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Foto Piding

Kürzlich fand in Piding die jährliche Hauptversammlung der Freien Wählergemeinschaft statt.Bereits zur Eröffnung der Sitzung erklärte der 1. Vorsitzende Josef Dendl, dass er für den Posten nicht weiter zur Verfügung stehe. Er freue sich, dass mit Christian Wagner ein fähiger und engagierter Nachfolger zur Wahl stehe. Er selbst stelle sich jedoch für das Amt des 2. Vorsitzenden zur Wahl.

Dendl gab einen kurzen Überblick über die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres und dankte allen Mitwirkenden für ihre Unterstützung und die vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden. Es folgte der Kassenbericht durch Kassier Walter Pfannerstill.Nach dem Bericht des Kassenprüfers Andreas Reichenberger konnte die Vorstandschaft entlastet werden.

Daraufhin wurden die Neuwahlen der Vorstandschaft durchgeführt. Neben Dendl stand auch Schriftführer Wolfgang Koch nicht mehr zur Wahl. Die vorgeschlagenen Kandidaten wurden ohne Gegenstimmen gewählt. Die neue Vorstandschaft der FWG Piding setzt sich nun wie folgt zusammen.

  • 1. Vorsitzender Christian Wagner
  • 2. Vorsitzender Josef Dendl
  • Kassier Walter Pfannerstill
  • Schriftführerin Christine Reichenberger
  • Pressereferentin Sandra Fraaz

Als zusätzliche Beisitzerin wird sich Birgit Hoffmann in Zukunft für einen Ausbau der Internetaktivitäten einsetzen, um die Pidinger Bürger noch schneller und umfassender über die aktuelle Gemeindepolitik zu informieren.

Christian Wagner bedankte sich bei Josef Dendl

Im Anschluss an die Wahl dankte der neue Vorsitzende Christan Wagner den Anwesenden für ihr Vertrauen. Ihm sei es wichtig, den Bürgern Möglichkeiten zum politischen Engagement außerhalb des Parteiensystems zu bieten. Dafür wolle er sich einsetzen. Auch sei es immer wieder nötig, die Öffentlichkeit darauf hinzuweisen, dass in der FWG die Meinung jedes Einzelnen zähle und angenommen werde. Jeder Bürger könne sich beteiligen.

Vermutlich erstmalig in der Geschichte der FWG Piding gab es beim Tagesordnungspunkt „Aktuelle Gemeindepolitik“ keine Neuigkeiten. 2. Bürgermeister Walter Pfannerstill erklärte, dass kaum nennenswerte Themen auf den Tagesordnungen der Sitzungen zu finden seien. Viele Sitzungen würden verkürzt. Sitzungen des Bauausschusses und des Verkehrsausschusses sogar ganz abgesagt.

Einzig die Stellungnahme zum Gesteinsabbau am Poschberg sei auf den Weg gebracht worden. Diese sei jedoch noch 3 Tage vor Abgabetermin von Bürgermeister Holzner für unnötig angesehen worden. Nur durch die Anfrage von Gemeinderat Franz Geigl (FWG) am 25.03.2015 kam das Thema überhaupt auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, den 15.04.2015.

Auf Nachfrage von Walter Pfannerstill in der Vorbesprechung der Sitzung erklärte Bürgermeister Holzner noch, Piding sei nicht betroffen und die Stellungnahme daher für ihn kein Thema. Pfannerstill wies jedoch darauf hin, dass der Abtransport des Gesteins mit Sicherheit über die B20 erfolgen werde. Bei bis zu 200 LKW-Ladungen täglich sei das für die bereits überlastete B20 eine Katastrophe.Schließlich entschloss sich Bürgermeister Holzner nach einer gemeinsamen Forderung von 2. Bürgermeister Walter Pfannerstill (FWG), 3. Bürgermeister Dr. Bernhard Zimmer (Grüne) und Fraktionssprecher Helmut Grünäugl (SPD) doch noch zur Abgabe einer Stellungnahme.

Auch wichtige Themen wie das Feuerwehrhaus (zuletzt behandelt 2012) und das Vereinshaus des Trachtenvereins kämen gar nicht auf die Tagesordnung. Daher gebe es auch nichts Neues zu berichten.

Christian Kleinert erklärte, der Bürgermeister verstecke sich hinter Amtsschreiben und vorgeschobenen Gesetzen. Mit Begründungen wie „das ist gesetzlich so festgelegt, da kann man nichts machen.“ oder „die Behörde hat uns dies oder jenes geschrieben.“, werden Themen bereits im Vorfeld erstickt.

Kleinert und Pfannerstill sind sich aus eigener Erfahrung darin einig, dass durch persönliche Gespräche mit den behördlichen Vertretern und energische Schreiben an höhere Stellen oft schon Erfolge für Piding erzielt werden konnten. Dazu sei der Bürgermeister jedoch nicht bereit. Als Beispiel nennt Pfannerstill den geplanten Kreisverkehr an der Teisendorfer Straße. Auch hier hieß es, man könne beim Straßenbauamt nichts erreichen und erhalte keine Information. Der Brief eines einzigen Bürgers an das Verkehrsministerium bewirkte jedoch, dass die Planung des Kreisverkehrs auf Eis gelegt und statt dessen die Errichtung einer Ampelanlage neu geplant wurde.

Eine ähnliche Situation schilderte Gemeinderat Franz Geigl. Er nannte den aktuellen Stand beim Thema Hochwasserschutz. Auf seinen Antrag hin habe die Gemeinde im Februar Kontakt mit dem Wasserwirtschaftsamt aufgenommen und um die Bearbeitung der dringlichsten Pidinger Hochwasserthemen (Bichlbruck, Stoißer Ache) gebeten. Anfang April ist nun die Antwort bei der Gemeinde eingegangen. Die Anliegen wurden mit der Begründung zurückgestellt, die Höhe der möglichen Schäden stehe in keinem Verhältnis zu den Kosten der Maßnahme. Der Hochwasserschutz für Bichlbruck wurde mit der Priorität 3 versehen. Jedoch meinte Bürgermeister Holzner auf Nachfrage von Geigl zum weiteren Vorgehen, man könne eben nichts ausrichten. Geigl drängt dagegen darauf, nicht einfach klein beizugeben und die Bichlbrucker Bürger nicht im Stich zu lassen.

Zum Abschluss der Diskussionsrunde wurden die Mitglieder gebeten, zu Themen der Gemeindepolitik Vorschläge an die Vorstandschaft weiterzuleiten. Jede Meinung sei wertvoll, um optimale Lösungen zu entwickeln. Selbst wenn zu einem Thema einmal keine Einigung erzielt werden könne, werde jede Meinung stets im besten Sinne der Freien Wähler respektiert.

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Gegen 22.00 Uhr beendete Christian Wagner die Veranstaltung.

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Christian WagnerChristian Wagner
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