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Verkehrs-Chaos droht und Bürgermeister sieht keinen Handlungsbedarf

Auf die Anfrage der FWG Piding zu diversen Verkehrsmaßnahmen informierte Christian Rehm, Leiter des Staatlichen Bauamtes Traunstein, am 20.02. ausführlich per E-Mail. Die Information ging zeitgleich unter anderem an die Gemeinde Piding und an Bürgermeister Holzner persönlich.

Am 12.03.2024 war im Reichenhaller Tagblatt unter der Überschrift „Verkehrschaos droht“ ebenfalls detailliert zu lesen, welche Vorhaben rund um unsere Gemeinde geplant sind.

Zusammengefasst wird

  1. baldmöglichst die Anschlussstelle der A 8 in Piding zusammen mit dem Kreisverkehr um- bzw. ausgebaut und die Linksabbiegespur in Richtung Freilassing in Verbindung mit einer Ampelanlage wieder aktiviert.
  2. ab 2025 die Saalachbrücke auf der A8 vor der Grenze zu Österreich erneuert.

Dies bedeutet für unsere Gemeinde:

  • der Stau aufgrund des Brückenneubaus auf der A8 verursacht dauerhaften Ausweichverkehr über die St 2103. Es kommt dadurch regelmäßig zu Rückstauungen an der Ampelanlage Kreuzung B 20 / St 2103, zu einer Mehrbelastung der B 20 und damit Rückstauungen Richtung Hammerauer Berg
  • die Baustelle an der Autobahnausfahrt und die Umbaumaßnahme am Kreisverkehr führen unausweichlich zum täglichen Verkehrschaos, die Ausweichstrecke führt mitten durch unseren Ort.

Auf eine entsprechende Anfrage in der Bauausschusssitzung am 12.03.2024 sagte Bürgermeister Holzner, es sehe keinen Handlungsbedarf, die Gemeinderäte könnten gerne etwas ausarbeiten, wenn es sie interessiert“. Auf Nachfrage in der Bürgerversammlung am 15.03.2024 weiß Hannes Holzner dann nichts von den Planungen des Staatlichen Bauamtes bzw. der Autobahn GmbH und fand es „nicht zielführend ins Blaue hinein zu diskutieren“.

Dabei übersieht Bürgermeister Holzner wohl Folgendes: Er ist hauptamtlicher Bürgermeister unserer Gemeinde. Es ist seine Pflicht und Aufgabe vorausschauend tätig zu werden um, wie in diesem Fall, durch den ortsunkundigen Ausweichverkehr zu befürchtenden höheren Unfallrisiken und die ebenfalls zu erwartende Belastung der Pidinger Bürger mit Lärm und Abgasen so weit wie möglich zu vermeiden. Dazu steht ihm die Verwaltung z. B. für Terminvereinbarungen - soweit sie Zugriff auf seinen Terminkalender hat - oder für notwendigen Schriftverkehr zur Verfügung. Zudem sollte er die hoffentlich vorhandenen Verbindungen zu Polizei, Landratsamt, staatlichem Bauamt oder der Landespolitik nutzen, um alle Möglichkeiten zum Schutz der Einwohner unserer Gemeinde auszuloten.Die Gemeinderäte sind dagegen ehrenamtlich tätig, alle Aktivitäten erledigen sie in ihrer Freizeit. Zudem haben einzelne Räte im Verhältnis zu Behörden wohl deutlich geringeren Einfluss als ein Rathauschef.

Wir appellieren daher an Bürgermeister Holzner, dass er umgehend seiner Verantwortung gerecht wird und sich dieser Thematik annimmt.

Ihr Ansprechpartner

Christian WagnerChristian Wagner
1. Vorsitzender
Ahornstr. 61

83451 Piding

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