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Foto Piding

Trotz Krampustreibens wagten sich kürzlich einige tapfere Pidinger mit der Freien Wählergemeinschaft zur Bahnhofsbesichtigung und dem anschließenden Infostammtisch.

FWG-Gemeinderat Georg Dufter besprach eingangs mit dem anwesenden Stellwerksleiter eines seiner dringendsten Anliegen, die Schließzeiten der Schrankenanlage an der Auenstraße. Der Stellwerksleiter erklärte ausführlich, dass die für einige Pidinger deutlich zu langen Schließzeiten mit der geringen Entfernung zum Bahnhof zusammenhingen. Die Zugführer müssten gewisse Mindestgeschwindigkeiten bei Annäherung an einen offenen Bahnübergang einhalten. Bei offener Schranke würde dies bei der Einfahrt der Züge dazu führen, dass der Zug schon weit vor dem Bahnhof Piding nur noch 25 km/h fahren dürfte. Ein Verstoß des Zugführers gegen diese Regelung verursache grundsätzlich sofort eine automatische Bremsung, so der Stellwerksleiter.

Dadurch könnten die Züge ihre Fahrpläne nicht einhalten, es käme zu weitläufigen Verzögerungen. Daher würden die Schranken bereits vor Einfahrt des Zuges in den Pidinger Bahnhof geschlossen. Die damit verbundenen Wartezeiten am Bahnübergang Auenstraße seien daher aufgrund der vorhandenen Sicherheitsbestimmungen nicht zu umgehen.

Im Anschluss wurde der neue Bahnsteig ausgiebig in Augenschein genommen. Auffällig sind bereits auf den ersten Metern in die Betonbauteile eingelassene Orientierungshilfen für Sehbehinderte. Die verschiedenen Punkt- und Linienmuster sollen sehbehinderte Menschen sicher über den Übergang und entlang des Bahnsteigs zur Einstiegsstelle führen. Eine Kantenmarkierung zeigt zusätzlich die äußerste Bahnsteigkante an.

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Birgit Hoffman begrüßte die hohen Bahnsteige, die gehbehinderten und älteren Personen beim Einstieg sehr entgegenkämen. Auch optisch machte der Umbau einen guten Eindruck. Franz Geigl wies darauf hin, dass auch die Lärmbelastung der Anwohner durch die Umbauarbeiten reduziert worden sei.

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Als Wermutstropfen des neuen Konzeptes mussten die FWG-ler jedoch erkennen, dass das Bahnhofsgebäude völlig außen vor gelassen wurde. Zwar ist der Warteraum noch unverändert vorhanden. Der Bahnsteig wurde jedoch viele Meter vom Bahnhofsgebäude in Richtung Autobahn verlegt und mit separaten Wartehäuschen bestückt, so dass der Raum kaum noch nutzbar ist. Ein Lokführer, der den Umbau grundsätzlich als gelungen ansieht, erklärte dazu kurz, dass die Einbindung von der deutschen Bahn wohl bewusst vermieden worden sei.

Nun entschied man sich, die durchgefrorenen Glieder im Palmcafe wieder aufzuwärmen und die Diskussion im Warmen fortzusetzen. Dort angekommen informierte Gemeinderat Christian Kleinert über die anstehenden Punkte des öffentlichen Teils der nächsten Gemeinderatssitzung. Die Anwesenden konnten hierzu ihre Meinung ebenfalls einbringen.

Insgesamt schien das neue Konzept des FWG-Info-Stammtisches gut aufzugehen. Natürlich war die öffentliche Beteiligung noch sehr zurückhaltend. Der Termin am Nikolaustag musste aufgrund des nächsten Gemeinderats-Sitzungstermins so gewählt werden. Dennoch freuten sich Gemeinderäte und Vorstände über die sinnvolle Verbindung eines Orttermins mit einer Sitzungsvorbereitung. Weitere Termine sind bereits in Planung.

Ihr Ansprechpartner

Christian WagnerChristian Wagner
1. Vorsitzender
Ahornstr. 61

83451 Piding

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