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Rathaus Freilassing

Mit dem jungen TSV-Vorsitzenden wirft der nächste Kandidat seinen Hut in den Ring

Es war bereits seit Monaten spekuliert worden, nun ist es offiziell: Mit dem 30-jährigen Daniel Längst macht der nächste Kandidat seine Ambitionen auf das Amt des Freilassinger Bürgermeisters bekannt. Der gelernte Versicherungskaufmann und TSV-Vorsitzende geht für die FWG-Heimatliste ins Rennen. Längsts Wahlprogramm soll zwar erst im Oktober bekannt gegeben werden. „Wir wollten nun aber sehr gerne noch vor den Sommerferien unseren Mann präsentieren“, erklärt Walter Hasenknopf, Vorsitzender der Freilassinger FWG.

FWG-Bürgermeisterkandidat Daniel Längst
FWG-Bürgermeisterkandidat Daniel Längst

Hasenknopf war gemeinsam mit Längst für ein persönliches Gespräch in die Redaktion der Heimatzeitung gekommen, um die Kandidatur bekanntzugeben. Diese sei bereits seit vergangenem Herbst vorbereitet worden, wie der FWG-Vorsitzende erläutert. „Nach der Neuwahl des FWG-Ortsvorstands haben ich und meine Kollegen uns zügig Gedanken darüber gemacht, wen wir als Bürgermeisterkandidaten der FWG vorschlagen.“

FWG zollt Längst Respekt für seine TSV-Arbeit

Schnell habe man an den jungen TSV-Vorsitzenden gedacht, der sich in diesem und anderen Ehrenämtern bereits einige Sporen erworben habe. „Er hat im TSV Verantwortung in durchaus schwierigen Zeiten übernommen“, erinnert Hasenknopf an das Hochwasser 2013, als der Verein mit Badylon und Sporthalle gleich zwei Trainingsstätten verlor. Heute stehe der TSV angesichts einer gestiegenen Mitgliederzahl, weiteren Sparten und soliden Finanzen besser da denn je, lobte Hasenknopf die Unternehmerqualitäten Längsts. Da sei es nur logisch gewesen, dass die FWG mit ihm das Gespräch gesucht habe. „Wir sind schnell auf einen Nenner gekommen, was wir für Vorstellungen und gemeinsame Ziele haben“, erläutert Hasenknopf. „Und ich habe gerne zugesagt, weil ich mit der FWG ein starkes Team hinter mir weiß“, so Längst, der sich, wie berichtet, auch bei anderen Gruppierungen vorgestellt hatte. Eine „freie Kandidatur“, wie sie Markus Hiebl bekanntgab, sei für ihn nicht in Frage gekommen. „Ich habe in meinen Ehrenämtern immer dann am Meisten erreicht, wenn ich Leute im Hintergrund hatte, auf die ich mich verlassen konnte“, verdeutlicht der 30-Jährige.

Auch wenn sein Wahlprogramm erst noch folgt, so hat er sich bereits doch Gedanken über seine Ziele gemacht. Unter anderem nennt Längst mehr Service für Bürger im Rathaus, eine effizientere Verwaltung und mehr Transparenz, wie Entscheidungen zustandekommen. So will er unter anderem die umstrittene, wenn auch offenbar wasserdichte Geschäftsordnung des jetzigen Stadtrats auf den Prüfstand stellen. Diese hatte für Kritik gesorgt, weil derzeit alle Stadtrats-Anfragen über den Tisch von Bürgermeister oder Hauptamtsleitung gehen müssen.

„Außerdem möchte ich dafür sorgen, dass Projekte, die bereits lange in der Schublade liegen, auch wirklich umgesetzt werden“, sagt Längst und denkt dabei unter anderem ans Integrierte Stadtentwicklungskonzept, das sogenannte ISEK. „Es ist alles da, man muss es eben nur auch konkret umsetzen“, ist der 30-Jährige überzeugt. Dabei will er auch verstärkt die Bürger mitnehmen: „Einfache Infoveranstaltungen, in denen die Bürger nur mehr vor vollendete Tatsachen gestellt werden, reichen mir nicht“, so Längst, der ganz grundsätzlich „andere Wege“ für Freilassing verspricht. Seine Heimatstadt will der zweifache Vater wieder zum „führenden Ort“ im Landkreis machen.

Längst: „Kenne die Probleme junger Familien“

Apropos Familienvater: Als solcher nimmt Längst für sich in Anspruch, die Probleme junger Freilassinger Familien zu kennen – ob es darum geht, einen Betreuungsplatz zu finden oder eine ausreichend große, bezahlbare Wohnung. Freilich: Mehr Wohnraum entsteht nur, wenn die Stadt die richtigen Investoren mit im Boot hat. Gefragt, wie er sich deshalb etwa gegenüber einem Max Aicher – Freilassings größtem Grundbesitzer – verhalten will, stellt Längst allerdings klar: „Für mich ist Max Aicher ein Investor wie jeder andere.“ Für den 85-jährigen Unternehmer würden daher auch die gleichen Regeln gelten wie für alle anderen. „Dennoch muss man natürlich den Dialog suchen und im Gespräch bleiben.“

Gesprochen hat Längst im Vorfeld der Kandidatur auch mit seiner Frau Barbara, die seine Kandidatur „voll und ganz“ unterstütze. „Schon jetzt bin ich ja durch meine Ehrenämter abends viel unterwegs“, erklärt Längst auf die Frage, ob er sich die Belastung des Amts zutraut. „Ich glaube, es würde nicht viel Unterschied machen.“

Vorstandschaft der FWG Heimatliste Freilassing mit Bürgermeisterkandidat Daniel Längst, im Bild von links nach rechts: Walter Hasenknopf, Julia Albrecht, Daniel Längst, Bettina Oestreich-Grau und Thorsten Portain
Vorstandschaft der FWG Heimatliste Freilassing mit Bürgermeisterkandidat Daniel Längst, im Bild von links nach rechts: Walter Hasenknopf, Julia Albrecht, Daniel Längst, Bettina Oestreich-Grau und Thorsten Portain

Bericht: Johannes Geigenberger

FWG Heimatliste Freilassing

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