten durch den Vorsitzenden übergab dieser das Wort an den langjährigen FWG-Gemeinderat Andreas Reichenberger. Reichenberger, der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellt, führte gekonnt durch die strengen Auflagen der Wahlordnung und stellte ganz nebenbei sein theatralisches Können unter Beweis. Streng mahnte er die Wahlberechtigten zur Beachtung der geheimen Wahl.

So freute sich Josef Dendl, dass durch den Marsch an die „Wahlkabine" die versammelten Teilnehmer nebenbei noch beweglich und frisch blieben.

Auch unter Einhaltung aller bürokratischen Hürden war die Wahl zügig vorüber und Bürgermeisterkandidat Walter Pfannerstill freute sich über das eindeutige Votum sowohl für seine Kandidatur, wie auch für die gesamte Kandidatenriege. Er betonte, wie wichtig es für ihn sei, zu wissen, dass die gesamte FWG geschlossen hinter ihm stehe. Mit der Auswahl der Kandidaten sei er überaus zufrieden.

So folgt auf Walter Pfannerstill, der die FWG-Liste anführt, mit Georg Dufter als langjährigem Gemeinderat und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss ein absoluter Finanzprofi. Dem selbständigen Steuerberater liegen jedoch nicht nur die Finanzen, sondern auch die Sportförderung in der Gemeinde besonders am Herzen. Mit Platz 3 folgt bereits die erste aus der FWG-Frauenriege. Bärbel Schöndorfer, Ortsbäuerin in Piding setzt sich konsequent für den sparsamen Umgang mit unseren Flächen ein. Sie sitzt als Gemeinderätin ihrem Hauptanliegen entsprechend im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde. Christian Kleinert auf Platz 4 arbeitet in der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. Er engagierte sich viele Jahre sehr aktiv als Tourismusverantwortlicher der Gemeinde und ist seit seiner Jugend in Vorstandschaften mehrerer Pidinger Vereine tätig. Neben dem Tourismus als Schwerpunktthema setzt sich Kleinert für eine gesunde, langfristige Gesamtentwicklung der Gemeinde Piding ein. Franz Geigl (Platz 5) ist das Urgestein der FWG. Als pensionierter Postbeamter vertritt er seine Meinung seit vielen Jahren im Pidinger Gemeinderat, arbeitet im Bau- und Umweltausschuss mit und ist absoluter Spezialist für die Pidinger Wasserver- und –entsorgung. Sein zweites Steckenpferd ist das Thema Verkehr. Manfred Beranek auf Platz 6 ist selbständiger Einzelhandelskaufmann und bereits als Gemeinderat im Haupt- und Finanzausschuss tätig. Privat gehört sein Herz dem Sport und er unterstützt Fußballer und Ringer mit seinem Know how.
Susanne Scholze ebenfalls bisher schon Gemeinderätin im Haupt-, Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss kandidiert auf Platz 7. Neben ihrer großen Familie managt sie die Geschicke des TC Piding und engagiert sich sowohl als Kindergartenreferentin als auch im Schulverband. Als neues Gesicht konnte Christian Wagner (Platz 8) gewonnen werden. Der Gebietsverkaufsleiter der Firma Bürgerbräu ist sowohl betriebswirtschaftlich versiert, als auch als aktiver Elternsprecher in allen Schulthemen up to date. Auch Brigitte Kagleder engagiert sich erstmals für die FWG und tritt auf Platz 9 an. Die von verschiedenen Parteien umworbene Verwaltungsbeamte ist in der Naturschutzbehörde des LRA Traunstein tätig und vielen Pidingern als engagiertes ASV-Führungsmitglied und Flohmarktorganisatorin bekannt.
Bernhard Staller, ebenfalls erstmals auf der Liste, belegt Platz 10. Der Molkereimeister (Milchwerke Piding) betreibt am Högl im Nebenerwerb einen Biobauernhof und steht, wie Bärbel Schöndorfer, besonders für sparsamen Flächenverbrauch und Umweltschutz ein.
Wolfgang Koch begleitet die FWG seit einigen Jahren als Vorstandsmitglied und besetzt derzeit das Amt des Schriftführers. Der 3-fache Familienvater ist Verwaltungsbeamter bei der Polizei, Trainer der Pidinger Fußballjugend und auf Platz 11 gelistet.
Als Ferienwohnungsvermieter hat er den Pidinger Tourismus im Blick und engagiert sich für die Verkehrssituation im Pidinger Dorf.
Hubert Diesbacher derzeit als Gemeinderat im Bau- und Umweltausschuss und im Abwasserzweckverband engagiert, belegt Platz 12. Der Bautechniker ist außerdem als Jugendwart bei der FFW aktiv.

Junges Blut bringt Patrick Goldbrunner, auf Platz 13, in die FWG. Der gelernte Bankkaufmann führt als Financial Consultant die Finanzen bei Lidl Österreich. Privat engagiert er sich als aktiver Fußballer im Vorstand des ASV Piding.
Cem-Markus Öztunc auf Platz 14 tritt ebenfalls erstmals an. Der gelernte Speditionskaufmann ist als Abteilungsleiter tätig und interessiert sich auch außerhalb seines Jobs für die Gewerbeentwicklung. Als ehemaliger Elternbeirat und Vater von 2 Söhnen ist auch das Schulwesen in Piding für ihn ein wichtiges Thema. Michael Scheil (Platz 15) bereichert das Team nicht nur kulturell. Er ist als Musikant der bayerischen Volkskultur eng verbunden und hauptberuflich bei den Stadtwerken Bad Reichenhall beschäftigt. Als Pidinger Urgestein ist er viel im Dorf unterwegs und kennt die Probleme und Entwicklungen in Piding genau.
Sandra Fraaz, geb. Wieser (Platz 16) führt seit 2008 die politische Tradition der Familie weiter. Als gelernte Marketingwirtin schätzt die Pressereferentin der FWG vor allem den „Freigeist" im FWG Team. Die Sparkassenbetriebswirtin unterstützt seit über 10 Jahren den Bereich Unternehmensplanung und Controlling der Sparkasse. Neben den Themen Kindergarten und Schule beschäftigt die zweifache Mutter vor allem die finanziell problematische Situation der Gemeinde.
Hans Schinko ist als Wirt die feste Institution auf dem Pidinger Fußballplatz. Als hauptberuflicher Einzelhandelskaufmann und Vater von 4 Kindern hat er aber auch wirtschaftliche und soziale Themen auf der Agenda. Er kandidiert auf Platz 17.
Auch Udo Heusler tritt auf Platz 18 erneut für die FWG an. Der Diplomverwaltungswirt hat 3 Kinder und engagiert sich unter anderem für die Vereine in Piding. Lange Zeit hat er selbst die Ski-Abteilung des ASV und die Fußball-Jugend betreut.
Mit Birgit Hoffmann, geb. Kiefer, findet sich ein weiteres Finanztalent auf Platz 19 der FWG-Liste. Die gelernte Industrie- und Sparkassenkauffrau ist seit einigen Jahren in der Vertriebssteuerung tätig und wenn es etwas zu organisieren gibt, kann man stets auf sie zählen. Josef Haiker, Küken der FWG-Riege schließt die Liste ab. Trotz seiner jungen Jahre hat er bereits einiges an Fachwissen zu bieten. Er studiert im 9. Semester Jura. In Piding ist er langjähriges Mitglieder der Feuerwehr und unterstützt die Musikkapelle.

Als Ersatz stehen mit Gerhard Schöndorfer, Direktionsleiter der AOK und Christine Reichenberger, Dipl. Betriebswirtin zwei kompetente Kandidaten zur Verfügung. Sie unterstützen Walter Pfannerstill und seine FWG darüber hinaus auch bei der Entwicklung ihrer Zukunftsvision für Piding.

Foto Pfannerstill

Bewegende Momente gab es im Anschluss an die Wahl noch bei Walter Pfannerstills Plädoyer für seine Kandidatur. Oft gefragt, warum gerade er sich für das Amt des Bügermeisters berufen fühle, legte er noch einmal kurz seine Beweggründe dar.

Tatsächlich war seine Kandidatur keine leichte Entscheidung, da Pfannerstill seit 31 Jahren bei der Sparkasse tätig ist und sich mit den Jahren eine sehr anspruchsvolle und abwechslungsreiche Position erarbeitet hat, die ihn erfüllt und ihm viel Freude bereitet.

Piding sei jedoch seine Heimatgemeinde, betont Pfannerstill: „Hier bin ich geboren und aufgewachsen. Ich konnte mir nie vorstellen von Piding wegzuziehen. Es liegt mir wirklich sehr am Herzen."
„Jedoch gibt es in Piding Entwicklungen die ich für bedenklich halte", fuhr er fort.
Zum einen die Finanzen: Piding wies 2007 einen Schuldenstand vom 850 TEUR auf.
Zum 31.12.2013 sind 4.270 TEUR im Haushalt geplant. Ein erschreckender Anstieg. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf. Das Instrument der mittelfristigen Finanzplanung müsse besser genutzt werden, betonte Pfannerstill. Dazu müsse zunächst entschieden werden, welche Projekte umgesetzt werden sollen. Daraufhin solle es eine Priorisierung geben. Schließlich müsse der Gemeinderat entscheiden in welchem Zeitraum die Umsetzung erfolgen solle und damit auch, ob weitere Verbindlichkeiten dazu aufgenommen, bzw. Rücklagen gebildet werden müssen.

Als zweiten Punkt nannte Pfannerstill die Gewerbeentwicklung. Der Wegzug der EurimPharm traf die Gemeinde hart. Diese Entwicklung setze sich bedenklich fort. Die Gemeinde verliere auch weiterhin Betriebe. In 2013 seien das drei Unternehmen gewesen. Hier sieht Pfannerstill eine Lösungsmöglichkeit im intensiven Kontakt mit den Geschäftsführern der Unternehmen, um deren Vorhaben und Bedürfnisse rechtzeitig zu erfahren und frühzeitig eine gemeinsame Lösung erarbeiten zu können.

Darüber hinaus sei für ihn der Tourismus ein fester Bestandteil der Gemeinde. Bei knapp 60.000 Übernachtungen entstehe in der Gemeinde eine Wertschöpfung von ca. 3 Mio. EUR jährlich. Alle Pidinger profitierten davon. Einzelhandel, Gaststätten und auch das kulturelle und gesellschaftliche Leben wäre ohne Gäste ärmer. Fraglich z. B. ob Trachtenverein, Musikkapelle oder Theatergruppe auch weiterhin so stark bestehen könnten.

„Ich stehe für ein klares Bekenntnis zum Tourismus in Piding! Wir müssen ein Zeichen setzen für die Vermieter, dass sich Investitionen lohnen."

Doch damit sei es noch nicht getan. Auf dem durch Initiative der FWG ins Leben gerufenen Sachstandsbericht der Verwaltung hätten sich inzwischen mehr als 20 Punkte angesammelt, die in der nächsten Zeit abgearbeitet werden müssten, erklärte Pfannerstill.

Darum könne er nicht länger in der zweiten Reihe ausharren und müsse die Chance ergreifen, Piding in den nächsten sechs Jahren aktiv zu gestalten. Denn Piding könne mehr!

Stolz sei Pfannerstill auf die Liste der Kandidaten. Er sehe eine gute Mischung aus jung und alt, verschiedenen Berufen. Jeder der Kandidaten sei dazu imstande, die Gemeinde kompetent zu vertreten. Beinahe jeder Ortsteil und jede Interessensgruppe sei vertreten und für jeden Bürger etwas dabei.

Abschließend gab der Bürgermeisterkandidat sein Versprechen: „Wir werden einen sachlichen und fairen Wahlkampf führen. Wir haben Profil und Stärke genug und werden für uns und unsere Ziele werben. Nur wer selbst nichts zu bieten hat ist gezwungen seine Mitbewerber unsachlich und persönlich anzugreifen.

Er bedankte sich bei den Anwesenden und betonte, er freue sich auf die Zusammenarbeit, vor allem in den kommenden 4 Monaten vor der Wahl.

Nach dem gemeinschaftlichen Posing für Hoffotograf Frank Jung empfahl Sepp Dendl augenzwinkernd noch einen 2-stündigen Vortrag über Sinn und Zweck von Gemeinderatswahlen, den die Anwesenden jedoch dankend ablehnten. Dann wies er darauf hin, dass die Pidinger Bürger auf die fertigen Infobriefe warteten und kein Anwesender ohne sein „Päckchen" an Arbeit den Raum verlasse.
Die FWG-Mitglieder nahmen die Androhung gelassen und die Versammlung ging zum gemütlichen Teil des Abends über. Hier wurde deutlich, dass dieses Team bereits jetzt eine eingeschworene Gemeinschaft ist, die gemeinsam nicht nur Probleme anpacken, sondern auch einen entspannten Abend genießen kann.

 

Ihr Ansprechpartner

Christian WagnerChristian Wagner
1. Vorsitzender
Ahornstr. 61

83451 Piding

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