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Der Ur-Wieser

Piding - Urwies. Hund Elli rennt um den Hof, Hühner gackern, der Gockel kräht – im Hintergrund grüßen Staufen und Burg Staufeneck. Eine reine Idylle könnte man glauben – wären da nicht in unmittelbarer Nähe die B 20 und die A 8. Der heimische Hof der Familie Wieser – Hausname „Wagnerbauer“ – ist ein nahezu perfektes Beispiel für das Spannungsfeld, dem die rund 5000-Einwohner-Gemeinde ausgesetzt ist.

Toni Wieser

Im Dreieck zwischen Staufen, Högl und Saalachau hat sich der Verkehrsknotenpunkt des Berchtesgadener Landes viele landwirtschaftliche Flächen und Naturschönheiten bewahrt. Eine intakte Dorfstruktur, wie man sie heute kaum noch findet gehört ebenfalls dazu: Kirche und Wirtshäuser, Bäcker und Metzger, Schulen und Sportplätze, Kindergärten und Gewerbe – und das alles belebt von aktiven Vereinen durch alle Generationen. Welches Motiv also hat ein beruflich erfolgreicher Familienvater, sich in den Dienst seiner Mitmenschen und an die Spitze seiner Gemeinde stellen zu wollen?

„Seit meiner Geburt lebe ich in Piding und schätze und kenne meine Heimat in allen Facetten“ beantwortet Toni Wieser diese Frage. „Es liegt mir am Herzen, unsere Aktivposten zu bewahren und zu stärken. Dazu gehört für mich auch, anstehende Probleme direkt und gemeinsam zu lösen. Deswegen ist es der Freien Wählergemeinschaft Piding und mir persönlich wichtig, mit unseren Bürgerinnen und Bürgern einen Politikwechsel zu wagen: Wir wollen Piding kein Programm überstülpen, sondern die Themen von Jung und Älter aufnehmen – schließlich wissen die Menschen am Besten, was sie wollen und wo der Schuh drückt.“

Zu diesem neuen Stil gehört auch, dass Wieser und sein Team in ihrem Werben um Wählerstimmen jegliche Konfrontation mit den politischen Mitbewerbern vermeiden: „Vorwürfe bringen nichts. Politik und damit gerade auch die Kommunalpolitik muss weg von parteipolitisch motivierten Grabenkämpfen. Wir haben konkrete Aufgaben und Herausforderungen und die werden wir mit allen, die sich zum Wohl der Gemeinde einbringen wollen, gemeinsam angehen.“ Da scheint auf, was Wieser sein ganzes Berufsleben prägte und prägt: Lösungsorientierter Umgang mit Menschen.

Nach verschiedenen Ausbildungen und Qualifikationen, zunächst bei der damals noch in Piding ansässigen EurimPharm, fand sich der Vater von zwei Kindern schnell im Personalwesen. Seine geradlinige Aufgeschlossenheit begründete das Vertrauen, das ihm Chef-Etage und Mitarbeiter entgegen brachten: „Ohne Vertrauen und Zuverlässigkeit geht im Personalbereich gar nichts. Das gilt natürlich auch für meine heutige Arbeit.“

Wieser arbeitet bei einem Unternehmen in Rosenheim und ist als Personalchef für rund 100 Beschäftigte verantwortlich. Richtige Kommunikation ist dabei die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Miteinander: Es reicht nicht zu wissen, was man zu sagen hat. Oft ist das „Wie“ entscheidend. „Offenheit und Klarheit“ sind deswegen die Voraussetzungen für jedes seiner Gespräche, so Wieser. „Und genau das will ich auch in die Politik einbringen.“

Zur Einarbeitung in die Piding bewegenden und bestimmenden Themen gehören seit der Bekanntgabe seiner Kandidatur naturgemäß zahlreiche Gespräche mit Vereinen, Unternehmern, Behörden und „normalen“ Menschen. „Immer wieder zeigt sich, dass allein schon das Zuhören Unzufriedenheiten auflöst, Sicherheit gibt und Entwicklungen ermöglicht“ lautet ein Zwischenfazit des Bürgermeisterkandidaten. „Man spricht zu viel übereinander und zu wenig miteinander.“

Wieser ist durch und durch nicht nur von seinen beruflichen Erfahrungen geprägt, sondern vor allem durch seine Verankerung im Gemeindeleben. Als Mitglied in verschiedensten Vereinen, so beim Obst- und Gartenbau-Verein oder den Staufenecker-Trachtlern, aber auch durch seine weite Verwandtschaft, sind ihm die Themen jeder Generation vertraut. Das zeigt sich besonders in seiner Verbundenheit zum ASV Piding: Vom aktiven Fußballer bis hin zu jahrelangem Training aller Alterstufen gehört „der Toni“ einfach dazu.

„Toni“ ist ihm sowieso lieber als „Anton“: „Mir ist der Anton zu gespreizt – und so nennt mich auch keiner.“ Da zeigt sich eine Natürlichkeit, die Wieser auch in seiner Freizeit sucht: Bergsteigen, Skifahren – und nicht zuletzt sein Garten und seine Kleintierzucht. „Natur und Tiere geben einem die Ruhe zurück, die der Alltag oft raubt“ erklärt Wieser seine „Erdung“. Aus dieser Bodenständigkeit erklärt sich seine „natürliche“ Affinität zu landwirtschaftlichen Themen. „Ich will mich nicht in einzelnen Aspekten erschöpfen, denn wir brauchen eine neue Art der Zusammenschau.“

Damit geht es Wieser um Effizienz: „Gemeindethemen sind von Haus aus komplex, umfassen viele Aspekte und Einzelheiten. Es bringt nichts, jedes Thema einzeln zu betrachten, wenn man es nicht in einen Zusammenhang stellen kann“ schlägt er die Kurve zur Landwirtschaft. „Landwirtschaftliche Themen sind zugleich Flächen- und Entwicklungs-, damit Gewerbe-, Arbeit- und Wohnthemen. Ernährung und Verkehr, Naturschutz und Freizeit spielen hier ebenfalls hinein. Heutzutage ist es fahrlässig, kein Gesamtkonzept zu haben.“

Deswegen nennen Wieser und die FWG als Ziel Nummer 1 die Aktualisierung, Ergänzung und Umsetzung eines Ortsentwicklungsplanes. „Ohne diesen Plan geht gar nichts. Themen, Möglichkeiten, Chancen und Probleme interagieren. So wie keiner für sich alleine lebt, so hängt jedes Thema mit einem oder mehreren andern zusammen. Und viele Themen enden auch nicht an der Gemeindegrenze.“

Für Wieser ist klar: Beteiligte und Betroffene gehören an einen Tisch, der Ortsentwicklungsplan stellt dazu den Wegweiser auf. „Ich wünsche mir das Rathaus als Kompetenz- und Kommunikationszentrum. Ganz nach unserem und meinem Motto: Miteinander. Füreinander. Für Piding.“

Toni Wieser

Ihr Ansprechpartner

Christian WagnerChristian Wagner
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83451 Piding

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