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Meinungsaustausch zwischen Kommunalpolitikern und Milchbauern bringt Ideen

Die Überparteiliche Wählergruppe (ÜPW) Ainring hatte jüngst zu einem Treffen mit Vertretern des Bundes deutscher Milchviehhalter (BDM) eingeladen. Neben Kommunalpolitikern aus Ainring waren auch Mandatsträger aus umliegenden Gemeinden erschienen. Am Ende zogen beide Seiten ein positives Fazit: es wurden einige Ideen gefunden und konkrete Verbesserungsvorschläge diskutiert.

Zustande kam das Treffen auf Initiative von Albert Aschauer aus Teisendorf, stellvertretender Kreisvorsitzender des BDM, und ÜPW-Fraktionssprecher Martin Strobl. Seit geraumer Zeit wird innerhalb der ÜPW diskutiert, wie man die kleinbäuerliche Landwirtschaft in der Gemeinde und der Region stärken kann.  Gerade vor dem Hintergrund der abgeschafften Milchquote und dem befürchteten „Sterben“ zahlreicher Höfe sind konkrete Schritte zur Stärkung der Landwirte gefragt.

Albert Aschauer und die Vertreter des BDM machten deutlich, dass der Milchpreise der entscheidende Faktor im Betrieb ist. Nur mit einem konstant hohen Milchpreis kann die Landwirtschaft vernünftig betrieben werden. Franz Mooser, Gemeinderat der Freien Überparteilichen Wähler (FÜW) Saaldorf-Surheim brachte in die Diskussion ein, dass zusätzlich aufgestellte Milchautomaten, wie in Saaldorf bereits geschehen, eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit darstellen können. In der Diskussion wurde dieser Vorschlag aufgegriffen und weiterentwickelt. „Vielleicht ist es möglich, dass sich mehrere Landwirte in einem Dorf zusammenschließen, und gemeinsam solche Milchautomaten aufstellen. Die Konsumenten können dann direkt vor Ort die Rohmilch in mitgebrachten Flaschen abfüllen“, brachte Martin Strobl die in der Diskussion entstandene Idee auf den Punkt. „Genauso wie der von uns vorgeschlagene Bauernmarkt oder eine Brennholzbörse müssen wir den Landwirten Möglichkeiten bieten, nicht nur vom Milchgeld abhängig zu sein. Eine breitere Einkommensbasis sichert die Landwirtschaft und damit unsere Kulturlandschaft“, so Strobl weiter.

Im Laufe der Diskussion wurden noch viele Ideen angesprochen, welche kleine Bausteine für eine Sicherung der kleinbäuerlichen Strukturen in der Region sein können. So können beispielsweise alternative Finanzierungsmöglichkeiten die Unabhängigkeit der Bauern steigern und so die Betriebskosten positiv beeinflussen.

Abschließend zogen alle Teilnehmer ein positives Fazit von der Veranstaltung. Ein reger Meinungs- und Ideentausch fand statt und diesen soll es auch künftig in unregelmäßigen Abständen geben. „Die oft mühselige Arbeit des BDM verdient Bewunderung und vollste Unterstützung von uns Mandatsträgern“, meinte ÜPW-Gemeinderat Stefan Eberl. Im Gegenzug befand die stellvertretende Kreisvorsitzende Liesi Aschauer, dass die geäußerten Ideen durchaus interessant und überlegenswert seien. Auch die beiden Vertreter des BDM aus dem Landkreis Traunstein, Maria Mayer aus Petting und Sepp Hubert aus Kirchanschöring meinten abschließend, dass solche Treffen wiederholt werden sollten.

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Dietrich Nowak

Dietrich Nowak
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