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FWG fordert zentrales Flächenmanagement

„Als unverzichtbare Grundlage für echte Planungssicherheit und verbindliche Richtlinie für alle unternehmerischen Entscheidungen braucht Piding eine Ortsentwicklungsplanung und parallel dazu einen Flächennutzungsplan. Beide müssen verbindlich sein: Alle Beteiligten brauchen Sicherheit, wo in der Gemeinde was möglich ist – und was nicht.“

So lautet das Fazit von FWG-Bürgermeisterkandidat Toni Wieser nach einer Diskussionsrunde der FWG-Kandidaten auf der Basis mehrerer Hintergrundgespräche, unter anderem bei den Milchwerken oder dem Wirtschaftsservice BGL. Die Gemeinde dürfe nicht wie in der Vergangenheit darauf warten, dass sich Investoren und Grundstückseigentümer zufällig finden, so die Meinung eines Teilnehmers. „Das Rathaus selbst muss in ein aktives Flächenmanagement eintreten, verfügbare Grundstücke selbst akquirieren und erwerben“ lautete Wiesers Antwort. „Und es ist möglich: Die Gemeinde wird im Jahr 2020 eine Summe von rund 10 Millionen Euro „auf der hohen Kante haben“ und zahlt dafür jährlich 50.000 Euro Strafzinsen. Das muss nicht sein.“ Flächenbedarf und der Wunsch nach Planungssicherheit betrifft nicht nur Landwirte und Unternehmer, sondern auch die Gemeinde selbst und Haus- wie Grundbesitzer. Das Management dieser komplexen Thematik braucht eine klare Adresse mit klarer Verantwortung – und das kann nur die Gemeinde selbst sein“, so Wieser.

Gruppenbild

Die Gemeinde Piding muss für eine flächensparende, erfolgreiche Entwicklung gemäß der Markenstrategie des Landkreises in erster Linie vor Ort gewachsene Betriebe fördern. Innenverdichtung hat Vorrang vor Ausweisung in Außenbereichen, Bewerber für Ansiedlungen müssen konsequent nach Wertschöpfungskriterien wie der Anzahl an qualifizierten Arbeitsplätzen, Ausbildungsplätzen, möglichst wenig Immissionen oder zu zahlender Gewerbesteuer vor Ort bewertet und ausgewählt werden, lauten die Eckpunkte der FWG-Wirtschaftsrichtlinie. Dies ist nur möglich, wenn der Bürgermeister als Gemeindeoberhaupt eine aktive Rolle bei Gewerbeerwerb einnimmt und damit eine selektive Vergabe an Interessenten zusammen mit professionellen Akteuren ermöglicht. „Zusammengefasst geht es darum, mit möglichst wenig Grund möglichst viele positive Auswirkungen auf die Gemeinde zu generieren. Das Ziel ist eine durchdachte Strategie für laufende Ausgaben und geplante Investitionen – was brauchen Menschen, Unternehmen und Gemeinde, was können sie leisten und vor allem: Was können sie sich leisten?“, so Wieser. „Wir stehen für eine Entwicklung mit Augenmaß: Nicht Wachstum oder Verhinderung um jeden Preis, sondern Erhaltung von Natur und Lebensqualität mit Entwicklung von langfristig verträglichem Miteinander von Leben und Arbeiten.“

Piding vom Hochstaufen aus

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